Richard Buchta

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Richard Buchta

Richard Buchta (* 19. Januar 1845 in Radlow (Galizien); † 29. Juli 1894 in Wien) war ein österreichischer Afrikaforscher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits mit 20 Jahren begann Buchta ausgedehnte Reisen durch Deutschland, Frankreich, Ungarn, die unteren Donauländer, den Balkan, die Türkei und Kleinasien. Unter anderem hielt er sich ein Jahr in Konstantinopel (dem heutigen Istanbul) und später drei Jahre in Kairo auf. Von dort aus reiste er nach Khartum und bekam von Generalgouverneur Gordon Pascha den Auftrag den ägyptischen Sudan zu erforschen. Im August 1878 verließ Buchta Khartum und kam im Oktober in Ladó am oberen Nil an. Hier war er Gast von Emin Pascha. Buchta nutzte Ladó als Ausgangsbasis und reiste als Zeichner und Photograph in die verschiedenen Gebiete. Unter anderem lebte er im Juli/August 1879 bei den westlich von Ladó lebenden Adio. 1880 kehrte Buchte über Khartum nach Deutschland zurück und veröffentlichte 1881 seine Photographien.[1]

Buchta ging 1885 wieder nach Ägypten auf Reisen. Neben anderen Orten bereiste er die Wüste um das Fajum.

Seit 1886 lebte Richard Buchta in Wien, wo er am 29. Juli 1894 im Alter von 49 Jahren starb.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die oberen Nilländer: Volkstypen und Landschaften, dargestellt in 160 Photographien. Mit einer Einleitung von Dr. R. Hartmann. Berlin, 1881
  • Der Sudan und der Mahdi: das Land, die Bewohner und der Aufstand. Stuttgart, 1884
  • Der Sudan unter ägyptischer Herrschaft: Rückblicke auf die letzten 60 Jahre. Leipzig, 1888

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christopher Morton, Darren Newbury: The African Photographic Archive: Research and Curatorial Strategies, Bloomsbury Publishing, 2015 ISBN 9781472591265, S. 42-44 [1]