Richard Grün

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Richard Grün (* 23. Juli 1883 in Mannheim; † 10. April 1947[1]) war ein deutscher Baustoffchemiker und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard Grün studierte an den Universitäten Jena und Kiel Chemie. 1904 wurde er Mitglied des Corps Saxonia Jena.[2] Nach der Promotion zum Dr. phil. im Jahr 1910 wurde er Assistent an der Chemischen Versuchsstation von Hermann Passow in Blankenese. 1911 wechselte er zu den Zement- und Filterwerken Hansa in Haiger, zu deren Direktor er 1912 ernannt wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg, an dem er von 1914 bis 1918 als Soldat, ab 1915 im Rang eines Leutnants, teilnahm, wurde er Teilhaber der obigen Versuchsstation. 1919 wechselte er als Direktor, Geschäftsführer und Laboratoriumsvorstand an das Forschungsinstitut der Hüttenzement-Industrie und wurde Geschäftsführer des Vereins deutscher Hochofenzementwerke e.V. Die RWTH Aachen ernannte ihn am 24. Juni 1930 zum Honorarprofessor für hydraulische Bindemittel und Beton.[3] Darüber hinaus war Grün mit einem eigenen Institut als Bausachverständiger in Ratingen-Hösel tätig.[4]

Grün verfasste Lehr- und Handbücher zur Bauchemie und publizierte über 150 Einzelarbeiten in einschlägigen Fachzeitschriften.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Handbuch für Eisenbeton, 4. Band: Flüssigkeitsbehälter,
  • Der Beton, 1926
  • Der Zement, 1927
  • Der Hochofenzement, 1929
  • Chemie für Bauingenieure und Architekten, das Wichtigste aus dem Gebiet der Baustoff-Chemie in gemeinverständlicher Darstellung. J. Springer, Berlin 1939. 4. Auflage 1949.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft - Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Erster Band, Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, S. 602–603.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fünfzig Jahre Deutscher Ausschuss für Stahlbeton. 1907–1957. Verlag W. Ernst, Berlin 1957, S. 41 (Auszug bei Google Books), und Nekrologe aus dem rheinisch-westfälischen Industriegebiet. 1939/1951 (1955), ZDB-ID 207117-4.
  2. Kösener Corpslisten 1930, 78, 440; Kösener Corpslisten 1960, 71, 570.
  3. Archiv RWTH Aachen: Lehrkörper der Fakultät für allgemeine Wissenschaften (PDF; 5,8 MB), S. 14.
  4. Bau-Sachverständigen-Institut Roger Grün: Historie (Flash; 293 kB)