Richard Wientzek

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Richard Wientzek (* 17. Mai 1970 in Bamberg) ist ein deutscher Maler und Zeichner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard Wientzek wuchs in der Nähe von Bamberg auf. Er studierte von 1992 bis 2000 Kunstgeschichte, Germanistik und Niederlandistik in Bamberg sowie in Amsterdam. Seit 2000 ist er Mitglied im Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Oberfranken e.V. Er lebt und arbeitet in Bamberg.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Hauptthema der Malerei Wientzeks ist die pointierte Darstellung der von Menschen geordneten Kulturlandschaft und der ländlichen-urbanen Mischzonen zwischen Idylle und ökonomischer Nutzung, mit subtilen Anspielungen auf malerische Traditionen vergangener Epochen, v. a. das 19. Jahrhundert.[1]

Neben seiner Tätigkeit als Maler und Zeichner widmet er sich Medienprojekten, Performances, Illustrationen sowie Musikalien. Seit 2000 entwickelt er Projekte gemeinsam mit dem Wien-Graz-Bamberger KünstlerInnenkollektiv monochrom, 2003 erhielt er ein Stipendium Artist-in Residence im MuseumsQuartier in Wien.[2] In Zusammenarbeit mit dem Künstlerkollektiv monochrom wirkte er wesentlich an der multimedialen Installation des österreichischen Pavillons auf der Biennale von São Paulo 2002 mit.[3]

Im Juni 2007 wurde sein Gemälde „Land in Sicht“[4] von den Museen der Stadt Bamberg angekauft. 2008 erhielt Wientzek den Volker-Hinniger-Preis für zeitgenössische Kunst. Im April 2010 erwarb die Regierung von Oberfranken das Gemälde „Europa“[5].

„Wer Wientzeks Kunst in die Kategorie „Fotorealismus“ einsortieren möchte, liegt damit auf den ersten vagen Blick nicht völlig falsch, bei genauer Betrachtung aber doch vollkommen daneben. Seine großformatigen Landschaften, natürlich freizügigen Aktbilder und modern arrangierten Stillleben zeigen im Gegensatz zu Fotos nicht nur einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit, Richard Wientzeks Gemälde sind die Wirklichkeit, in all ihren widersprüchlichen Facetten.“

Lydia Schuster: Galerie Atzenhofer, Nürnberg[6]

Auszeichnungen und Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012 „One Artist“, art Karlsruhe
  • 2011 „Gute Sachen“, Galerie Kunsthaus Hannover
  • 2010 „Paradies und Parkverbot“, Galerie Atzenhofer, Nürnberg
  • 2010 „Regierung und Kunst“, Regierung von Oberfranken, Bayreuth
  • 2009 „Tagwerk“, Stadtgalerie Bamberg/Villa Dessauer
  • 2007 „Flurbereinigung“, Städtische Galerie Alte Mühle, Bad Vilbel

Gruppenausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013 „Realisme“, Passenger Terminal, Amsterdam
  • 2012 „Klassentreffen“, Galerie Kunsthaus Hannover
  • 2011 „2500 m² Malen im Quadrat“, Galerie Ulrich Gering, Frankfurt am Main
  • 2011 „Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten“, Kunsthaus Nürnberg
  • 2010 „I love Alltag“, Galerie Kunsthaus Hannover
  • 2009 „Akt + Badende“, Galerie Voigt, Nürnberg
  • 2004 „Utopia Station/Zukunftslektorat“, Haus der Kunst, München
  • 2003 „25. Bienale de Sao Paulo. Iconografias Metropolitanas“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Patricia Grzonka und Linda Klösel: Richard Wientzek/Jun-Jul 3. In: Elisabeth Hajek und Therese Schmalzl (Hg.): 100 Artists-in-Residence/quartier21/ MQ/2002-2006. Wien 2006, S. 70–71.
  • Markus Hörsch und Frank Taschner (Hrsg.): Richard Wientzek. Nächstes Bild. Gemälde und Zeichnungen. Bamberg 2009.
  • Ewald Karl Schrade und Rigo Fay (Hg.): One Artist. Art Karlsruhe 2012. Karlsruhe 2012, S. 311. ISBN 978-3-941850-36-1.
  • Mirja Müller-Pentz und Frank Hoff (Hg): Kunsthaus Hannover/Katalog 2012/13. Hannover 2012, S. 44–45.
  • Mirja Müller-Pentz und Frank Hoff (Hg): Kunsthaus Hannover/Katalog 2011. Hannover 2011, S. 44–45.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Markus Hörsch, Frank Taschner (Hrsg.): Richard Wientzek. Nächstes Bild. Gemälde und Zeichnungen. Bamberg 2009, Vorwort
  2. quartier21-Stipendiat: Juni 2003 bis Juli 2003
  3. monochrom-Projekt auf der Biennale de São Paulo 2002
  4. Gemälde „Land in Sicht“
  5. Gemälde „Europa“
  6. http://www.atelieratzenhofer.de/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]