Rick Derringer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rick Derringer (1978)

Rick Derringer (* 5. August 1947 in Fort Recovery, Ohio), eigentlich Rick Zehringer, ist ein US-amerikanischer Rockmusiker (Gitarre, Gesang), Songschreiber und Produzent.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den McCoys hatte Derringer 1965 den Hit Hang On Sloopy, der in Amerika Yesterday von den Beatles vom ersten Platz der Charts verdrängte.

1969 ging Derringer als Musiker und Produzent zusammen mit den anderen McCoys zu Johnny Winter. Sie spielten als dessen Begleitband auf den Alben Johnny Winter And und Johnny Winter And – Live – das And steht für The McCoys. Für Johnny Winter schrieb Derringer Rock and Roll Hoochie Koo. Mit Johnnys Bruder Edgar nahm er Edgar Winter's White Trash und Roadwork auf.

1973 brachte Derringer das Soloalbum All American Boy heraus. Er war weiterhin als Produzent, Songschreiber und Musiker für die Winter-Brüder tätig, unter anderem für die Alben Still Alive and Well und They Only Come Out At Night.

1976 gründete Derringer die Band Derringer, mit der er vier Alben produzierte. 1983 nahm er mit Good Dirty Fun erneut ein Soloalbum auf. Daneben spielte Derringer immer wieder mit bekannten Bands und Musikern, etwa Alice Cooper, Richie Havens, Todd Rundgren, Steely Dan, Cyndi Lauper, Barbra Streisand und Kiss.

Mitte der 1980er Jahre arbeitete Derringer mit Weird Al Yankovic, war aber weiterhin auch für andere tätig. So schrieb und produzierte er 1985 in Zusammenarbeit mit der World Wrestling Federation The Wrestling Album inklusive des Lieds Real American, den späteren Themensong des Wrestlers Hulk Hogan.

1990 erschien das Album Edgar Winter and Rick Derringer Live in Japan. Ab 1993 nahm Derringer eine Serie von vier Blues-Alben auf: Back To the Blues, Electra Blues, Blues Deluxe und schließlich 2000 Jackhammer Blues. 1999 produzierte er mit Edgar Winter das Album Winter Blues.

1997 brachte Derringer das Album Tend The Fire heraus. 2001 spielte er mit Carmine Appice und Tim Bogert (vormals Vanilla Fudge) DBA – Derringer, Bogert & Appice ein. 2002 machte Derringer mit Free Ride Smooth Jazz einen Ausflug in den Jazz. Die ausgekoppelte Single Hot And Cool war äußerst erfolgreich in den Jazz-Charts.

Mit seiner Frau Brenda und seinen Kindern Lory und Martin nahm Derringer zwei Alben mit christlichen Stücken auf, Aiming 4 Heaven und Still Alive And Well (2004).

Im Zusammenhang mit den Flutkatastrophen in Südostasien und den Hurrikan-Verwüstungen im Süden der USA organisierte der Musiker 2005 das „Musicians for Disaster Relief“, ein Wohltätigkeitskonzert, das unter anderem auch dem amerikanischen Roten Kreuz zugutekam. Bei dem in den Universal Studios in Orlando, Florida stattfindenden Konzert versammelte er die Gruppen Loverboy, Twisted Sister, Mark Farner von Grand Funk Railroad, Dickey Betts von den Allman Brothers, Eddie Money und Michael Bolton. Derringer spielte bei den meisten Acts den Gitarrenpart und trug selbst „Hang on Sloopy“ inklusive der gestrichenen zweiten Zeile und „Rock'n' Roll Hoochie Koo“ vor.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1973 All American Boy 25
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1973
1975 Spring Fever 141
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1975
1976 Derringer 154
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1976
1977 Sweet Evil 169
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1977
Live 123
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1977

Weitere Veröffentlichungen:

  • 1977: Live in Cleveland
  • 1978: If I Weren't So Romantic, I'd Shoot You
  • 1979: Guitars and Women
  • 1980: Face to Face
  • 1983: Good Dirty Fun
  • 1993: Back to the Blues
  • 1994: Electra Blues
  • 1996: Required Rocking
  • 1996: Rock and Roll Hoochie Koo: The Best of
  • 1997: Tend the Fire
  • 1998: Blues Deluxe
  • 1998: Live in Japan
  • 1998: Guitars and Women
  • 1998: Rick Derringer & Friends
  • 2000: Jackhammer Blues
  • 2002: Free Ride
  • 2006: Live at Cheney Hall
  • 2006: Collection: The Blues Bureau Years
  • 2007: Rockin' American
  • 2009: Knighted by the Blues
  • 2010: The Three Kings of the Blues
  • 2010: Rock Spectacular: Live at the Ritz

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1974 Rock And Roll, Hoochie Koo
All American Boy
23
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1974
Teenage Love Affair
All American Boy
80
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1974
1975 Hang On Sloopy
Spring Fever
94
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1975
1976 Let Me In
Derringer
86
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1976

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: US1 US2