Ringingen (Erbach)

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Ringingen
Stadt Erbach
Koordinaten: 48° 20′ 38″ N, 9° 48′ 46″ O
Einwohner: 1471 (2017)
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 89155
Vorwahl: 07344

Ringingen ist ein Stadtteil von Erbach im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ringingen liegt an Verkehrswegen, die aus vorrömischer Zeit stammen. Besiedlungsspuren aus der Jungsteinzeit und der Keltenzeit sind südwestlich des heutigen Ortes vorhanden, ferner wurden Überreste eines Alemannenfriedhofs gefunden.

Seit dem 13. Jahrhundert ist eine Pfarrei in Ringingen nachgewiesen; die Kirche Mariä Himmelfahrt wurde auf Grundmauern aus romanischer Zeit gebaut.

Der Ort wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört.[1]

Am 1. Januar 1972 wurde Ringingen mit dem Weiler Steinenfeld nach Erbach eingemeindet.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Mariä Himmelfahrt

Die barocke katholische Kirche Mariä Himmelfahrt befindet sich im Ortszentrum. Im Alb-Donau-Kreis hat Ringingen die erste sogenannte Kalthalle, eine unbeheizte Sporthalle mit Kunstrasen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ringingen besitzt einen Kindergarten und eine Grundschule.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Industriegebiet südlich von Ringingen sind mehrere Firmen angesiedelt, die etwa 80 bis 90 Arbeitsplätze bieten. Zahlreiche Einwohner von Ringingen pendeln jedoch zur Arbeit nach Ulm, Ehingen, Erbach etc. Im Ortszentrum befinden sich zwei Bäckerläden und eine Metzgerei; einen Arzt und eine Apotheke gibt es jedoch in Ringingen nicht.[3]

Örtliche Vereine & Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

U.a. sind in Ringingen der Sportverein Ringingen 1948 e.V. sowie der Musikverein Ringingen vertreten, die seit 1976 gemeinsam das Ringinger Herbstfest veranstalten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die L240 von Schelklingen nach Erbach durchquert Ringingen in Ost-West-Richtung. Nach Norden führt die L241 Richtung Blaubeuren, von der aus die B28 erreicht werden kann.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ringingen mit Steinenfeld. In: Johann Daniel Georg von Memminger (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Blaubeuren (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 7). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1830, S. 187–192 (Volltext [Wikisource]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage der Stadt Erbach
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 457.
  3. Simone Dürmuth, Ringingen entwickelt sich geordnet, auf: schwaebische.de, 19. September 2013