Robert Walter (Architekt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Robert Walter
Landtagsgebäude Nordrhein-Westfalen

Robert Walter (* 15. Februar 1928 in Feldkirch, Österreich; † 13. August 2018[1]) war ein österreichischer Architekt, der unter anderem durch den Bau des Landtagsgebäudes Nordrhein-Westfalen bekannt wurde.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robert Walter wuchs als jüngster Sohn des Vorarlberger Hofrats Robert Walter und seiner Frau Maria Walter in Feldkirch auf. 1953 heiratete er Antonia Rosa Verica Walter (geb. Kiefer), mit der er vier Kinder bekam. Robert Walter wurde Groß- und Urgroßvater von 27 Enkeln und Urenkeln.

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robert Walter studierte Architektur an der Technischen Hochschule Graz (Erzherzog-Johann-Universität). Während des Studiums lernte er Fritz Eller und Erich Moser kennen, die später auch seine Mitgründer werden sollten. Aufgrund schlechter Berufsaussichten in Österreich zog es die drei jungen Architekten, die bis heute noch eine enge Freundschaft verbindet, in das wirtschaftlich aufstrebende Deutschland nach Düsseldorf.[3] Hier wurden sie freie Mitarbeiter im Architekturbüro Hentrich-Heuser und waren maßgeblich an dem Bau des Friedrich-Engelhorn-Hochhaus der BASF Ludwigshafen, dem Dreischeibenhaus Düsseldorf sowie dem Bayer-Hochhaus in Leverkusen beteiligt. 1961 gewann das Trio in Zusammenarbeit mit dem Büro Hentrich-Petschnigg & Partner den internationalen Ideenwettbewerb für die Ruhr-Universität Bochum[4], an dem unter anderem auch Walter Gropius (Ludwig Mies van der Rohe lehnte ab) teilnahm. 1964 gründete Robert Walter gemeinsam mit Fritz Eller und Erich Moser das Architekturbüro EMW (Eller-Moser-Walter) mit Standorten in Düsseldorf und Bochum. Zu ihren Hauptwerken zählen die Zentraleinrichtungen der Ruhr-Universität Bochum, die Oberfinanzdirektion Münster und das 1988 fertiggestellte Landtagsgebäude Nordrhein-Westfalen[5]. Seit 1997 heißt das Büro Eller + Eller und wird von Erasmus Eller, Sohn von Fritz Eller, geleitet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Todesanzeige. In: trauer.rp-online.de. Abgerufen am 18. August 2018.
  2. Haus des Landtags. In: landtag.nrw.de. Der Präsident des Landtags NRW, abgerufen am 4. Februar 2018.
  3. Ich würde jederzeit wieder Architekt werden. In: Welt am Sonntag, 28. Januar 2018
  4. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kaarst/ein-dreiklang-fuers-leben-aid-1.170412
  5. http://derarchitektbda.de/statusbericht-einer-vision/