Rolf Kalmuczak

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Rolf Kalmuczak (* 17. April 1938 in Nordhausen/Harz; † 10. März 2007 in Garmisch-Partenkirchen) war einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller und verfasste unter mehr als 100 Pseudonymen Drehbücher, diverse Jugendbücher, Illustriertenromane und Hörspiele.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalmuczak war Redakteur bei Tageszeitungen, freier Mitarbeiter bei Stern und Quick, Lektor und einer der Autoren der Jerry-Cotton-Reihe. Bekannt wurde er vor allem als „Stefan Wolf“ mit der TKKG-Buchreihe. Die Gesamtauflage seiner TKKG-Bücher beläuft sich Presseberichten zufolge auf 14 Millionen,[1] von den TKKG-Hörspielen gingen insgesamt fast 30 Millionen Kassetten und CDs über den Ladentisch.[2] Kalmuczak besuchte in seiner Jugend selbst das Internatsgymnasium Pädagogium Bad Sachsa, die Schauplätze der Serie sind zum Teil in Bad Sachsa und Umgebung zu finden. Zusammen mit seiner Frau Inka-Maria schrieb Kalmuczak auch das Drehbuch zum ersten TKKG-Kinofilm Drachenauge. In einem Interview bezeichnete er sie als seine „beste Lektorin“.

Kalmuczaks erster Cotton-Roman erschien im Jahr 1962 als Band 237 unter dem Titel Der Hehler, der den Tod verkauft. Über 50 Heftromane und an die 20 Taschenbücher mit dem Serienhelden Jerry Cotton gehen, laut Verlagsangaben, auf sein Konto. Sein letzter Cotton erschien Anfang der 1980er-Jahre. Seit 1966 hat Kalmuczak unter Benutzung von mehr als 100 Pseudonymen insgesamt 160 Jugendbücher sowie 2.700 Kriminalgeschichten für Illustrierte, 36 Drehbücher, 170 Taschenbuch-Krimis, 200 Heftromane und einige Hörspiele geschrieben. Sieben Jahre lang stand er auf Grund dieser Vielschreiber-Leistung im Guinness-Buch der Rekorde.

Auf einer Idee von Kalmuczak beruhte auch die seinerzeit recht erfolgreiche ZDF-Vorabend-Krimiserie Cliff Dexter mit Hans von Borsody in der Titelrolle, von der zwischen 1966 und 1968 insgesamt 26 Episoden ausgestrahlt wurde.

Rolf Kalmuczak starb am 10. März 2007 nach langer schwerer Krankheit im Alter von 68 Jahren. Zuletzt lebte er in Garmisch-Partenkirchen. Er war verheiratet und hatte eine Tochter.

Pseudonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joe Adler
  • Claus Alden
  • Thomas Alden
  • Ralf Berger
  • Don Boston
  • Frank Burger
  • Fred Burger
  • Ralph Burger
  • Red Burger
  • John Cain
  • Ray Carson
  • Henry Carter
  • Norbert Clausen
  • Pat Clifford
  • Cliff Collins
  • Glenn Collins
  • Christian Conradi
  • Cliff Corner
  • Jerry Cotton
  • Cecil Count
  • Perry Dayton
  • Sefton Deal
  • Ralph Decker
  • Harry Delson
  • Cliff Dexter
  • Herb Diery
  • Mike Donner
  • Alec B. Dorn
  • I. Dorn
  • Frank Douglas
  • Lionel Dust
  • Sebastian Eich
  • Robert Falck
  • Hector Falk
  • Robert Falk
  • Pierre Farot
  • Helga Fechner
  • Claus Fellner
  • Jean-Pierre Ferrer
  • Henri Ferrier
  • Georg Fleiden
  • Tobby Hammer
  • Jörg Heldt
  • Martin Hillenburg
  • Bert Hillsen
  • Norbert Hofberg
  • Udo Horsten
  • Pierre Jolas
  • Robbie Kellog
  • Robert Kellog
  • Thomas Kolber
  • Frank Lambert
  • Tony Lambert
  • Robert Loewen
  • Michael Martin
  • Phil Moreno
  • Thomas Ness
  • Tim Norden
  • Henry Orlik
  • Jens Orlik
  • Frank Orloff
  • Ted Owens
  • Fred Parker
  • Robert Paulsen
  • Fred Plogau
  • Ross Randall
  • Rolf Reiher
  • Simon Remple
  • Peter Schadeck
  • Siggi Seon
  • Claus Stein
  • Sebastian Stern
  • Erik Stettner
  • Evan Surbank
  • Martin Tänzer
  • Peter Trenk
  • Allan Turner
  • Marcello Venerdi
  • Martin Vondrey
  • Thomas Wank
  • Tim Wells
  • Martin Welz
  • Stefan Welz
  • Thas Welz
  • Thomas Welz
  • Michael Wilkow
  • Stefan Wolf
  • Bert Wolfgarten

Bekannteste Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bekanntesten Werke des Autors sind folgende unter dem Pseudonym Stefan Wolf publizierte Jugendbuchreihen:

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. TKKG-Autor „Stefan Wolf“ gestorben. auf focus.de 13. März 2007.
  2. Rolf Kalmuczak gestorben. auf: faz.net 13. März 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]