Roman Tschabold

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Roman Tschabold (* 27. November 1900 in Steffisburg; † 21. September 1990 ebenda) war ein Schweizer Grafiker und Maler, Keramiker, Bildhauer und Architekt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roman Tschabold ging nach einer Töpferlehre und dem Besuch der keramischen Fachschule in Bern ab 1919 in die Malschule von Victor Surbek. Ein Studium erfolgte an der Universität in Bern. Weitere Studien führten ihn nach Leipzig, Dresden und Berlin. In Dresden kam er in Kontakt mit den Malern der «Brücke».[1][2]

Tschabold war langjähriges Mitglied der Gesellschaft Schweizerischer Maler und Bildhauer (GSMBA). Er gründete 1958 zusammen mit Etienne Clare, Hans Ittig, Paul Gmünder, Knud Jacobsen und Emil von Gunten die «Galerie Aarequai» in Thun. Die Gruppe hatte regelmässig Kontakt mit Cuno Amiet in Oschwand.[3] 1961 nahm er zusammen mit anderen Künstlern aus Thun an einer Ausstellung am Kunstmuseum in Braunschweig teil, dort wurden elf Bilder von ihm ausgestellt.[4] Bis zu seinem Tod 1990 stellte er häufig in der «Galerie Aarequai», im Kunstmuseum Thun und an zahlreichen anderen Ausstellungsorten in der gesamten Schweiz aus. Zehn Jahre nach seinem Tod erschien 2000 die Monografie von Steffan Biffiger Roman Tschabold, 1900–1990: Leben und Werk.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roman Tschabold war ein Vertreter des Schweizer Expressionismus. Neben der Malerei beschäftigte er sich mit der Lithografie, mit dem Holzschnitt, mit Skulpturen, Eisenplastiken und Keramiken. Auch mit Glasfenstern, mit der Kunst am Bau und mit Wandbildern im öffentlichen Raum ist er in Erscheinung getreten.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kunsthalle Bern, Weihnachtsausstellungen der GSMBA (diverse Jahrgänge 1921 bis 1968)
  • Galerie Aarequai, Thun 1962, 1966, 1968, 1970, 1978
  • Kunstmuseum Thun, Weihnachtsausstellungen 1956, 1958, 1959, 1960, 1970, 1971[5]
  • Kunstmuseum Braunschweig, Künstler aus Thun, 1961
  • Kunstmuseum Thun, Jubiläumsausstellung Roman Tschabold, 1961
  • Kunstmuseum Thun, Gruppenausstellung Thuner Kunst im 20. Jahrhundert, 1964
  • Sekundarschule Steffisburg, Kunstsammlung der Gemeinde Steffisburg, 1980
  • Kunstkommission Steffisburg, 1986 (mit Mario Tschabold)[6]
  • Galerie Rosengarten, Retrospektive Roman Tschabold, Thun, 2016[7][8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Steffan Biffiger: Roman Tschabold, 1900–1990: Leben und Werk. Benteli Verlag, Wabern/Bern 2000, ISBN 978-37165-1235-7.
  • Fritz Lehner: Thuner Kunst im 20. Jahrhundert. Biografie von Roman Tschabold, herausgegeben von der Kunstkommission der Stadt Thun, 1964.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fritz Lehner: Thuner Kunst im 20. Jahrhundert. Biografie von Roman Tschabold, herausgegeben von der Kunstkommission der Stadt Thun, 1964.
  2. Steffan Biffiger: Roman Tschabold, 1900–1990: Leben und Werk. Benteli Verlag, Wabern/Bern 2000, ISBN 978-3-7165-1235-7.
  3. Mathilde Frutiger-Gmünder: Paul Gmünder, Ott-Verlag+Druck AG, Thun 1983, ISBN 3-7225-6888-9
  4. Künstler aus Thun, vom 9. April bis zum 7. Mai 1961. Städtisches Museum Braunschweig (Ausstellungskatalog)
  5. Kunstsammlung der Stadt Thun: Ausstellungskataloge 1956, 1958, 1959, 1960, 1970, 1971.
  6. Kunstkommission Steffisburg (Hg.): Katalog zur Ausstellung, Roman Tschabold, Gemälde; Mario Tschabold, Fotos: Ausstellung an der Scheidgasse 11, Steffisburg, 2. Februar bis 2. März 1986
  7. Verena Holzer: Tschabolds unverwechselbare Bilder. In: Berner Zeitung. 11. Januar 2016.
  8. Michael Gurtner: Retrospektive für Roman Tschabold, Thuner Tagblatt, 21. September 2015, abrufbar unter: [1]