Ron Johnson (Politiker)

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Ron Johnson

Ronald Harold „Ron“ Johnson (* 8. April 1955 in Mankato, Minnesota) ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Politiker der Republikanischen Partei und steht der Tea-Party-Bewegung nahe. Seit Januar 2011 vertritt er den Bundesstaat Wisconsin im US-Senat.

Familie, Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ron Johnson ist väterlicherseits norwegischer Herkunft, seine Mutter ist deutscher Herkunft. Er studierte an der University of Minnesota Wirtschaftswissenschaften. Nach dem Studium heiratete er die Tochter des Geschäftsmanns Howard Curler, Mitgründer von Curwod Industries, die heute der multinationalen Firma Bemis Company gehört. Sein Schwager Jeff Curler ist Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratsvorsitzender von Bemis.[1] Vor seinem Einstieg in der Politik war Johnson in der Privatwirtschaft tätig.

Johnson lebt mit seiner Frau in Oshkosh, Wisconsin. Sie haben drei Kinder.

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johnson trat bei der Wahl zum Senat der Vereinigten Staaten 2010 im Bundesstaat Wisconsin gegen den demokratischen Mandatsinhaber Russ Feingold an.[2] In einem generell für die Republikaner günstigen Klima gewann Johnson gegen Feingold und übernahm dessen Sitz am 3. Januar 2011.[3] Bei der Senatswahl 2016 trat erneut Feingold gegen Johnson an. Entgegen den Erwartungen vieler politischer Beobachter, die Johnson als einen der am stärksten gefährdeten Senatoren bei dieser Wahl angesehen hatten,[4] wurde er in seinem Mandat bestätigt, das bis zum 3. Januar 2023 läuft.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johnson sieht entgegen dem wissenschaftlichen Stand der Erkenntnis keinen Zusammenhang zwischen menschlichem Verhalten und der Klimaerwärmung. Er lehnt die Einführung einer allgemeinen öffentlichen Krankenversicherung ab.[5] Johnson lehnt Abtreibung ab (Pro Life), außer bei Vergewaltigungen, Inzest oder Gefährdung der Gesundheit der Mutter.[6] Er lehnt Stammzellenforschung ab.

Er unterstützt das Recht, Waffen zu tragen.[7]

Im Herbst 2017 setzte sich Johnson vehement für eine Änderung der geplanten Steuerreform der Republikaner ein. Die bisherigen Pläne entlasten seiner Ansicht nach kleinere Unternehmen gegenüber großen Konzernen unverhältnismäßig wenig. Die Washington Post führt Johnsons Ablehnung darauf zurück, dass er 2016 während seines Senatswahlkampfs bereits als aussichtslos gegolten hatte und von der Bundespartei keine Mittel mehr erhalten hatte, weshalb er dieser keine Loyalität mehr schulde.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ron Johnson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Howard Curler and Robert Woods. University of Wisconsin–Madison, 24. November 2008 (englisch).
  2. Wisconsin Senate – Feingold vs. Johnson. In: Real Clear Politics, 2011 (englisch).
  3. Election results in Wisconsin. In: The New York Times (englisch).
  4. Burgess Everett, Kevin Robillard, Seung Min Kim: How Democrats blew the Senate majority they knew was theirs. In: Politico, 10. November 2016.
  5. Ron Johnson: ObamaCare and Carey's Heart. In: The Wall Street Journal, 23. März 2011. 
  6. Ron Johnson – The Jerry Bader Show – WTAQ News Talk 97.5FM and 1360AM. Wtaq.com. 7. Juni 2010. Abgerufen am 1. November 2011.
  7. U.S. Senate Roll Call Votes 113th Congress – 1st Session. In: Legislation & Records. United States Senate. Abgerufen am 30. Juli 2013.
  8. Erica Werner: No feeling of party loyalty for Johnson, a key Senate holdout for the GOP tax bill. In: The Washington Post, 28. November 2017 (englisch).