Rosa Kugelorchis

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Rosa Kugelorchis
Rosa Kugelorchis(Traunsteinera globosa) in der Tatra

Rosa Kugelorchis
(Traunsteinera globosa) in der Tatra

Systematik
Familie: Orchideen (Orchidaceae)
Unterfamilie: Orchidoideae
Tribus: Orchideae
Untertribus: Orchidinae (Platantherinae)
Gattung: Kugelorchis (Traunsteinera)
Art: Rosa Kugelorchis
Wissenschaftlicher Name
Traunsteinera globosa
(L.) Rchb.

Die Rosa Kugelorchis (Traunsteinera globosa), auch Kugelorchis oder Kugelknabenkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kugelorchis (Traunsteinera) in der Familie der Orchideen (Orchidaceae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rosa Kugelorchis ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 20 bis 60 Zentimetern erreicht. Vier bis sechs lanzettliche Blätter von bläulich grüner Farbe sind aufrecht am dünnen Stängel verteilt. Der anfangs pyramidenförmige Blütenstand wird später halbkugelig bis eiförmig. Der Blütenstand ist sehr dicht und reichblütig.

Die Blüten sind rosa mit purpurroten Punkten auf der Lippe. Die Sepalen sind lang ausgezogen mit knopfartiger Spitze. Der Mittellappen der dreispaltigen Lippe hat eine aufgesetzte Spitze. Der zylindrische Sporn ist kürzer als der Fruchtknoten.

Die Blütezeit ist von Juni bis Juli.

Weitere Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 42.[1]

Rosa Kugelorchis (Traunsteinera globosa)

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Areal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet umfasst die europäischen Gebirge von den Pyrenäen bis zum Balkan und bis zum Kaukasus.[2]

Die Art kommt von der collinen bis zur subalpinen Höhenstufe vor. In Deutschland steigt sie in den Alpen bis 2150 m Seehöhe. So kommt sie in den Allgäuer Alpen zwischen 850 und 2150 Metern Meereshöhe vor. Am Linkerskopf in Bayern erreicht sie die Höhe von 2150 Metern.[3] In Österreich ist die Art zerstreut anzutreffen. Sie fehlt im Burgenland und ist in Wien ausgestorben.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kalkliebende Pflanze bevorzugt als Standort frische Kalk-Magerrasen oder Bergwiesen, in der subalpinen Höhenstufe auch Wildheu-Hänge. Sie gedeiht in Gesellschaften der Verbände Caricion ferrugineae, Calamagrostion, Mesobromion oder Polygono-Trisetion.[1]

Systematik und Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Traunsteinera Rchb. umfasst nur zwei Arten, Traunsteinera globosa und Traunsteinera sphaerica (M.Bieb.) Schltr. Traunsteinere sphaerica kommt von der zentralen und östlichen Türkei bis zum Kaukasus vor.[2]

Synonyme von Traunsteinera globosa (L.) Rchb. sind Orchis globosa L., Nigritella globosa (L.) Rchb. und Orchis halleri Crantz.

Quellen und weiterführende Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 278–279.
  2. a b Rafaël Govaerts (Hrsg.): Traunsteinera - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 18. Dezember 2016.
  3. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, Seite 371-372. IHW-Verlag, Eching bei München, 2001. ISBN 3-930167-50-6

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Artikel beruht hauptsächlich auf folgenden Unterlagen:

  • Muer, Angerer: Alpenpflanzen. Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-3374-1
  • M. A. Fischer, W. Adler & K. Oswald : Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rote Kugelorchis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien