Rosa mystica

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Fresko der Rosa mystica von Johann Baptist Zimmermann in der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein

Rosa mystica (lateinisch für „geheimnisvolle Rose“) ist eine Anrufung der Gottesmutter in der Lauretanischen Litanei. In der katholischen Kirche gilt sie seit langer Zeit als Marientitel.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im 5. Jahrhundert wurde Maria, die Mutter Jesu Christi, von dem Dichter Sedulius mit einer aus Dornen entsprungenen Rose verglichen.[1] Mit Bezug auf Jes 11,1a EU wird in dem Weihnachtslied Es ist ein Ros entsprungen aus dem 16. Jahrhundert Maria als das Reis aus der Wurzel Jesse besungen, das die Rose Jesus Christus hervorbringt. Darstellungen der Gottesmutter wie die Madonna im Rosenhag oder Paradiesgärtlein (Hortus conclusus) symbolisieren die immerwährende Jungfräulichkeit der Gottesmutter. Maria wird auch als „Rose ohne Dornen“ und Königin des Rosenkranzes angerufen.

Volksfrömmigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Rosa-mystica-Statuen werden als Wandermadonnen von Haus zu Haus gebracht. Maßgeblich für die Verbreitung dieses Brauchtums sind unter anderem die Marienerscheinungen der Krankenschwester Pierina Gilli im norditalienischen Montichiari.[2]

In der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Katharina in Swisttal-Buschhoven wird das Gnadenbild der „Rosenmadonna“ verehrt. Die Wallfahrt zur Rosa mystica entstand im Hochmittelalter im nahegelegenen Prämonstratenserinnenkloster Schillingscapellen, seit 1806 wird das Gnadenbild in Buschhoven verehrt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mariale Symbolicum, Verlag LaHaye, 1737 Bayerische Staatsbibliothek, S. 113
  2. Fatima Bote. Fatima Weltapostulat, abgerufen am 15. Februar 2017.