Rußrindenkrankheit

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Die Rußrindenkrankheit ist eine Pilzerkrankung an Ahornbäumen.

Die Krankheit wird durch eine Infektion durch Sporen des Pilzes Cryptostroma corticale hervorgerufen. Erkrankte Bäume sind durch Welke, Blattverlust, Absterbeerscheinungen der Krone und Kambiumnekrosen, länglich aufgerissene Rinden und Schleimfluss am Stamm erkennbar. Befallenes Stammholz kann im Anschnitt grüne und blaue Verfärbungen aufweisen. Infektionen werden durch trockenes und heißes Klima und Wasserknappheit begünstigt. Der Absterbeprozess kann mehrere Jahre betragen. Ältere Bäume mit guter Wasserversorgung sind weniger anfällig für Infektionen. In Deutschland wurde die Krankheit erstmals 2006 beobachtet.[1]

Bei Inhalation können die Pilzsporen schwere Entzündungen der Lungenbläschen auslösen, die von Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost begleitet sind.[2]

AhornRussrindenkrank0.JPG
Anfangstand 2018
AhornRussrindenkrank1.JPG
abgestorbener Ahornbaum mit abgeblätterter Rinde, 2019
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schwarz verfärbter Ahornstamm
AhornRussrindenkrank3.JPG
schwarze Schleimflecken

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • P. Robeck, R,. Heinrich, Jörg Schumacher, R. Feindt, R. Kehr: Status der Rußrindenkrankheit des Ahorns in Deutschland. In: Jahrbuch der Baumpflege. 2008, S. 238–244.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alfred Wulf, Sindy Leonhard, Jörg Schumacher: Pilzkrankheiten an Bergahorn. In: LWF Wissen. Nr. 62, S. 41–44 (bayern.de [PDF; abgerufen am 18. Februar 2019]).
  2. Ahorn-Rußrindenkrankheit in Bayern nachgewiesen auf www.forstpraxis.de vom 3. August 2018.