Rudolf Sternad

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Damenporträt

Rudolf Sternad (* 2. September 1880 in Reichenberg; † 21. Januar 1945 in Wien) war ein österreichischer Miniaturmaler und Lithograf tschechischer Abstammung.

Sternad wurde als Lithograf an der Staatsgewerbeschule in Reichenberg ausgebildet und arbeitete in den lithografischen Anstalten in Varnsdorf und Zittau. Nach einem Aufenthalt in Dresden (1900–1901) setzte er 1903–1906 sein Studium an der Kunstgewerbeschule in Gablonz bei E. Waritzel fort.

Im Zeitraum von 1910 bis 1914 leitete er in Hamburg ein Atelier für die Gestaltung von Plakaten. Während des Ersten Weltkriegs wurde er zum Militärdienst berufen.

Seit 1918 war Sternad in Wien als Maler tätig. Er beschäftigte sich hauptsächlich mit Porträtminiaturen der Wiener Prominenten. Neben den Miniaturmalern Wilhemine Stadler (1898–1954) und Rudolf Ipold (1873–1936) gehörte er zu den Meistern der Wiener Porträtminiaturmalerei.

Insgesamt schuf Sternad über 800 Porträtminiaturen. Ab 1924 war er Mitglied des Wiener Künstlerhauses.

Sternad starb bei einem Bombenangriff am 21. Januar 1945.[1][2] und wurde am Grinzinger Friedhof beerdigt.[3]

Seit 1985 wurde sein Grab (gemeinsam mit dem des bildenden Künstlers Carl Anton Reichel) zum Ehrenhain der Kulturschaffender des Wiener Zentralfriedhofs verlegt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Harum: Rudolf Sternad, der Maler neuer Wiener Miniaturen. 1925.
  • Heinrich Fuchs: Die österreichische Bildnisminiatur von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wien 1982, ISBN 3-85390-006-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rudolf Sternad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurznotiz. In: Kleine Wiener Kriegszeitung, 28. Jänner 1945, S. 7 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/kwk
  2. Verstorbenensuche | Online Services | Friedhöfe | Friedhöfe Wien. In: www.friedhoefewien.at. (friedhoefewien.at [abgerufen am 7. Februar 2017]).
  3. Das Österreichische Biografische Lexikon gibt das Todesdatum falsch mit 5. Januar 1944 an.