Ruedertal

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Blick auf das Ruedertal vom Bänkerpass aus

Das Ruedertal ist ein neun Kilometer langes Tal im Südwesten des Kantons Aargau in der Schweiz. Das ue wird nicht als Umlaut ausgesprochen, sondern getrennt als u.e.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Tal liegt zum grössten Teil auf dem Gebiet der Gemeinden Schlossrued und Schmiedrued, verläuft von Südosten nach Nordwesten und wird von der Ruederche durchflossen. Dieser Bach mündet bei Schöftland in die Suhre, einen Nebenfluss der Aare.

Der Talgrund ist selten mehr als 50 Meter breit und wird auf beiden Seiten von durchschnittlich 650-800 Meter hohen Hügelzügen begrenzt, wobei die östliche Seite stark zergliedert ist und zahlreiche kurze Seitentäler mit dazwischenliegenden Ausläufern aufweist. Die Westseite ist zwar steiler, besitzt aber zahlreiche kleine Plateaus. Das Tal zählt rund 2100 Einwohner, die sich auf mehrere Dörfer und Weiler verteilen. Die grössten Siedlungen sind (von der Quelle der Ruederche aus gesehen) Schiltwald, Walde, Schmiedrued, Kirchrued und Schlossrued.

Aufgrund seiner Topographie und der hohen Bedeutung der Landwirtschaft wird das Ruedertal oft auch als "Emmental des Aargaus" bezeichnet.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Tales geht einerseits auf die Rodungen durch die Alamannen während des 5. und 6. Jahrhunderts zurück, andererseits auf die Herren von Rued, die während des Mittelalters das Schloss Rued bewohnten.

Bekanntheit erlangte das Ruedertal als Schauplatz von Hermann Burgers Roman Schilten aus dem Jahre 1976.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]