Ruine Achalm

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Ruine Achalm
Der erneuerte Bergfried der ehemaligen Burg Achalm

Der erneuerte Bergfried der ehemaligen Burg Achalm

Entstehungszeit: um 1050
Burgentyp: Höhenburg, Gipfellage
Erhaltungszustand: Bergfried
Ständische Stellung: Adlige, Grafen
Bauweise: Kleinquadermauerwerk
Ort: Reutlingen
Geographische Lage 48° 29′ 39″ N, 9° 14′ 38,5″ OKoordinaten: 48° 29′ 39″ N, 9° 14′ 38,5″ O
Höhe: 707 m ü. NN
Ruine Achalm (Baden-Württemberg)
Ruine Achalm

Die Ruine Achalm ist die Ruine einer Höhenburg auf einem Felsen rund 707 Meter über NN auf der Achalm, dem Hausberg der Stadt Reutlingen im Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg wurde in der Zeit zwischen den Jahren 1030 und 1050 von den Grafen Egino und Rudolf von Achalm erbaut, und 1090 erstmals urkundlich erwähnt. Noch im 11. Jahrhundert wurde die Burg mit einer Unterburg erweitert. Nachdem die Burg im Besitz der Welfen gewesen war, kam sie 1376 an die Grafen von Württemberg. 1498 war die Burg baufällig und wurde um 1650 abgebrochen. 1822 ließ der württembergische König Wilhelm I. den Bergfried als Aussichtsturm auf den Grundmauern des alten Turmes errichten, der 1932 wegen drohenden Verfalls saniert wurde.

Im November 2017 blieb ein fünfjähriger Junge mit seinem Kopf zwischen den Gitterstäben des Fensters stecken und musste daraufhin von der Feuerwehr und einer Höhenrettungsgruppe befreit werden. Dabei wurde das Mauerwerk so schwer beschädigt, dass ein sicherer Zugang zum Turm für Besucher nicht mehr gewährleistet werden konnte.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 8,70 Meter hohe Bergfried auf einer Grundfläche von 7,20 mal 7,20 Meter hat eine Mauerstärke von 1,75 Meter. Von der ehemaligen Kernburg, sechs Meter über der Vorburg, bestehen noch Reste einer 1,50 bis 1,60 Meter starken Ringmauer.

Achalm in der Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gustav Schwab setzte der Burg 1828 ein literarisches Denkmal mit seinem Gedicht Die Achalm. Die ätiologische Sage zur Erklärung des Namens wird hier aufgenommen, aber weder die Sage noch das Gedicht bietet eine historisch zutreffende Erklärung für den Namen Achalm.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Bizer: Oberflächenfunde von Burgen der Schwäbischen Alb. Ein Beitrag zur Keramik- und Burgenforschung (= Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg. Bd. 26). Herausgegeben vom Regierungspräsidium Stuttgart – Landesamt für Denkmalpflege. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-2038-7, S. 128–134.
  • Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb. Band 4: Alb Mitte-Nord. Wandern und entdecken zwischen Aichelberg und Reutlingen. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach an der Riß 1991, ISBN 3-924489-58-0, S. 275–287.
  • Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 6: Max Miller, Gerhard Taddey (Hrsg.): Baden-Württemberg (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 276). 2. verbesserte und erweiterte Auflage. Alfred Kröner, Stuttgart 1980, ISBN 3-520-27602-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burg Achalm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Die_Achalm – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bub steckte in Burgruine mit Kopf in Metallgitter fest, abgerufen am 5. November 2017