Runzelsporiger Blasenfarn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Runzelsporiger Blasenfarn
Runzelsporiger Blasenfarn, Herbarbeleg

Runzelsporiger Blasenfarn, Herbarbeleg

Systematik
Farne
Klasse: Echte Farne (Polypodiopsida)
Ordnung: Tüpfelfarnartige (Polypodiales)
Familie: Wimperfarngewächse (Woodsiaceae)
Gattung: Blasenfarne (Cystopteris)
Art: Runzelsporiger Blasenfarn
Wissenschaftlicher Name
Cystopteris dickieana
R.Sim

Der Runzelsporige Blasenfarn (Cystopteris dickieana R. Sim) ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Wimperfarngewächse (Woodsiaceae). Nach Euro+Med ist er als eine Unterart Cystopteris fragilis subsp. dickieana (R. Sim) Hyl. des Zerbrechlichen Blasenfarns (Cystopteris fragilis (L.) Bernh.) anzusehen.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Runzelsporige Blasenfarn erreicht Wuchshöhen von 10 bis 45 Zentimeter. Die Fiedern sind überlappend bis höchstens fiederspaltig. Die Fiederchen sind zugespitzt oder eiförmig. Die letzten Adernäste laufen in die Fiederspitzen oder Fiederbuchten. Die Sporen sind unregelmäßig runzelig-leistig oder glatt-körnig.

Die Chromosomenzahlen sind 4n = 168, 6n = 252.[1]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Runzelsporige Blasenfarn ist in Mitteleuropa selten bis sehr selten. Es gibt Fundorte in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Salzburg (möglicherweise ausgestorben), Schweiz und Süd-Tirol. Er kommt vor an feuchten Kalkfelsen in Gesellschaften des Verbands Cystopteridion.[1] Er kommt vor in Nordafrika, Europa und Vorderasien.[2]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Cystopteris dickieana erfolgte durch Robert Sim. Das Artepitheton dickieana ehrt George Dickie (1812–1882), Professor der Naturgeschichte in Belfast und Professor der Botanik in Aberdeen.

Die Stellung und Wertigkeit des Taxons ist in Diskussion. Häufig wird Cystopteris dickieana als Unterart des Zerbrechlichen Blasenfarns, als Cystopteris fragilis subsp. dickieana geführt. Es dürfte sich hierbei allerdings um eine Mutante von Cystopteris fragilis ohne ein eigenes Areal und ohne eigenständige Ökologie handeln.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. CD-ROM, Version 1.1. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-494-01327-6.
  • Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 80.
  2. Christenhusz, M. & Raab-Straube, E. von (2013): Lycopodiophytina. – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Cystopteris fragilis In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Runzelsporiger Blasenfarn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien