Ruth Sonderegger

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Ruth Sonderegger (* 3. Januar 1967 in Bludenz) ist eine österreichische Philosophin und Professorin.

Akademische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Philosophie und Literaturwissenschaft in Innsbruck, Konstanz und Berlin wurde sie 1998 an der Freien Universität Berlin promoviert.[1] Von 1993 bis 2001 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Assistenzprofessorin am Philosophischen Institut der FU Berlin.[2] Von 2001 bis 2007 war sie Assoziierte Professorin Dozentin am Philosophischen Institut der Universiteit van Amsterdam und übernahm dort 2007 den Lehrstuhl für Metaphysik und ihre Geschichte.[2] 2008 war sie Fellow am Wiener Institut für die Wissenschaften vom Menschen.[2] Seit 2009 ist sie Professorin für Philosophie und ästhetische Theorie an der Akademie der bildenden Künste Wien.[2] 2017 war sie Mercator-Fellow an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.[1]

Sondereggers Forschungsschwerpunkte sind Ästhetik und Kunsttheorie, Cultural Studies, politische Philosophie, kritische Theorien und Theorien des Widerstands.[1]

Sonderegger ist Mitglied der Society for European Philosophy, der International Association of Women Philosophers und der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik.[2] Sonderegger ist Mitglied der Redaktion des begutachteten open access Journals Krisis.[2]

Ästhetische Position[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem von Friedrich Schlegel entlehnten Begriff des Spiels argumentiert Sonderegger gegen die Inanspruchnahme von Kunst und Ästhetik als Mittel der Wahrheitsfindung in der hermeneutischen Tradition Hans-Georg Gadamers und der dekonstruktivistischen von Jacques Derrida. Stattdessen verteidigt sie den Eigensinn der Kunst und die autonome ästhetische Erfahrung.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Für eine Ästhetik des Spiels. Hermeneutik, Dekonstruktion und der Eigensinn der Kunst, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-518-29093-2.
  • (Hrsg. mit Andrea Kern): Falsche Gegensätze. Zeitgenössische Positionen zur philosophischen Ästhetik, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-518-29176-9.
  • (Hrsg. mit Karin de Boer): Conceptions of Critique in Modern and Contemporary Philosophy. Palgrave Macmillan, Houndmills Basingstroke 2011.
  • (Hrsg. mit Eva Birkenstock, Max Jorge Hinderer Cruz, Jens Kastner): Kunst und Ideologiekritik nach 1989 = Art and ideology critique after 1989. Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2013, ISBN 978-3-86335-145-8.
  • (Hrsg. mit Jens Kastner): Pierre Bourdieu und Jacques Rancière. Ästhetisches Regime oder ästhetische Disposition? Turia + Kant, Wien 2014.
  • (Hrsg. mit Pascal Gielen, Thijs Lijster und Suzana Milevska): Spaces for Criticism. Contemporary Art Discourses, Valiz, Amsterdam 2015.
  • mit Gundula Ludwig und Isabell Lorey: Foucaults Gegenwart. Sexualität – Sorge – Revolution, transversal texts, Wien 2016. ISBN 978-3-903046-08-5.
  • mit Sofia Bempeza, Christoph Brunner, Katharina Hausladen und Ines Kleesattel: Polyphone Ästhetik. Eine kritische Situierung, transversal texts, Wien 2019. ISBN 978-3-903046-24-5.
  • Vom Leben der Kritik. Kritische Praktiken – und die Notwendigkeit ihrer geopolitischen Situierung, Zaglossus, Wien 2019. ISBN 978-3-902902-62-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Ruth Sonderegger@1@2Vorlage:Toter Link/www.uni-oldenburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf den Seiten der Uni Oldenburg (abgerufen am 20. Januar 2018)
  2. a b c d e f g h Ruth Sonderegger auf den Seiten des Europäischen Forums Alpbach (abgerufen am 20. Januar 2018)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]