Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
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Gründung 1973
Ort Oldenburg
Bundesland Niedersachsen
Land Deutschland
Präsident Hans Michael Piper
Studenten 13.746 (WS 2014/15)[1]
Mitarbeiter 2.252 (2013)[1]
davon Professoren 203
Jahresetat 192,3 Mio. € (inkl. Drittmittel) (2013)[1]
Netzwerke Netzwerk Mittelgroße Universitäten
Website www.uni-oldenburg.de
Luftaufnahme der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ist eine staatliche Universität in Oldenburg mit 13.746 Studierenden und 2.252 Mitarbeitern.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftaufnahme des Campus der Universität am Standort Ammerländer Heerstraße
Luftaufnahme des Campus der Universität am Standort Uhlhornsweg
Luftaufnahme des Campus der Universität am Standort Wechloy (Bildmitte links neben der Eisenbahnlinie)

Am 7. März 1793 wurde das Evangelische Lehrerseminar Oldenburg durch Herzog Peter Friedrich Ludwig gegründet. Ein Seminargarten für die Lehrerausbildung wurde 1882 angelegt. Er wurde schrittweise zum Botanischen Garten in seiner heutigen Form ausgebaut. Er ist die einzige Einrichtung in der Lehrerausbildung des Großherzogtums Oldenburg, die bis heute erhalten geblieben ist. Die Ausbildung von Lehrern wurde durch den Landtag des Freistaates Oldenburg am 27. März 1929 durch die Errichtung der Pädagogischen Akademie in Oldenburg weiter verfolgt. Am 1. Oktober 1945 öffnete die Akademie als erste Lehrerausbildungsstätte im Nachkriegsdeutschland und 1948 folgte eine Umbenennung in Pädagogische Hochschule Oldenburg.

Der erste Schritt in Richtung Universität erfolgte am 23. Februar 1959 mit dem Entschluss des Rates, der Stadt eine Universität zu errichten, der am 13. März 1970 mit der Denkschrift zur Gründung der Universität Oldenburg und Osnabrück des niedersächsischen Kultusministers umgesetzt wurde.

Im Rahmen der Reform und Ausweitung des Hochschulsystems am 5. Dezember 1973 gegründet, wurde 1974 der Lehrbetrieb mit 2.400 Studierenden aufgenommen. Die Benennung nach dem Nobelpreisträger und Widerstandskämpfer Carl von Ossietzky lehnten die Landesregierungen unter den Ministerpräsidenten Alfred Kubel und Ernst Albrecht ab. Studierende, Lehrende und andere Mitarbeiter der Universität ließen sich davon jedoch nicht beirren, mit Erfolg: Mit einem Festakt am 13. Oktober 1991 wurde durch den damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder der Name im Einklang mit der Novellierung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes eingeführt.

1984 wurde das Lehrangebot um den Studiengang Informatik erweitert. Seit dem Wintersemester 2007/2008 wird neben Informatik auch Wirtschaftsinformatik als eigenständiger Studiengang angeboten. Die bis 2002 geführten elf Fachbereiche gingen durch Zusammenlegung und Umorganisation in fünf Fakultäten auf.

European Medical School Oldenburg Groningen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität Oldenburg bietet nach einer positiven Stellungnahme des Wissenschaftsrates und einer Finanzierungszusage des Landes zum Wintersemester 2012/13 erstmals ein Studium der Humanmedizin an. Dafür wurde eine medizinische Fakultät aufgebaut, die in enger Kooperation mit der Rijksuniversiteit Groningen in den Niederlanden im Rahmen der European Medical School Oldenburg-Groningen einen durchgängigen 12-semestrigen Modellstudiengang nach den Vorgaben der ärztlichen Approbationsordnung mit dem Abschluss eines Staatsexamen eingerichtet. Studierende aus Groningen können einen Teil des Studiums in Oldenburg absolvieren; Studierende aus Oldenburg verbringen mindestens ein Jahr ihres Studiums in Groningen. In der European Medical School kann auch der niederländische Master of Science in Geneeskunde der Rijksuniversiteit Groningen erworben werden, der nach Europarecht zur Ausübung der ärztlichen Tätigkeit in allen Staaten der Europäischen Union berechtigt.[2]

Fakultäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fakultät I – Bildungs- und Sozialwissenschaften
Institut für Pädagogik
Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik
Institut für Sozialwissenschaften
Department für Informatik
Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften
Institut für Anglistik / Amerikanistik
Institut für Germanistik
Institut für Niederlandistik
Institut für Slavistik
Institut für Kunst und visuelle Kultur
Institut für Materielle Kultur
Institut für Musik
  • Fakultät IV – Human- und Gesellschaftswissenschaften
Institut für Geschichte
Institut für Evangelische Theologie
Institut für Philosophie
Institut für Sportwissenschaft
Institut für Biologie und Umweltwissenschaften (IBU)
Institut für Chemie
Institut für Physik
Institut für Mathematik
Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM)
Department für Humanmedizin
Department für Medizinische Physik und Akustik
Department für Neurowissenschaften
Department für Psychologie
Department für Versorgungsforschung

Gremien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsidium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Präsidium besteht aus dem Präsidenten Hans Michael Piper und vier Vizepräsidenten.

Funktion Name
Präsident Hans Michael Piper
Vizepräsident für Verwaltung und Finanzen Jörg Stahlmann
Vizepräsident für Forschung und Transfer Martin Holthaus
Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung Sabine Kyora
Vizepräsidentin für Wissenschaftlichen Nachwuchs und Internationales Esther Ruigendijk

Hochschulrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hochschulrat besteht aus sieben Personen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur und sind vom Senat der Universität Oldenburg und dem Niedersächsischen Wissenschaftsministerium als Mitglieder des Hochschulrats bestellt worden.

Name Funktion Bemerkung
Jörg Waskönig Vorsitzender des Hochschulrates Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Oldenburg (AGV) und
Geschäftsführer Fa. Waskönig + Walter Kabelwerke
Edeltraud Glänzer Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der
Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE)
Sigrid Metz-Göckel Stellvertretende Vorsitzende Technische Universität Dortmund
Karen Ellwanger Institut für Materielle Kultur
Markus Müller Intendant des Mainzer Staatstheaters
Carsten Mühlenmeier Ministerialdirigent, Leiter Abteilung 2 – Hochschulen im
Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Dorothea Wagner Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für
Theoretische Informatik

Senat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Funktion Liste
Vorsitzender ohne Stimmrecht
Hans Michael Piper Präsident der Universität Oldenburg
Hochschullehrer mit Stimmrecht
Nanna Fuhrhop FK III - Institut für Germanistik Liste demokratische Hochschule
Georg Martin Klump FK VI - Department für Neurowissenschaften Liste demokratische Hochschule
Jürgen Taeger FK II - Department für WiRe Liste demokratische Hochschule
Christiane Thiel FK VI - Department für Psychologie Liste demokratische Hochschule
Christoph Lienau FK V - Institut für Physik Liste Hochschulautonomie
Meinhard Simon FK V - Institut der Chemie und Biologie des Meeres Liste Hochschulautonomie
Paul Mecheril FK I - Pädagogik Liste Universität im Umbruch
Mitarbeitergruppe mit Stimmrecht
Stefanie Mallon FK III - Institut für materielle Kultur Liste 1 Mittelbauinitiative
Andreas Hellmann FK VI - Department für Psychologie Liste 2 Interessenvertretung Mittelbau-
Hochschulautonomie
Studierendengruppe mit Stimmrecht
Dirk Stalhut RCDS
Sarah Camilla Rihl Jusos
MTV-Gruppe mit Stimmrecht
Renke Schütte Fakultät V ver.di
Ute Hermannsen BIS ver.di
Beratende Mitglieder
Jörg Stahlmann Vizepräsident für Verwaltung und Finanzen
Martin Holthaus Vizepräsident für Forschung und Transfer
Sabine Kyora Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung
Esther Ruigendijk Vizepräsidentin für Wissenschaftlichen Nachwuchs und Internationales
Karsten Speck Dekan Fakultät I, Institut für Pädagogik
Christiane Brors Dekanin Fakultät II, Institut für Rechtswissenschaften
Melanie Unseld Dekanin Fakultät III, Sprach- und Kulturwissenschaften
Andrea Strübind Dekanin Fakultät IV, Human- und Gesellschaftswissenschaften
Gabriele Gerlach Dekanin Fakultät V, Institut für Biologie und Umweltwissenschaften
Martina Kadmon Dekanin Fakultät VI, Medizin und Gesundheitswissenschaften
Barbara Moschner Direktorin des Didaktischen Zentrums
Anne Kosfeld Zentrale Gleichstellungsbeauftragte
Katharina Humbert Studierendenschaft OGH
Thomas Geuken Datenschutzbeauftragter
Wilfried Schumann Leiter Psychologischer Beratungsservice
Bernd Wichmann Personalrat ver.di
N. N. Promovierendenvertretung

Center für lebenslanges Lernen (C3L)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

C3L-Gebäude

Das Center für lebenslanges Lernen (C3L) ist ein wissenschaftliches Zentrum der Universität Oldenburg, das sich mit Fragen der Weiterbildung und des lebenslangen Lernens in Forschung und Lehre befasst und forschungsorientierte sowie praxisrelevante Weiterbildungsangebote entwickelt und bereitstellt. Als wissenschaftliches Zentrum mit interdisziplinärer und transdisziplinärer Ausrichtung liegt der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeit des C3L in der Weiterbildung an Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen sowie dem Aufbau von berufsbegleitenden Programmen.

Das C3L bietet u.a. Studiengänge zum Erwerb des Bachelor und des Master an:

Weitere Angebote umfassen eine psychotherapeutische Ausbildungund postgraduale Weiterbildungsprogramme in den Feldern Beratung, Coaching und Konfliktmanagement. Zusätzlich organisiert das C3L die Aktivitäten der Universität Oldenburg im Sinne einer offenen Hochschule, z.B. mit dem Gasthörstudium und dem Hochschulzugang ohne Abitur.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit der Stadtbibliothek der Stadt Oldenburg organisiert die „Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur“ („olfoki“) die alljährlich stattfindende „Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse (KIBUM)“. Die „olfoki“ setzt sich weitgehend aus Mitgliedern der Fakultät III der Universität zusammen.[3]

Die Universität ist Mitglied im Sokrates-/Erasmus-Partnerprogramm, einer Partnerschaft für den Studentenaustausch vieler Universitäten Europas.

Weiterhin werden Beziehungen zu 38 weiteren Universitäten auf fünf Kontinenten gepflegt. Zur Verbesserung von Lehre und Forschung ist die Universität am Verbund Norddeutscher Universitäten beteiligt.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Campus Haarentor, Hörsaalgebäude
Campus Haarentor, Mensa, Universitätsbibliothek
Campus Wechloy
Campus Haarentor, Blick auf den Innenhof

Der größte Standort ist der Campus Haarentor. Anfang der 1960er Jahre wurden die Gebäude der Pädagogischen Hochschule errichtet, die heute noch als Nebengebäude genutzt werden. In den 1970ern wurde die Universität durch zwei Hörsaalbauten und das zentrale Allgemeine Verfügungs-Zentrum (AVZ) erweitert. Am 15. Oktober 1982 verlagerte sich der Zentralbereich durch einen Neubau, der nun Mensa, Bibliothek und Sportzentrum beinhaltet. Das Präsidium der Universität und einige weitere Verwaltungsbereiche sind 1999 in das Ökozentrum in direkter Nähe zur Uni gezogen. 2001 erfolgte die letzte bauliche Erweiterung durch ein Hörsaalzentrum und ein Institutsgebäude.

Der Campus Wechloy wurde zeitgleich mit der Erweiterung des Standortes Uhlhornsweg 1982 errichtet. Dort lehren und forschen die Mitglieder der Fakultät V und z. T. der Fakultät VI. Mit der Einweihung am 10. Oktober 1994 befindet sich dort der Bau des Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM), seit dem 20. September 2002 die Gebäude des Hörzentrums. Darüber hinaus befindet sich auf dem Campus Wechloy die Bereichsbibliothek für die naturwissenschaftlichen Fächer sowie für die Fächer Mathematik und Sport.[4]

Der Botanische Garten stellt auf einer Fläche von ca. 3,7 ha (Standort Philosophenweg) die verschiedenen Klimazonen der Erde dar. Er geht auf das Jahr 1882 zurück, in dem ein Lehrgarten für das Lehrerseminar Oldenburg angelegt wurde. Mehr als 1.000 Arten sind aus der Flora Norddeutschlands zu sehen, ca. 300 verschiedene sukkulente Pflanzen in einem Schaugewächshaus. Neben einem Arznei- und einem Bauerngarten ist auch ein lebendes Hochmoor vorhanden. Neben dem Standort Philosophenweg gibt es den nicht-öffentlichen Standort Küpkersweg. Dieser wurde 1984 in Betrieb genommen und bietet eine Fläche von ca. 1,5 ha. Hier werden Pflanzen angezogen und kultiviert, welche zur Forschung und Lehre aber auch für den öffentlichen Teil des Botanischen Gartens am Philosophenweg dienen sollen.[5] 2007 feierte der Botanische Garten Oldenburg sein 125-jähriges Jubiläum.[6]

Der Standort Wilhelmshaven wurde am 1. Januar 2008 gegründet, als Forschungszentrums Terramare in das Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) integriert wurde.[7]

Schwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Universität wurde in den 1970er Jahren bekannt durch das besondere Konzept der einphasigen Lehrerbildung. Sie zeichnet sich auch heute durch ein starkes Profil in der Lehrerbildung aus. Sie verfügt bei den Studiengängen über alle Lehrämter. Auch die fachdidaktische Lehr-Lernforschung mit dem Promotionsprogramm Didaktische Rekonstruktion (Prodid) genießt hohes Ansehen. Die Carl von Ossietzky Universität hat schon 1995 mit der RÖSA (Regionale ökologische Sachunterrichtslernwerkstatt) eine der ersten universitären Lernwerkstatteinrichtungen gegründet. Weitere besondere Schwerpunkte in der Forschung liegen in der Informatik, der Akustik, den regenerativen Energiequellen mit dem internationalen Studiengang Renewable Energies, der Geschlechterforschung sowie der Neurobiologie. Zudem stellte die Universität mit Beginn des Wintersemesters 2005/2006 sämtliche Studiengänge auf die im Bologna-Prozess projektierten Bachelor- und Master-Studiengänge um. Sie ist damit eine der ersten Universitäten Deutschlands, die diesen Schritt durchführten.

2012 war die Universität im Rahmen der Exzellenzinitiative mit ihrem Exzellenzclusterantrag „Hearing4all“ erfolgreich.[8] Der mit einer Fördersumme von 34 Millionen Euro beantragte Cluster hat das Ziel, die Verbesserung des Sprachverstehens im Störlärm zu erforschen.[9]

An-Institute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An-Institute sind eng mit der Universität verbundene, rechtlich jedoch selbständige Organisationen. Die Universität führt 14 An-Institute an:[10]

Hörzentrum Oldenburg
LTP GmbH
OFFIS
  • BKGE – Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
    Das 1989 gegründete Institut gehört zum Geschäftsbereich des Kulturstaatsministers und berät die Bundesregierung in allen Fragen, die Kultur und Geschichte deutscher Minderheiten in Osteuropa betreffen.
  • ecco ecology + communication Unternehmensberatung GmbH[11]
    ecco berät Firmen in den Bereichen Management, Marketing und Kommunikation und kooperiert eng mit den Lehrstühlen der Betriebswirtschaftslehre von Reinhard Pfriem und Thorsten Raabe.
  • Express Fonds Nordwest
  • Hörzentrum Oldenburg
    Das 1996 vom Physiker Birger Kollmeier und dem Evangelischen Krankenhaus Oldenburg gegründete Institut beschäftigt sich mit Anwendungen der Akustik für medizinische Anwendungen, insbesondere der Hörgeräte-Entwicklung.
  • ibe – Wolfgang Schulenberg-Institut für Bildungsforschung und Erwachsenenbildung e.V.
    Das 1986 von der Universität und Verbänden der Niedersächsischen Erwachsenenbildung gegründete Institut dient der Fortentwicklung der Erwachsenenbildung durch Kooperationen mit der Wirtschaft, der Qualifizierung für neue Technologien und der Qualitätssicherung. Daneben wird ein Archiv zur Geschichte der Erwachsenenbildung aufgebaut.
  • INS – Integration durch Sport und Bildung e.V.
  • IÖB – Institut für Ökonomische Bildung GmbH
    Das Institut fördert die ökonomische Bildung an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland und in Ländern in Mittel- und Osteuropa. Dies schließt die Lehrer-Fort- und Weiterbildung ein.
  • ISN – Institute for Science Networking GmbH
    Das ISN fördert die Vernetzung von wissenschaftlichen Informationen, auch durch Entwicklung und Betrieb von Fachinformationsportalen im Internet.
  • itap – Institut für technische und angewandte Physik GmbH.
    Der Schwerpunkt der Arbeit dieses Instituts ist die technische Akustik, wozu Immissionsschutz, Bau- und Raumakustik, entsprechende Messtechnik und Schalluntersuchungen bei der Nutzung der Windenergie gehören.
  • Next Energy – EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V.
  • LTP – Laboratory for Thermophysical Properties GmbH
    Die 1999 gegründete LTP GmbH befasst sich mit der Messung von thermophysikalen Stoffeigenschaften für die chemische Industrie. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit dem Lehrstuhl für Technische Chemie (bis 2012 Jürgen Gmehling) am Institut für Chemie.
  • OFFIS – Institut für Informatik
  • Parisi Photovoltaik GmbH
  • Sophie Drinker Institut für musikwissenschaftliche Frauen- und Geschlechterforschung
    Die Arbeit dieses Instituts umfasst die Erfassung wissenschaftlicher Literatur und deren Bereitstellung als Quellensammlung. Das Institut wird von Freia Hoffmann geleitet.

Kulturprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Studentenwerk Oldenburg betreibt seit 1985 das UNIKUM und Unitheater. Seit dem Juli 1997 nutzt die zu dem Zeitpunkt Gegründete Oldenburger Universitäts Theater GmbH (OUT) das UNIKUM. Studentische und freie Theatergruppen sind in ihr organisiert.

Seit 1993 zeigt das studentische Kino Gegenlicht Filmvorführungen in der Alten Aula, im Sommersemester auch auf dem Campus als Freiluftaufführungen. 2001 entstanden als ein weiteres Projekt die Oldenburger Kurzfilmtage zwergWERK.

Mensen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Studentenwerk Oldenburg betreibt sowohl auf dem Campus Uhlhornsweg als auch auf dem Campus Wechloy je eine Mensa. Die Mensen sind seit Januar 2004 nach der EG-Öko-Verordnung mit dem BIO-Siegel zertifiziert. In der Hauptmensa am Uhlhornsweg stehen jeden Tag vier verschiedene Gerichte, teilweise selbst zusammenstellbar, zur Auswahl. Zusätzlich bietet das „Culinarium“ eine Auswahl an qualitativ hochwertigen, selbst zusammenstellbaren Gerichten zu etwas höheren Preisen an.

Nachdem die Mensa am Uhlhornsweg 2001 in den Umfragen der Zeitschrift UNICUM für Geschmack noch den ersten Platz belegte und in der Gesamtbewertung auf dem zweiten Platz landete, ist die Essenausgabe des Studentenwerks in der Umfrage 2005 nunmehr beim Geschmack auf dem vierzehnten und im Gesamtergebnis auf dem zwanzigsten Platz zu finden. Im Jahr 2008 schaffte es die Mensa am Uhlhornsweg wieder auf den zweiten Platz der Gesamtwertung und wurde Sieger im Bereich Geschmack.[12]

Zusätzlich zu den Mensen betreibt das Studentenwerk am Uhlhornsweg eine Cafeteria. In Wechloy nimmt die Mensa außerhalb der Essensausgabezeiten diese Funktion ein.

Verfasste Studierendenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Teilkörperschaft des öffentlichen Rechts ist die Verfasste Studierendenschaft im Rahmen der studentischen Selbstverwaltung die Vertretung aller eingeschriebenen Studierenden gegenüber der Hochschule, der Hochschulleitung und der Öffentlichkeit. Die Studierendenschaft in Oldenburg, vertreten durch den AStA, nimmt – neben einem breiten Spektrum an politischen Aktionen – die Verwaltung des Semestertickets, des Eltern-Kind-Raums, die Aufgaben der Bafög-Beratung, der Darlehensvergabe und die gemeinschaftliche Anschaffung von ökologischem Studienbedarf (Schreibwaren, Druckerpatronen, Druckerpapier und mehr) wahr. Darüber hinaus wird vom AStA jährlich der Autofreie Hochschultag und – in Zusammenarbeit mit der Hochschulleitung und weiteren Teilorganen – das Internationale Sommerfest organisiert.

Studierendenparlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

StuPa-Wahl 2016[13][14]
Wahlbeteiligung: 15,13 %
 %
40
30
20
10
0
35,44 %
19,59 %
20,08 %
18,73 %
6,15 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2015
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-12,46 %p
-7,21 %p
+1,49 %p
+12,03 %p
+6,15 %p
Anmerkungen:
a RCDS – ES IST DEINE UNI!
b Uni Divers – Grüne Unabhängige Mitte
c Offene Grüne Hochschulgruppe
d Juso-Hochschulgruppe - Sozial.Demokratisch.Offen.
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
9
9
10
3
18
10 18 
Von 49 Sitzen entfallen auf:

An der Wahl zum Studierendenparlament vom 11. bis zum 15. Januar 2016 nahmen 2.240 von 14.628 wahlberechtigten Studierenden teil. Um die 50 Sitze im Studierendenparlament bewarben sich der Ring Christlich-Demokratischer Studenten, die Uni Divers – Grüne Unabhängige Mitte, die Offene Grüne Hochschulgruppe, die Juso-Hochschulgruppe und Die LISTE. Die Liste der Offenen Grünen Hochschulgruppe umfasste nur 9 Kandidatinnen und Kandidaten, sodass das Studierendenparlament in der Periode 2016/2017 nur 49 statt 50 Sitze umfasst. Das Wahlergebnis wurde in der konstituierenden Sitzung am 20. April festgestellt.

Der RCDS ist erneut stärkste Kraft, hat allerdings 12,46 % verloren und nun noch 18 Sitze. Mit 20,08 % ist die OGH zweitstärkste Kraft, kann aber nur neun der zehn Sitze ausfüllen, mit starken Verlusten auf dem dritten Platz liegt die GUM, die allerdings mit zehn Sitzen die zweitstärkste Fraktion bildet. Die 2015 erstmals angetretene Juso-Hochschulgruppe hat ihr Ergebnis von 2015 verdreifacht und sitzt nun mit 9 Abgeordneten im Studierendenparlament. Erstmals angetreten ist Die Liste, die mit 6,15 % drei Sitze erreicht.

Allgemeiner Studierendenausschuss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Offene Grüne Hochschulgruppe, die Uni Divers - Grüne Unabhängige Mitte und die Juso-Hochschulgruppe haben sich auf eine Koalition für den AStA geeinigt.

Das Studierendenparlament hat folgende Referenten gewählt:

Referat oder Amt Name Liste
Sprecher Katharina Corleis
Vanessa Puzio
Katharina Humbert
GUM
Juso-HSG
OGH
Referat für Finanzen Holger Robbe GUM
Referat für Geflüchtete Studierende Haiko Meents Juso-HSG
Referat für Öffentlichkeitsarbeit Lynn Kaiser OGH
Referat für Antirassismus Torsten Puschmann Juso-HSG
Referat für Semesterticket und Verkehr Hannes Baumgärtner OGH
Referat für Kultur und Sport Jannes Schmacker GUM
Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit Pierre Monteyne OGH
Referat für Wohnen Sarah Rihl Juso-HSG
Referat für Externe Hochschulpolitik René Bloch OGH
Referat für Interne Hochschulpolitik Jaro Ehlers GUM
Referat für Studieren mit Kind Anja Ebert GUM
Referat für Semesterticketerstattung Leonie Eglau
Yvonne Röbcke
Juso-HSG
GUM
Referat für politische Bildung Tobias Rahner Juso-HSG

Autonome Referate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Satzung der Studierendenschaft sieht neben anderen Organen auch die folgenden Referate vor:

  • Autonomes Referat für behinderte und chronischkranke Studierende (BeRef)
  • Autonomes Feministisches Referat (FemRef)
  • Autonomes Schwulenreferat (SchwuRef)
  • Hochschulgruppe ausländischer SchudentInnen (HGAS)

Die autonomen Referate sind kein Teil des AStA, er hat aber die Aufgabe für die Ausführung ihrer Haushaltsmittel zu Sorgen. Neben den autonomen Referaten gibt es ein unhabhängiges Fachschaftenreferat, das Teil des AStA ist, aber unabhängig arbeitet.

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Carl von Ossietzky Universität vergibt jedes Jahr den nach dem deutschen Nobelpreisträger benannten Klaus-von-Klitzing-Preis für besonders engagierte Lehrpersonen in den Naturwissenschaften in Kooperation mit der EWE-Stiftung. Das Preisgeld beträgt 15.000 Euro, davon müssen 10.000 Euro für ein schulisches Projekt verwendet werden.
  • Die Universität verleiht jährlich zum Tag der Chemie an Schüler umliegender Schulen den Angelus Sala-Preis. Mit diesem Preis werden Schüler ausgezeichnet, die im Fach Chemie herausragende schulische Leistungen in der 10. Klasse vollbracht haben. Er wurde nach dem Arzt und Naturwissenschaftler Angelo Sala benannt.
  • Der AStA/das Ökologiereferat des AStA erhielt 1998 den Oldenburger Umweltschutzpreis für die Initiierung des Semestertickets, welcher mit einem Sachpreis in Höhe von 1000 DM honoriert wurde.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rainer Rheude: Kalter Krieg um Ossietzky: Warum die Universität Oldenburg fast 20 Jahre lang um ihren Namen streiten musste. Ein Namensstreit in Oldenburg. Ed. Temmen, Bremen 2009, ISBN 978-3-8378-4011-7.
  • Hilke Günther-Arndt/Klaus Klattenhoff/Friedrich Wißmann: Vom Seminar zur Universität 1793-1993. 200 Jahre Lehrerbildung in Oldenburg, Oldenburg (Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg) 1993, ISBN 3-8142-0422-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Zahlen und Fakten, abgerufen am 14. Februar 2015.
  2. http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/10345-10.pdf
  3. Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur OLFOKI: Verzeichnis der Mitglieder der Forschungsstelle
  4. ibit.uni-oldenburg.de: Bereichsbibliothek Wechloy. Stand: 24. November 2008.
  5. botgarten.uni-oldenburg.de: Standort Küpkersweg. Stand: 24. April 2003.
  6. botgarten.uni-oldenburg.de: Geschichte. Stand: 4. Juni 2008.
  7. http://www.nwzonline.de/wilhelmshaven/jadestadt-wird-universitaetsstadt_a_3,1,261794016.html
  8. Ergebnisse der Exzellenzinitiative für Spitzenforschung an Hochschulen.
  9. Pressemitteilung der Universität Oldenburg zur Exzellenzinitiative.
  10. An-Institute an der CvOU.
  11. "ecco ecology + communication An-Institut der Universität Oldenburg".
  12. Mensa des Jahres 2008.
  13. http://stupa-oldenburg.de/wp-content/uploads/2015/06/Wahlergebnis_StuPa_2016.pdf
  14. http://stupa-oldenburg.de/wp-content/uploads/2015/05/Wahlergebnis.pdf

Koordinaten: 53° 8′ 52″ N, 8° 10′ 56″ O