Südarmee (Japanisches Kaiserreich)

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Südarmee
1938 terauchi hisaichi.jpg
Feldmarschall (Gensui) Terauchi Hisaichi (rechts), Befehlshaber der Südarmee.
Aktiv 6. November 1941 bis 31. August 1945
Land JapanJapan Japanisches Kaiserreich
Streitkräfte JapanJapan (Kriegsflagge) Kaiserlich Japanisches Heer
Truppengattung Infanterie
Typ Heeresgruppe
Unterstellung Daihon’ei
Stationierungsort Saigon
Schlachten Zweiter Weltkrieg

Die Südarmee (jap. 南方軍, Nampō-gun) war eine Hauptarmee (Heeresgruppe) des Kaiserlich Japanischen Heeres während des Pazifikkriegs im Zweiten Weltkrieg. Ihr Tsūshōgō-Code (militärischer Tarnname) war Autorität (, i) oder i1160[1], manchmal auch NA.[2]

Daten[Bearbeiten]

Die Südarmee wurde am 6. November 1941 als Teil des Kaiserlichen Heeres aufgestellt und unterstand dem Daihon’ei. Anfangs bestand sie aus mehreren untergeordneten Einheiten, unter ihnen einige Regionalarmeen, wie die 14. Regionalarmee (Gen. Yamashita Tomoyuki) und die 18. Regionalarmee (Gen. Nakamura Aketo), und mehreren Armeen, wie die 18. Armee (Gen. Adachi Hatazō) und die 15. Armee (Gen. Iida Shōjirō). Die Südarmee stand unter dem Kommando von Feldmarschall Terauchi Hisaichi und ihr Zentralhauptquartier war in Saigon. Ihre Aufgabe war es, bei der japanischen Invasion Südostasiens 1942, Burma, Thailand, Indochina, Borneo, die Philippinen, Neuguinea, die Salomonen und weitere kleinere Inselstützpunkte im Pazifik einzunehmen und zu verteidigen. Fast alle Einheiten dieser Armee wurden in den Kämpfen 1943 bis 1945 von den alliierten Truppen in Burma, Neuguinea, den Philippinen und im Pazifik aufgerieben. Die Armee wurde am 31. August 1945 nach der Kapitulation Japans aufgelöst.

Kommandeure[Bearbeiten]

  • 6. November 1941 – 31. August 1945: Feldmarschall Terauchi Hisaichi

Untergeordnete Einheiten[Bearbeiten]

Westpazifik:

Burma:

Malaysia, Singapur, Sumatra:

Philippinen:

Thailand:

Neuguinea und Salomonen

Borneo

Niederländisch-Indien

Französisch-Indochina

(*) Divisionen, die Armeen zugeordnet waren sind nicht aufgeführt, da die Zusammenstellung der jeweiligen Armee, je nach Einsatzzweck, variierte.

Literatur[Bearbeiten]

  • John Underwood: „The Japanese Order of Battle in World War II, Vol I” The Nafziger Collection, Inc., 1999, ISBN 978-1-5854-5044-2
  • Victor Madej: „Japanese Armed Forces Order of Battle 1937-1945, Volume I+II, Game Marketing Company, 1981
  • Gordon Rottman: „Japanese Army in World War II (The South Pacific and New Guinea, 1942–43)”, Osprey Publishing, ISBN 978-1-8417-6870-0

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rottman, S. 13
  2. Japanischer Wikipedia-Artikel über die Südarmee
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Yamashita der Familienname, Tomoyuki der Vorname.