SHW Casting Technologies

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SHW Casting Technologies
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 2002
Sitz Aalen, Deutschland
Leitung Markus Hüter
Mitarbeiter 330
Branche Maschinenbau, Gießerei
Website www.shw-ct.de

Die SHW Casting Technologies GmbH & Co. KG ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Aalen-Wasseralfingen. Die Firma entstand aus dem Gießerei-Segment der ehemaligen Schwäbischen Hüttenwerke. Heute besteht die SHW Casting Technologies aus den Werken in Aalen-Wasseralfingen, Königsbronn und Torrington (USA). Neben der Herstellung von Großmotorengehäusen und Walzen unter anderem für die Papierindustrie, werden auch Komponenten für die Energieerzeugung gefertigt.

Geschichte der Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Königsbronn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen Ursprung führt das Werk Königsbronn auf eine Urkunde Kaiser Karls IV. aus dem Jahre 1365 zurück, mit welcher dem Grafen Ulrich d.J. von Helfenstein das Lehen auf alles eysenwerk in dessen Herrschaftsgebiet erteilt wird, mit dem Recht Mühlen und Hämmer an Brenz und Kocher anzulegen. Doch nur ein Jahr später schränkt er dies wieder ein, indem er dieses Privileg für den Zahnberg bei Königsbronn dem dortigen Zisterzienserkloster bestätigt, das auf ein älteres Recht gepocht hatte. Die Zisterziensermönche waren es dann auch, die in der Folge eine vor-industrielle Eisenbearbeitung und später -gewinnung aufgezogen haben.1) Ist dies auch erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erfolgt, so lässt sich die Praktizierung dieser Technologien im Brenztal viel früher nachweisen. Daher rührt der Anspruch des Werkes der älteste Industriebetrieb in Deutschland zu sein.

In 1557 erfolgte der erste Branchenzusammenschluss: Herzog Christoph von Württemberg führte alle Hütten seines Herrschaftsgebietes zusammen. Mit der Krönung von Friedrich I. wurde das Werk Königsbronn dann zur „Königlichen Gießerei“.

1582 wurden die „Eisenwerke“ in Königsbronn und Itzelberg an die Brenztaler Werke verpachtet. Im Jahr 1598 zahlte Herzog Friedrich I. seine Mitgesellschafter aus. Damit wurden alle Hütten im Brenz- und Kochertal in herzoglichem Besitz und unter einheitlicher Leitung zusammengeführt.

Der erste Kokillenguss ist auf das Jahr 1665 datiert. In Kokillen gegossene Walzen werden in Königsbronn seit 1832 gefertigt, nur drei Jahre später – 1835 – wurde die erste Papierkalanderwalze ausgeliefert. Seither hat sich das Königsbronner Werk auf dieses Produkt spezialisiert. Mehr als 75 000 Walzen wurden seit 1835 im Kokillenguss produziert.

1)Manfred Thier, Geschichte der Schwäbischen Hüttenwerke, 1365 – 1802, Verlag: Heimat und Wirtschaft, Aalen und Stuttgart 1965, S. 1 ff

Wasseralfingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werk Wasseralfingen

Im Jahre 1671 entstand am Fuße des Braunenberges wegen des dortigen Erzreichtums der Hochofen in Wasseralfingen. Im folgenden Jahrhundert beschäftigt Wasseralfingen bis zu 2.000 Mitarbeiter in der Hüttenindustrie. 1803 fällt das Schmelzwerk Wasseralfingen durch Säkularisation der fürstprobstlich-ellwangerischen Gebiete an den württembergischen Staat. Drei Jahre später übernimmt das württembergische Königshaus die Eisenwerke. Die württembergischen Hüttenwerke erhalten den Titel „Königlich württembergische Hüttenwerke“. Davon ist auch die Krone auf dem Logo der SHW Casting Technologies GmbH abzuleiten. 1841 stellt man in Wasseralfingen die erste Dampfmaschine auf. Als erstes Unternehmen in Deutschland folgt im Jahr 1876 die erste Grubenbahn im Land. Die „Wasseralfinger Öfen“ sind mittlerweile weltbekannt. Bedeutende Bauwerke, wie der Stuttgarter Pavilion am Schlossplatz, wurden in Wasseralfingen gefertigt.

Im Jahre 1921 erfolgte ein weiterer Schritt in der Fortentwicklung: die Zusammenführung von Erz und Kohle. Die königlich württembergischen Hüttenwerke und die Gutehoffnungshütte Oberhausen (heute MAN AG) gründen die Schwäbischen Hüttenwerke. Die MAN AG in München sowie die Landesstiftung Baden-Württemberg hielten bis 2005 die Firmenanteile zu je 50 %.

Zusammenlegung der Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 wurde die SHW Casting Technologies GmbH gegründet, welches die traditionsreichen Gießereien Königsbronn und Wasseralfingen sowie das Werk in Torrington umfassten. In 2005 kam es zu einem Management-Buy-Out, woraus die CT Gruppe entstand. In 2006 wurden die Heidenheimer Gießerei und die Caterpillar Gießerei in Kiel als weitere Unternehmen in die Gruppe mit aufgenommen.

Die SHW Casting Technologies GmbH musste im April 2013 Insolvenz anmelden. Im Zuge der Insolvenz ist die Gießerei in Kiel im August 2013 an seinen vorherigen Eigentümer Caterpillar zurückgegangen. Die Heidenheimer Gießerei wurde zum Jahresende 2013 geschlossen. Das Werk in Torrington (USA) wurde Mitte 2016 verkauft.

Im Juli 2015 wurde die SHW Casting Technologies in eine GmbH & Co. KG umgewandelt und gehört seitdem der Restart GmbH & Co. KG aus Bad Kreuznach. Die Insolvenz gilt somit als beendet. Die Produktion wird in den Werken Wasseralfingen, Königsbronn fortgesetzt. Das Werk in Torrington (USA) wurde Mitte 2016 verkauft.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]