Sabine Haag

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Sabine Haag (2012)

Sabine Haag (* 28. Februar 1962 in Bregenz) ist eine österreichische Kunsthistorikerin. Seit 2009 ist sie Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums in Wien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sabine Haag studierte von 1981 bis 1989 Anglistik, Amerikanistik und Kunstgeschichte in Innsbruck und Wien. 1990 begann sie ihre Tätigkeit als Kuratorin in der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums in Wien. 1995 promovierte sie mit der Arbeit „Zur Elfenbeinskulptur des 17. Jahrhunderts. Vorarbeiten für einen systematischen Katalog der Elfenbeinarbeiten des Kunsthistorischen Museums Wien“. Außerdem war sie Kuratorin mehrerer Ausstellungen und 2006 an der Untersuchung und Restaurierung der Saliera beteiligt. Spezialgebiet ihrer kunsthistorischen Arbeit sind Kunstwerke aus Bernstein und Elfenbein. Außerdem ist sie Autorin und Herausgeberin mehrerer Schriften über die Sammlungsgeschichte der Kunstkammer Wien sowie bedeutende Exponate des Museums.[1]

Am 1. Dezember 2007 wurde sie zur Direktorin der Kunstkammer sowie der Weltlichen und Alten Geistlichen Schatzkammer berufen und leitete deren Neugestaltung. Seit dem 1. Jänner 2009 ist sie Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums in Wien und damit Nachfolgerin von Wilfried Seipel. Als wissenschaftlicher Geschäftsführerin (bis Ende 2018) steht ihr mit Paul Frey ein kaufmännischer Geschäftsführer zur Seite. Im Sommer 2017 wurde die Entscheidung von Kanzleramtsminister Thomas Drozda bekannt, Eike Schmidt als Nachfolger Sabine Haags zu berufen.[2] Die Amtsübergabe soll im zweiten Halbjahr 2019 stattfinden.[3]

Ende 2017 wurde Sabine Haag auch zur Präsidentin der österreichischen UNESCO-Kommission ab Februar 2018 bestellt.[4]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • als Herausgeberin mit Elke Oberthaler und Sabine Pénot: Vermeer – Die Malkunst. Spurensicherung an einem Meisterwerk. = Vermeer, the art of painting. Residenz-Verlag, St. Pölten u. a. 2010, ISBN 978-3-7017-3187-9.
  • als Herausgeberin et al.: Dürer – Cranach – Holbein. Die Entdeckung des Menschen. Das deutsche Porträt um 1500. Hirmer, München 2011, ISBN 978-3-7774-3701-9.
  • als Herausgeberin und Autorin des Vorwortes: Daniel Uchtmann: Blumenpracht in der Kunst. 38 Werke aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien. Brandstätter, Wien 2011, ISBN 978-3-85033-550-8 (In englischer Sprache als: Floral splendour in the arts. Thirty-eight works from the Kunsthistorisches Museum in Vienna. ebenda 2011, ISBN 978-3-85033-579-9).
  • als Herausgeberin: Schaurig schön. Ungeheuerliches in der Kunst (= Intermezzo. 03). Brandstätter u. a., Wien 2011, ISBN 978-3-85033-544-7.
  • als Herausgeberin mit Franz Kirchweger: Die Kunstkammer. Die Schätze der Habsburger. Brandstätter, Wien 2012, ISBN 978-3-85033-661-1.
  • als Herausgeberin mit Ronald de Leeuw und Christoph Becker: Wintermärchen. Winterdarstellungen in der europäischen Kunst von Bruegel bis Beuys. Dumont, Köln 2011, ISBN 978-3-8321-9393-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wer ist Sabine Haag? In: DiePresse.com vom 11. Juni 2008.
  2. ORF-Meldung zu Sabine Haag vom 1. September 2017
  3. ORF-Meldung zu Eike Schmidt vom 1. September 2017
  4. Haag wird neue Chefin von Österreichs UNESCO-Kommission auf ORF vom 13. Dezember 2017 abgerufen am 13. Dezember 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sabine Haag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien