Sabine Hering

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Sabine Hering

Sabine Hering (geboren 7. August 1947 in Hamburg) ist eine deutsche Soziologin, Erziehungswissenschaftlerin und Wohlfahrtshistorikerin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sabine Hering studierte Soziologie, Linguistik und Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg und wurde 1973 promoviert. Ihre wissenschaftliche Laufbahn begann an der Eberhard Karls Universität Tübingen und danach von 1975 bis 1984 an der Gesamthochschule Kassel, wo sie mit Kolleginnen 1983 das Archiv der deutschen Frauenbewegung – heute Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung – gründete. Nach einigen Jahren freiberuflicher Tätigkeit, u.a. bei der Bundeszentrale für politische Bildung, habilitierte sie sich im Jahre 1989 an der TU Berlin mit einer Arbeit über die Frauenbewegung im Ersten Weltkrieg. Nach einer Vertretungsprofessur 1991/92 an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main war sie von 1993 bis 2012 Professorin an der Universität Siegen mit den Schwerpunkten Sozialpädagogik, Gender und Wohlfahrtsgeschichte, unterbrochen von einer Vertretungsprofessur in den Jahren 2000/2001 an der Freien Universität Berlin. Von 2006 bis 2010 war sie Direktorin des Kompetenzzentrums der Universität Siegen, Sprecherin des Zentrums für Gender Studies (Gestu_S) und Prorektorin für Studium und Lehre.

Seit Herbst 2012 lebt sie im Ruhestand in Potsdam. Ihre derzeitigen Arbeitsschwerpunkte sind:

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Was ist Soziale Arbeit? Traditionen – Widersprüche – Wirkungen., Opladen: Verlag Barbara Budrich, 2013
  • Geschichte der sozialen Arbeit – Eine Einführung. und Ein Quellenband, Weinheim: Juventa Verlag, 2013, (5.) (mit Richard Münchmeier)
  • Die Gründung und die Gründer – 40 Jahre Universität Siegen., Siegen. Universi, 2012
  • Social Care under State Socialism (1945-1989) - Ambitions, Ambiguities, and Mismanagement., Opladen: Verlag Barbara Budrich, 2009
  • Sorge um die Kinder – Beiträge zur Geschichte von Kindheit, Kindergarten und Kinderfürsorge., Weinheim: Juventa, 2007 (mit Wolfgang Schröer)
  • Bürgerschaftlichkeit und Professionalität – Wirklichkeit und Zukunftsperspektiven Sozialer Arbeit., Wiesbaden: VS Verlag, 2007
  • "Leicht hatten wir es nicht" - Siegerland und Wittgenstein im Spiegel von Lebensgeschichten im 20. Jahrhundert., Siegen: Vorländer, 2007 (mit Gerhard Mahlich)
  • Jüdische Wohlfahrt im Spiegel von Biographien., Frankfurt am Main: FH Verlag, 2006
  • Das verwahrloste Mädchen’ – Diagnostik und Fürsorge in der Heimerziehung zwischen Kriegsende und Reform (1945-1965)., Opladen: Verlag Barbara Budrich, 2006 (mit Eva Gehltomholt)
  • Guardians of the Poor – Custodians of the Public. History of Eastern European Welfare History, (in deutsch und englisch)., Opladen: Verlag Barbara Budrich, 2006 (mit Berteke Waaldijk)
  • Das BDM-Werk „Glaube und Schönheit“. Die Organisation junger Frauen im Nationalsozialismus., Opladen: Leske und Budrich, 2004, 2. Auflage (mit Kurt Schilde)
  • Toleranz – Weisheit, Liebe oder Kompromiß? Multikulturelle Diskurse und Orte., Opladen: Leske und Budrich, 2004
  • ‚Liebe allein genügt nicht’ – Historische und systematische Dimensionen der Sozialpädagogik., Opladen 2004 (mit Ulrike Urban)
  • Die Rote Hilfe. Die Geschichte der internationalen Wohlfahrtsorganisation und ihrer sozialen Aktivitäten in Deutschland 1921 – 1941., Opladen: Leske und Budrich, 2003 (mit Kurt Schilde)
  • Die Geschichte der Sozialen Arbeit in Europa (1900-1960). Wichtige Pionierinnen und ihr Einfluss auf die Entwicklung internationaler Organisationen., Opladen: Leske und Budrich, 2002
  • Wegbereiterinnen der modernen Sozialarbeit. Texte und Biographien zur Entwicklung der Wohlfahrtspflege, Weinheim: Juventa, 1999, (mit Maike Eggemann).
  • Wohin führt der lange Marsch? Die politische Erwachsenenbildung der 68er. Gespräche., Frankfurt am Main: Dipa Verlag, 1996 (mit H.G. Lützenkirchen)
  • Anders werden. Die Anfänge der politischen Erwachsenenbildung in der DDR. Gespräche., Berlin: Overall Verlag, 1995, (mit HG Lützenkirchen).
  • Die Kriegsgewinnlerinnen – Praxis und Ideologie der deutschen Frauenbewegung im Ersten Weltkrieg., Pfaffenweiler: Centaurus, 1992. ISBN 978-3-89085-368-0
  • Wegweiser. Die politische Erwachsenenbildung nach dem Kriege., Bonn: BpB, 1992, (mit H.G. Lützenkirchen)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elke Kruse/Evelyn Tegeler (Hg.): Weibliche und männliche Entwürfe des Sozialen. Festschrift für Sabine Hering. Opladen: Verlag Barbara Budrich, 2007

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]