Salvatorianer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Salvatorianer (zu Ehren des Salvator Mundi) sind eine katholische Ordensgemeinschaft, die sich in drei Zweige – Ordensmänner, Ordensfrauen und Laien – unterteilt. Der offizielle Name der den Jesuiten nahestehenden Salvatorianer ist Societas Divini Salvatoris (Gesellschaft des Göttlichen Heilandes, Ordenskürzel: SDS), der der Salvatorianerinnen Sorores Divini Salvatoris (Schwestern des Göttlichen Heilandes) und jener der LaiensalvatorianerInnen International Community of the Divine Savior (Internationale Gemeinschaft des Göttlichen Heilandes).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1881 wurden die Salvatorianer von Franziskus Maria vom Kreuze Jordan (1848–1918) gegründet, der 1888 auch, zusammen mit Freifrau Therese von Wüllenweber (1833–1907), den Orden der Salvatorianerinnen ins Leben rief. Maria-Theresia von Wüllenweber wurde 1968 von Papst Paul VI. unter dem Ordensnamen Mutter Maria von den Aposteln seliggesprochen.

Generaloberer des Ordens ist Milton Zonta.

Die deutsche Ordensprovinz wurde 1930 in zwei Provinzen geteilt, die 2009 unter dem Provinzial Leonhard Berchtold mit Sitz in München wiedervereinigt wurde.

Im April 2018 gab es in Deutschland 59 Salvatorianer an acht Orten. Während die Niederlassungen in München-Laim, Berlin-Schmargendorf, Steinfeld (Kall) und Bad Wurzach erhalten bleiben, sollen jene in Lochau (Vorarlberg), Münster-St. Gottfried, Maria Steinbach und Stuttgart-Giebel aufgelöst werden. „Einen besonderen Status als Projekt hat die Niederlassung in Gurtweil/Waldshut, dem Geburtsort von Pater Franziskus Jordan, dem Gründer der Salvatorianer. Über die langfristige Perspektive dieser Niederlassung muss noch gesondert entschieden werden.“[1]

Salvatorianerinnen sind in Deutschland in Kerpen-Horrem, Bad Wurzach, Berlin-Waidmannslust, Grevenbroich, Mönchengladbach-Neuwerk, Passau, Steinfeld (Kall), Stralsund, Warburg und Everswinkel präsent.[2]

Weltweit gibt es 1250 Salvatorianerinnen in 30 Ländern, etwa 1200 Salvatorianer und 1300 Salvatorianische Laien.[3]

Generalsuperiore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1881–1915 Franziskus Maria vom Kreuze Jordan
  • 1915–1945 Pankratius Pfeiffer
  • 1945–1947 Facundus Peterek
  • 1947–1953 Franz Emmenegger
  • 1953–1965 Bonaventura Schweizer
  • 1965–1969 Maurinus Rast
  • 1969–1975 Earl Donald Skwor
  • 1975–1987 Gerard Rogowski
  • 1987–1993 Malachy McBride
  • 1993–1999 Karl Hoffmann
  • 1999–2013 Andrzej Urbański
  • 2013–0000 Milton Zonta

Spiritualität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Salvatorianer lassen sich in ihrer Spiritualität von dem Geistlichen Tagebuch ihres Gründers, Pater Jordan, inspirieren. Besondere Bedeutung und Grundbaustein der Ordensregel ist ein Satz aus dem Johannesevangelium, dessen Umsetzung die Salvatorianer zum Ziel haben: „Das ist das ewige Leben: Dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den Du gesandt hast.“ (Joh 17,3.) Pater Jordan begann sein Geistliches Tagebuch mit dem Motto: „Alles zur größeren Ehre Gottes und zum Heil der Seelen“. Die Salvatorianer wollen Jesus Christus als den Heiland der Welt verkünden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Salvatorianer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Männerzweig
Frauenzweig
Laiengemeinschaft
Johann Baptist Jordan

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zukunftsplanung der Salvatorianer in Deutschland: Salvatorianer planen für die Zukunft – Auflösung von Niederlassungen. Pressemitteilung der Salvatorianer in Deutschland, 7. April 2018, abgerufen am 11. April 2018.
  2. Wo sind wir? Standorte Deutschland. Provinzialat der deutschen Provinz der Salvatorianerinnen, abgerufen am 11. April 2018.
  3. Wo sind wir? Provinzialat der deutschen Provinz der Salvatorianerinnen, abgerufen am 11. April 2018.