Sarah Diehl

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Sarah Diehl (* 1978 in Bad Camberg-Erbach) ist eine deutsche Publizistin, Autorin, Kulturwissenschaftlerin und Dokumentarfilmemacherin. Sie arbeitet seit 2004 zum Thema internationale reproduktive Rechte von Frauen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarah Diehl lebt in Berlin. Sie ist Diplom-Museologin, Magister in Afrikawissenschaften und Gender Studies. Im Verbrecher Verlag, Berlin, hat sie bei der Herausgabe verschiedener Anthologien (Kreuzbergbuch, Mittebuch und Neuköllnbuch) mitgearbeitet. Außerdem ist sie Herausgeberin von Brüste Kriegen (Verbrecher Verlag, 2004), eine Sammlung von Beiträgen, wie Mädchen lernen, mit körperlichen Veränderungen umzugehen. 2007 erschien im Alibri Verlag die von ihr herausgegebene Anthologie Deproduktion - Schwangerschaftsabbruch im internationalen Kontext; daneben schrieb sie Kurzgeschichten und journalistische Arbeiten in diversen Publikationen.

2008 stellte Sarah Diehl ihren Dokumentarfilm Abortion Democracy - Poland/South Africa über die Veränderungen in den Abtreibungsgesetzen in Südafrika und Polen und deren Auswirkungen auf die Lebensrealität von Frauen fertig.[1] Der Film erhielt 2009 beim XXIV. Black International Cinema Filmfestival in Berlin den Preis für den besten Film eines deutschen Filmemachers.[2] Sie arbeitet an einem weiteren Dokumentarfilm Pregnant Journeys über Frauen, die sich in Europa, Afrika und Lateinamerika helfen, Zugang zu einem sicheren Schwangerschaftsabbruch zu bekommen.[3]

Im September 2012 erschien Ihr Debütroman Eskimo Limon 9, in dem sie die Geschichte einer israelischen Familie erzählt, die es aus beruflichen Gründen in die hessische Provinz verschlägt.[4][5]

2014 erschien ihr Sachbuch Die Uhr, die nicht tickt, eine Analyse über gewollte Kinderlosigkeit von Frauen.[6][7]

Sie ist Mitbegründerin von Ciocia Basia, einer Organisation von polnischen und deutschen Aktivistinnen. Sie helfen Frauen aus Polen, Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland vornehmen zu lassen, da diese in Polen illegal sind.[8][9]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Herausgeberin:

als Autorin:

als Publizistin:

  • Ich möchte keine Kinder - bitte akzeptiert das! (Brigitte)[11]

als Dokumentarfilmerin:

  • Abortion Democracy - Poland/South Africa, Deutschland 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Film Abortion Democracy
  2. Black International Cinema Filmfestival
  3. Kurzbiografie, Verbrecher Verlag, abgerufen am 12. Januar 2015
  4. Roman-Debüt "Eskimo Limon 9": Zwischen "Eis am Stiel" und "X-Men", Spiegel Online Kultur, 8. Oktober 2012, abgerufen am 12. Januar 2015
  5. Gestrandet in der Provinz. Jüdische Allgemeine vom 10.Oktober 2012, abgerufen am 12. Januar 2015
  6. „Diehl will mit ihrem Buch nicht nur eine Analyse bieten, sondern den Frauen Handwerkszeug geben, um Kinderlosigkeit für sich positiv beschreiben und ein positives Selbstbild entdecken zu können.“ (Marlene Brüggemann, über Sarah Diehls „Die Uhr, die nicht tickt“, progress - Magazin der Österreichischen Hochschüler_innenschaft, Dezember 2014)
  7. „Diehls Ausführungen zu den alternativen Möglichkeiten, sich trotz Kinderlosigkeit für Familien und den Nachwuchs allgemein gewinnbringend zu engagieren [...] sind wertvoll und hilfreich beim Abbau von Vorurteilen und der Zuschreibung falscher Motive.“ (Arik Platzek über Sarah Diehl „Die Uhr, die nicht tickt“, diesseits - Das humanistische Magazin, 12.Dezember 2014)
  8. A Drone Is Flying Abortion Pills From Germany to Poland This Weekend | VICE News. Abgerufen am 24. August 2016 (amerikanisches Englisch).
  9. Ciocia Basia (Germany). In: Women Help Women. Abgerufen am 24. August 2016.
  10. Was passiert im Kopf, wenn plötzlich die Busen wachsen?. fluter.de vom 6. Februar 2005, abgerufen am 12. Januar 2015
  11. Ich möchte keine Kinder - bitte akzeptiert das! In: BRIGITTE. 9. Dezember 2014 (brigitte.de [abgerufen am 5. August 2017]).