Scarlett (Fernsehserie)

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Seriendaten
Deutscher TitelScarlett
OriginaltitelScarlett
ProduktionslandUSA
Jahr1994
Länge356 (insgesamt) Minuten
Episoden4
IdeeAlexandra Ripley (Roman), William Hanley
ProduktionJohn Erman, Doris Kirch, Robert Halmi Sr., Larry Strichman
MusikJohn Morris
KameraTony Imi
Erstausstrahlung13. November 1994
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
13. November 1994 auf Sat.1
Besetzung

Scarlett aus dem Jahr 1994 ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Alexandra Ripley als Miniserie. Er setzt den Inhalt des Klassikers Vom Winde verweht von 1939 fort.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atlanta 1873: Scarlett versucht ihren Ehemann Rhett zurückzugewinnen, der sich nach dem Tode Melanies von ihr getrennt hat. Nachdem sie anfänglich die Waffen streckt, reist sie ihm nach dem Tod der alten Amme Mammy in dessen Heimat Charleston nach, wo sie zunächst bei ihren alten Tanten lebt.

Nachdem Rhetts Mutter erfährt, dass sich Scarlett in Charleston aufhält, nimmt sie sie in ihrem Haus auf. Dort macht sie Bekanntschaft mit Rhetts Geschwistern und der Gesellschaft von Charleston. Sie erkennt schnell, dass diese Gesellschaft ebenso borniert und mit der Vergangenheit verhaftet ist wie die 'Alte Garde' von Atlanta, die sie immer verachtet hat.

Nach einer missglückten Segeltour flüchtet sie zunächst zu den Verwandten ihres Vaters nach Savannah, um von dort nach Irland zu reisen und ihre Wurzeln kennenzulernen. Nachdem sie feststellt, dass sie ein Kind von Rhett erwartet, erfährt sie, dass sich dieser während ihrer Abwesenheit scheiden ließ, um Anne Hampton zu heiraten. Trotzig beschließt Scarlett, dass er nie von der Existenz seines Kindes erfahren soll.

In Irland lernt sie ihre hochbetagte Großmutter, ihren Cousin Pater Colum und den Rest der weitverzweigten Familie kennen und beschließt, ihnen unter die Arme zu greifen. Sie kauft den alten Familienbesitz Ballyhara zurück. Auf einem Pferdemarkt begegnet sie zufällig Rhett, der auf der Insel ein Pferd für eine Zucht sucht. Von einem Bekannten von ihm, Sir John Morland, erhält sie eine Einladung zu einer Fuchsjagd, bei der sie vom Pferd stürzt und Rhett als erster bei ihr ist. Der Engländer Lord Fenton lädt sie zu einem Empfang in Dublin ein. In wehmütiger und sehnsuchtsvoller Erinnerung an Rhett beginnt sie dort eine Affaire mit ihm, der ihren Ruf nicht schützt, als er unnötigerweise aus dem Schlafzimmer tritt, als ihre Angestellte Mrs. Fitzpatrick an der Tür klopft. Wütend verlässt Scarlett Dublin und wird von ihrer kranken Schwester Suellen nach Atlanta gerufen. Nach ihrer Rückkehr macht erneut Lord Felton seine Aufwartung, die Affaire setzt sich fort. Mary Boyle sucht Hilfe erflehend ihren Onkel Pater Colum auf, dieser daraufhin Lord Fenton. Für die Schwängerung von Mary hält es Colum für angemessen, dass Lord Felton eine Überfahrt nach Amerika bezahlt und noch etwas für die Zeit bis zur Niederkunft, um der Schande einer unehelichen Geburt in Irland zu entgehen. Lord Fenton lehnt ab, Colum hatte von Mrs. Fitzpatrick von dem Verhältnis zu Scarlett erfahren und droht damit, ihr von dieser Seite Fentons zu erzählen. Lord Fenton erschießt ihn und entsorgt ihn im Wald.

Nach einem Grabbesuch erzählt Scarlett Fenton, dass angenommen wird, dass der Mord am Fenier Colum politische Gründe hatte. Fenton lädt Scarlett nach London ein, Mary fragt bei ihr um eine Stelle als Kindermädchen nach, um anschließend in England gebären zu können und erhält sie. Lord Fenton lädt Scarlett zu einem Essen in seinem Familienkreis ein, anschließend ist er wütend und aufdringlich, dass sie Sex mit ihm ablehnt. Als Scarlett ihm andertags das Ende ihrer Beziehung mitteilt, verfolgt er sie in ihr Schlafzimmer und vergewaltigt sie mit der Erklärung, dass er Mary geschwängert und ihren Cousin umgebracht hat. Scarlett wacht später auf und findet ihn mit einem Messer in der Brust vor. Die Polizei bringt sie ins Gefängnis. Rhett, dessen schwangere Frau an Gelbfieber gestorben ist, wird von John Morland informiert und fährt nach London. Rhett engagiert Morland als Anwalt und erfährt von Scarlett von seinem Kind. Scarlett wird zum Tod am Galgen verurteilt, danach gibt sich die geflohene Mary im Gerichtssaal als Täterin zu erkennen. Scarlett und Rhett werden wieder ein Paar.

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Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Alexandra Ripley mit einer Fortsetzung des Romans Vom Winde verweht durch die Erben von Margaret Mitchell autorisiert worden war, wurden die Rechte zur Verfilmung für 9 Millionen Dollar aufgekauft. Die Produktion der vierteiligen Miniserie kostete nochmal 40 Millionen Dollar, die sich europäische und amerikanische Sender teilten. Die Premiere fand gleichzeitig in allen an den Produktionskosten beteiligten Ländern statt.

Der Verfilmung wurden international Casting-Shows vorgeschaltet, in denen die Hauptdarstellerin gesucht werden sollte. In Deutschland lief diese Auswahl 1992 drei Wochen lang auf Sat1 unter dem Titel Wer wird die neue Scarlett?, an der auch die später bekannte Schauspielerin Natalia Wörner teilnahm.[1] 15 Siegerinnen der 17 nationalen Ausscheidungen konkurrierten dann ihrerseits gegeneinander. Die weibliche Hauptrolle ging dann aber nicht an die Siegerin der Ausscheidung, sondern an Joanne Whalley-Kilmer. Die Casting-Show war letztlich nur als Werbung für die Serie gedacht.[2]

Die Einschaltquoten bei der Ausstrahlung waren in den Vereinigten Staaten und in Deutschland gut. Die Serie fand in Deutschland 10 Millionen Zuschauer.

Die Serie wurde 1995 zweimal mit dem Emmy Award ausgezeichnet und für den Emmy Award in einer weiteren Kategorie nominiert. Sie wurde ebenfalls für den American Society of Cinematographers Award nominiert.

Rezensionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fernsehlexikon sieht die Serie als ein US-europäische Schmonzette, die mit der Romanvorlage nichts gemeinsam habe. Laut Fernsehlexikon waren die Kritiken negativ.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biography for Natalia Wörner. imdb.com, abgerufen am 22. März 2013.
  2. Christian Richter: Der Fernsehfriedhof: Die große Casting-Schummelei. Quotenmeter.de, 21. März 2013, abgerufen am 22. März 2013.