Schelch

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Ein Schelch in Knetzgau
Das Main-Schelch-Denkmal in Knetzgau

Als Schelch bezeichnet man historische, früher auf dem Main und der Werra[1] übliche Schiffstypen mit ungedecktem Laderaum, einer Länge von 12 bis 20 Metern[2] und 400 bis 1200 Kilogramm Tragfähigkeit.[3] Modelle von Schelchen können unter anderem im Schifffahrts- und Schiffbaumuseum Wörth am Main besichtigt werden. Neben den Schelchen waren auf dem Main auch die Frankensauen üblich.

Ein Untertyp ist der sogenannte Wernerschelch, der durch ein langes Handruder gesteuert wurde. Dieses Handruder war in einer Gabel am Heck befestigt.

Ein weiterer Untertyp ist der sogenannte Keilschelch. Auf diesem wurde auch der Rhein befahren. Sein Steuerruder wurde durch eine Ruderpinne bewegt, ein ins Ruder eingezapftes Querholz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schelch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Kluge, Alfred Götze, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin 1951, S. 658
  2. Spessartmuseum (Hrsg.): Mensch und Wald – Handblätter für Besucher. Spessartmuseum: Lohr am Main (1994)
  3. Friedrich Kluge, Seemannssprache, Kassel 1973, S. 685