Leinach

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Dieser Artikel behandelt die selbständige Gemeinde im Landkreis Würzburg; zum gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Sulzfeld (im Grabfeld) siehe Leinach (Sulzfeld).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Leinach
Leinach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Leinach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 52′ N, 9° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 28,02 km²
Einwohner: 3092 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97274
Vorwahl: 09364
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 200
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Leinach
Rathausstr. 23
97274 Leinach
Webpräsenz: www.leinach.de
Bürgermeister: Uwe Klüpfel (Christl.-Fr. Wählervereinigung)
Lage der Gemeinde Leinach im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Leinach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leinach liegt in der Region Würzburg im Leinachtal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leinach gliedert sich in zwei Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Oberleinach und Unterleinach.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Leinach leitet sich vom Bach Leinach ab, der durch den Ort fließt und in Zellingen in den Main mündet. Seit dem 13. Jahrhundert wurde zwischen den beiden Orten Ober- und Unterleinach, nach ihrer Höhenlage, unterschieden.[3]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1170 Lynaha
  • 1186 Linaha
  • 1199 Lina
  • 1202 Linah
  • 1205 Linach
  • 1302 Lynach
  • 1452 Leynach
  • 1589 Leinach

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Teil des Hochstiftes Würzburg (Amt Veitshöchheim), das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Leinach (Ober- und Unterleinach) 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel.

Am 1. Mai 1978 entstand im Zuge der Gebietsreform durch den Zusammenschluss der 1818 entstandenen Gemeinden Oberleinach und Unterleinach die Gemeinde Leinach.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1955[4]
  • 1970: 2030[4]
  • 1987: 2568
  • 2000: 3253
  • 2010: 3269

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 2. März 2008 sind die Christlich-Freie Wählervereinigung (CFW), die Unabhängigen Bürger Leinach (UBL) und die Christlich-Soziale Union (CSU) mit jeweils fünf Sitzen vertreten, Das Wahlbündnis der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) mit den Freien Wählern Leinach (FWL) konnte einen Sitz erringen. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,9 %.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Uwe Klüpfel (Christlich-Freie Wählervereinigung). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Andreas Oestemer (CSU).

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 933.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 62.000 €.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 132 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1226. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe einen weiteren. Zudem bestanden im Jahr 1999 52 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1538 ha, davon waren 1470 ha Ackerfläche und 30 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eisenbahn-Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg durchquert das Gemeindegebiet, u. a. mit der Bartelsgrabentalbrücke und dem 2235 m langen Espenlohtunnel.

Nach Würzburg fährt allein die Buslinie 52. Zudem unterstützt ein Bürgerbus den Linienverkehr.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • zwei Kindergärten (Ober- und Unterleinach)
  • eine Grundschule

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leinach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/193627&attr=OBJ&val=1825
  3. a b Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 130 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756.