Schichtwiderstand

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Aufbau eines Kohleschichtwiderstands
Metallschichtwiderstand 10 kΩ

Ein Schichtwiderstand ist ein elektrisches Bauteil mit definiertem elektrischem Widerstand. Es besteht aus einem Isolator, der mit einer Schicht aus Kohle, einem Metalloxid, einer Metallglasur oder einem Metall und zwei metallenen Zuleitungen versehen ist.

Ungefähre Temperaturkoeffizienten:

Kohleschicht:

Metallschicht:

Hohe Widerstandswerte werden mit Hilfe eines Wendelschliffs erreicht. Der Abgleich ist durch Schleifen, Sandstrahlen, Elektronenstrahl- oder Laserabtrag möglich. Die meisten Widerstände werden nicht abgeglichen, sondern nur sortiert.

Je nach Frequenzbereich und Widerstandswert ist bei Schichtwiderständen die parasitäre Induktivität und die Kapazität zu beachten. Bei Hochfrequenzanwendungen kann bei Schichtwiderständen mit Werten größer als 100 Ω die Induktivität meistens vernachlässigt werden; die Kapazität liegt in der Größenordnung von 0,5 pF.

Formen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Herstellungstechnik der Schicht unterscheidet man Dünnschicht- und Dickschicht-Widerstände. Nach Bauform unterscheidet man zylindrische und flache Geometrien, jeweils bedrahtet für die Durchsteckmontage oder unbedrahtet für die Oberflächenmontage.

Dünnschichtwiderstände werden auch als Sicherungswiderstand gefertigt und unterbrechen bei Überlastung den Stromfluss ohne einen Brand zu verursachen.

Kenngrößen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Geometrie gibt es folgende Kenngrößen:

  • Widerstandswert und dessen Toleranz
  • Temperaturkoeffizient
  • Spannungsfestigkeit und Spannungsabhängigkeit des Widerstandes
  • Einsatztemperatur und Belastbarkeit (Dauer- und Impuls-Verlustleistung)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]