Schiffsingenieur

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Schiffsingenieur

Als Schiffsingenieure werden die technischen Offiziere in der Schifffahrt bezeichnet, die mit der Leitung und Überwachung der Maschinenanlagen eines Schiffes betraut sind.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Qualifizierung entspricht der internationalen Schiffsbesatzungsverordnung STCW. Die Ansprüche für den Erwerb der Befähigungszeugnisse, auch Patente genannt, regeln sich nach der im Schiff installierten Maschinenleistung, dem voraussichtlichen Fahrtgebiet und der angestrebten Stellung an Bord. Im technischen Zweig wird zwischen zwei Patentstufen unterschieden: zum einen dem „Befähigungszeugnis für den technischen Dienst auf Schiffen mit allen Antriebsleistungen“ und zum anderen dem „Befähigungszeugnis für Schiffsmaschinisten: Technischer Dienst auf Schiffen mit einer Antriebsleistung bis zu 750 kW“.

Ausbildung an einer Fachschule zum Leiter der Maschinenanlage (2012)

Grundvoraussetzung für die Zulassung zu allen Patenten ist ein abgeschlossener Schulabschluss und der Nachweis von zwölf Monaten Seefahrtszeit. Diese können zum Beispiel durch eine Schiffsmechaniker-Lehre nachgewiesen werden. Für die Ausbildung zum Technischen Wachoffizier an einer Fachhochschule ist außerdem das Fachhochschulreife Voraussetzung.

Es ist möglich, die Ausbildung als Technischer Offizier und Nautischer Offizier zu verbinden. Das in beiden Bereichen gleichermaßen qualifizierte Besatzungsmitglied kann dann als Schiffsbetriebsoffizier im Gesamtschiffsbetrieb eingesetzt werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Bösche, Karl-Heinz Hochhaus, Herwig Pollem: Dampfer, Diesel und Turbinen – Die Welt der Schiffsingenieure. Convent 2005, ISBN 978-3934613850.
  • Handbuch Schiffsbetriebstechnik: Betrieb – Überwachung – Instandhaltung. Seehafenverlag. 2. Aufl. 2012, ISBN 978-3877438299.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]