Schuja (Tschara)

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Schuja
Жуя
Daten
Gewässerkennzahl RU18030400212117200022743
Lage Oblast Irkutsk (Russland)
Flusssystem Lena
Abfluss über Tschara → Oljokma → Lena → Arktischer Ozean
Quelle Patomhochland
57° 50′ 46″ N, 115° 56′ 55″ O
Quellhöhe ca. 1250 m
Mündung TscharaKoordinaten: 58° 45′ 46″ N, 118° 9′ 22″ O
58° 45′ 46″ N, 118° 9′ 22″ O
Mündungshöhe 246 m
Höhenunterschied ca. 1004 m
Sohlgefälle ca. 3 ‰
Länge 337 km[1][2]
Einzugsgebiet 22.600 km²[1][2]
Abfluss am Pegel Swetly[3]
AEo: 4790 km²
Lage: 252 km oberhalb der Mündung
MQ 1948/1994
Mq 1948/1994
53 m³/s
11,1 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Watscha, Chomolcho
Rechte Nebenflüsse Netschera, Tschentscha
Schiffbar 246 km

Die Schuja (russisch Жуя) ist ein 337 Kilometer langer linker Nebenfluss der Tschara in Ostsibirien (Russland, Asien).

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schuja entspringt in etwa 1250 m Höhe im Südwestteil des hier knapp 1700 Meter hohen Patomhochlandes, etwa 100 Kilometer östlich der Stadt Bodaibo. Sie durchfließt das Hochland zunächst in nördlicher bis nordöstlicher Richtung, wendet sich dann nach Osten und mündet schließlich beim Dorf Tschara (auch Ust-Schuja genannt) in 246 m Höhe in die Tschara.

Wichtigste Nebenflüsse sind Watscha und Chomolcho von links sowie Netschera und Tschentscha von rechts. Auf ihrer gesamten Länge durchfließt die Schuja den Nordosten der Oblast Irkutsk.

Hydrographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einzugsgebiet der Schuja umfasst 22.600 km². In Mündungsnähe erreicht der Fluss eine Breite von über 200 Metern bei einer Tiefe von etwa 3 Metern; die Fließgeschwindigkeit beträgt 0,6 m/s.

Die Schuja gefriert von Oktober bis Mai und führt ab der Schneeschmelze und im gesamten Sommer Hochwasser. Die Wasserführung am Mittellauf, beim 246 Kilometer von der Mündung entfernten Swetly beträgt im Jahresdurchschnitt 53 m³/s bei einem Minimum von 2,1 m³/s im März und einem Maximum von 223 m³/s im Juni.[3]

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schuja ist auf 246 Kilometern ab Swetly unterhalb der Einmündung der Watscha schiffbar.

Das von der Schuja durchflossene Gebiet ist dünn besiedelt. Über die gesamte Länge des Flusses verteilt gibt es jedoch kleinere Ortschaften, so Perewos gegenüber der Mündung des Chomolcho. Bei der Goldgräbersiedlung Swetly und bei Perewos wird der Fluss von unbefestigten Straßen erreicht, über die Verbindung in die Siedlung städtischen Typs Kropotkin und nach Bodaibo besteht. Im Winter dient der zugefrorene Fluss als Eisstraße.

Das obere Einzugsgebiet der Schuja, insbesondere ihres Nebenflusses Watscha, ist seit dem 19. Jahrhundert bedeutendes Goldfördergebiet. Hier, im nördlichen Teil der „Witim-Goldfelder“, begann der Goldabbau 1862 um Tichono-Sadonski, das heutige Kropotkin.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Artikel Schuja in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D041357~2a%3DSchuja~2b%3DSchuja
  2. a b Schuja im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)
  3. a b Schuja am Pegel Swetly – hydrographische Daten bei R-ArcticNET