Schwarzwerdender Geißklee

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Schwarzwerdender Geißklee
Schwarzwerdender Geißklee (Cytisus nigricans)

Schwarzwerdender Geißklee (Cytisus nigricans)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Genisteae
Gattung: Geißklee (Cytisus)
Art: Schwarzwerdender Geißklee
Wissenschaftlicher Name
Cytisus nigricans
L.

Der Schwarzwerdende Geißklee (Cytisus nigricans) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Geißklee (Cytisus) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwarzwerdende Geißklee wächst als von unten ab reich verzweigter Strauch und erreicht meist Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern, in Ausnahmefällen von bis zu 150 Zentimetern. Die langen, unter dem Boden kriechenden Wurzeln bekommen an verschiedenen Stellen oberirdische, grüne Zweige. Die Zweige sind fast vollkommen rund. Der Name Schwarzwerdende Geißklee (Cytisus nigricans) stammt daher, dass alle der Pflanzenteile beim Trocknen schwärzlich bis vollkommen schwarz werden.

Die Laubblätter sind dreiteilig, wobei alle Fieder sitzend sind. Die Blattunterseite ist kurz anliegend behaart. Die Nebenblätter sind winzig.

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Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit liegt im Hochsommer im Juni bis September. Es werden endständige, lange, vielblütige, traubige Blütenstände gebildet, die meist keine Tragblätter enthalten.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kronblätter sind gelb.

Die Hülsenfrucht ist anliegend behaart.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 46 oder 48.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich um eine zentraleuropäische Art, die von Dänemark bis ins nördliche Italien vorkommt.

Der Schwarzwerdende Geißklee wächst an trockenen, steinigen Orten wie beispielsweise in Heiden oder an Rändern von trockenen Wäldern. Er kommt vor allem in Gesellschaften des Geranion sanguinei vor. Cytisus nigricans ist eine Trennart des Cytiso-Pinetum, findet sich aber auch in subkontinentalen Potentillo-Quercion-Gesellschaften, in Genisto-Quercenion- oder Genistion-Gesellschaften.[1]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Cytisus nigricans erfolgte durch Carl von Linné. Ein Synonym von Cytisus nigricans L. ist Lembotropis nigricans (L.) Griseb.

Je nach Autor gibt es von Cytisus nigricans wenige Unterarten oder Varietäten:[2]

  • Cytisus nigricans L. var. nigricans
  • Cytisus nigricans var. australis (Wohlf.) Hayek (Syn.: Lembotropis nigricans subsp. australis (Wohlf.) Holub): Diese Varietät kommt in Italien und auf der Balkanhalbinsel vor.

Trivialnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Schwarzwerdenden Geißklee gibt es auch die Trivialnamen Schwärzender Ginster, Sommerginster, Schwarzer Bohnenstrauch, Trauben-Geißklee oder auch nur Geißklee[3][3] genannt,

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen und weiterführende Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Unsere Gräser. 7. Auflage. Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Kosmos-Naturführer, Stuttgart 1984, ISBN 3-440-05284-2.
  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  • Rudolf Schubert, Klaus Werner, Hermann Meusel (Hrsg.): Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Begründet von Werner Rothmaler. 13./14. Auflage. Band 2: Gefäßpflanzen. Volk und Wissen, Berlin 1987, ISBN 3-06-012539-2.
  • Werner Rauh, Karlheinz Senghas: Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Begründet von Otto Schmeil, Jost Fitschen. 84. Auflage. Quelle & Meyer, Heidelberg 1968.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 581.
  2. Daten aus ILDIS World Database of Legumes 2005: Lembotropis nigricans In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  3. a b Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 126.(online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwarzwerdender Geißklee (Cytisus nigricans) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien