Schweizer Slalommeisterschaft

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Martin Bürki, Schweizer Slalommeister 2019

Die Schweizer Slalommeisterschaft wird seit 1980 ausgetragen. Bis einschliesslich 2003 wurde dieses Championat als Cup veranstaltet.

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel beim Autoslalom ist es, einen mit Pylonen abgesteckten Parcours in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren. Wer eine Pylone umwirft, bekommt eine Zeitstrafe. Wie bei Bergrennen oder Rallyes starten die Fahrer nacheinander, also zeitversetzt, und in verschiedenen Klassen. Im Vergleich zu anderen Motorsportkategorien halten sich die Kosten beim Slalom in Grenzen. Deshalb gilt diese Kategorie als ideale Einsteigerklasse.

Slaloms in der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Slalommeisterschaften sind vor allem im deutschsprachigen Raum populär. In der Schweiz hat man 1980 die erste Meisterschaft in dieser Disziplin ausgetragen – damals noch als Cup, seit Anfang 2004 als offizielles Championat. Der aktuelle Kalender umfasst acht Rennen[1]. Diese finden allesamt auf ehemaligen Militärflugplätzen oder Armeestützpunkten statt. Interlaken (seit 1997 im CH-Kalender)[2], Frauenfeld (seit 2000 im CH-Kalender)[3], Bière (erstes Rennen 1966)[4], Bure (2019 feierte man die 50. Ausgabe)[5], Chamblon (erstes Rennen 1982)[6], Romont/Drognens (erstes Rennen 1971)[7] und Ambri (seit 2010 im CH-Kalender)[8].

Weitere bekannte Austragungsorte waren Lignières, Saanen, Sion und Bürglen.

Reglement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuell ist die Schweizer Slalom-Meisterschaft in drei Gruppen unterteilt. Innerhalb dieser Gruppen gibt es Abstufungen beim Hubraum. Die Veranstaltungen werden in zwei Läufen ausgetragen, wobei nur die Zeit des besseren Laufes gewertet wird. Die genauen Bestimmungen können bei Auto Sport Schweiz, dem zuständigen Verband, auf dessen Homepage nachgelesen werden.

Bei jedem Rennen werden die Punkte gemäss nachstehender Tabelle für jede Gruppe/Division zugeteilt:

1. Rang 20 Punkte
2. Rang 15 Punkte
3. Rang 12 Punkte
4. Rang 10 Punkte
5. Rang 8 Punkte
6. Rang 6 Punkte
7. Rang 4 Punkte
8. Rang 3 Punkte
9. Rang 2 Punkte

Ab Rang 10 gibt es für jeden Teilnehmer einen Punkt.

Besteht eine Division aus weniger als 5 angemeldeten, abgenommenen und zu dem Trainingslauf gestarteten Fahrzeugen, werden nur die halben Punkte zugeteilt. Um im Schlussklassement berücksichtigt zu werden, muss ein Fahrer mindestens drei Klassierungen an für diese Meisterschaft zählenden Veranstaltungen aufweisen.

Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweizer Meister Slalom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Fahrer Fahrzeug
2019 Martin Bürki VW Polo MB
2018 Martin Bürki VW Polo MB
2017 Martin Bürki VW Polo MB
2016 Martin Bürki VW Polo MB
2015 Martin Bürki VW Polo MB
2014 Martin Bürki VW Polo MB
2013 Ronnie Bratschi Mitsubishi Lancer Evo RS
2012 Christoph Zwahlen Opel Kadett C GT/E 16V
2011 Martin Bürki VW Polo
2010 Christoph Zwahlen Opel Kadett C GT/E 16V
2009 Fritz Erb Opel Kadett C GT/E
2008 Christian Balmer Tatuus-Renault
2007 Stefan Rothenbühler Peugeot 106 Rally
2006 Fritz Erb Opel Kadett C GT/E
2005 Fritz Erb Opel Kadett C GT/E
2004 Fritz Erb Opel Kadett C GT/E

Schweizer Meister Slalom-Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Fahrer Fahrzeug
2003 Dominique Chabod Renault 5 Turbo
2002 Fritz Erb Opel Kadett C GT/E
2001 Jakob Morgenegg Opel Astra OPC
2000 Fritz Erb Opel Kadett C GT/E
1999 Fritz Erb Opel Kadett C GT/E
1998 Fritz Erb Opel Kadett C
1997 Bernard Sanchis Peugeot 106 Rally
1996 Jakob Morgenegg Opel Astra GSi 16V
1995 Jakob Morgenegg Opel Astra GSi 16V
1994 Fritz Erb Opel Kadett C GT/E
1993 Markus Meier Suzuki Swift GTi
1992 Markus Meier Suzuki Swift GTi
1991 Fritz Erb Opel Kadett C GT/E
1990 Pierre Hürzeler Opel Corsa GSi
1989 Nicolas Fasel Renault 5 GT Turbo
1988 Maurice Girard BMW 320
1987 Silvio Kellenberger Peugeot 205 GTI
1986 Hans Ochsner Toyota Starlet
1985 Franco Valli VW Golf GTI
1984 Jean-Paul Saucy VW Golf GTI
1983 Eric Mischler VW Golf GTI
1982 Jacques Tschudin Simca Rallye 2
1981 Gabriel Grandjean Talbot Simca
1980 Jean-Daniel Murisier Lola T510 FRE

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jahrbuch Automobilsport von Auto Sport Schweiz (2004–2019)
  • Jahrbuch Automobilsport von ACS (1970–2003)
  • Rennsport Schweiz aus dem Aktiv Verlag, diverse Autoren (1984–2019)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://motorsport.ch/de/automobil/schweizermeisterschaft/slalommeisterschaft
  2. http://www.acs.ch/ch-de/sektionen/bern/motorsport/2_slalom-interlaken.asp
  3. http://www.acs.ch/ch-de/sektionen/thurgau/motorsport/auto-renntage_frauenfeld.asp
  4. http://www.slalom-de-biere.ch/
  5. http://www.slalomdebure.ch/
  6. http://www.ecuriedunord.ch/
  7. http://www.course-romont.ch/
  8. https://www.equipebernoise.ch/