Sean Hepburn Ferrer

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Sean Hepburn Ferrer (* 17. Juli 1960 in Luzern, Schweiz) ist ein Filmproduzent.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sean Hepburn Ferrer wurde 1960 als Sohn von Audrey Hepburn und Mel Ferrer in Luzern geboren. Er wuchs in der Schweiz, Italien und den Vereinigten Staaten auf.

Er war zunächst in der Filmbranche tätig und arbeitete an der Planung, Produktion und Vermarktung von Filmen. So war er unter anderem als Assistant Director an den Dreharbeiten zu Filmen wie Inchon, Tote kriegen keine Post oder Strangers Kiss beteiligt.

Nach dem Tod seiner Mutter 1993 nahm er eine Auszeit und gründete 1994 mit Robert Wolders, dem letzten Lebensgefährten seiner Mutter, und seinem Halbbruder Luca Dotti den The Audrey Hepburn Children's Fund, der die humanitäre Arbeit von Audrey Hepburn fortsetzt.[1] Unter anderem ging Hepburn Ferrer mit der Ausstellung Timeless Audrey auf eine weltweite Tournee, um Geld für die Stiftung zu sammeln.[2] Von 1994 bis 2014 fungierte er als Chairman der Stiftung, bis er diese Rolle an seinen Halbbruder abgab.[3]

2001 drehte er den Dokumentarfilm Racehoss über Albert Race Sample, der sich als verurteilter Verbrecher im Gefängnis der Schriftstellerei zuwandte und später anderen Gefängnisinsassen bei der Rückkehr in ein normales Leben half. Hepburn Ferrer führte bei diesem Film die Regie und übernahm auch die Produktion.

2003 veröffentlichte er eine Biographie seiner Mutter, die ein Jahr später auch in der deutschen Übersetzung als Audrey Hepburn: Melancholie und Grazie. Erinnerungen eines Sohnes erschien.

Hepburn Ferrer war von 1985 bis zur Scheidung 1989 mit Marina Spadafora verheiratet. Aus der zweiten Ehe mit Leila Flannigan von 1994 bis 2000 ging eine Tochter, das spätere Model Emma Ferrer hervor. Die dritte Ehe mit Giovanna Gregori hielt von 2000 bis 2009 und endete ebenfalls durch Scheidung. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor. In vierter Ehe ist er seit dem Jahr 2014 mit Karin Hofer verheiratet.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1981: Inchon (Assistant Director)
  • 1982: Tote kriegen keine Post (One Shoe Makes It Murder, Fernsehfilm, Second Assistant Director)
  • 1983: Strangers Kiss (Associate Producer, First Assistant Director)
  • 1984: Schweinebande! (Growing Pains, Second Assistant Director)
  • 1986: Good to Go (Producer)
  • 1987: Treasure of the Moon Goddess (Assistant Director)
  • 1987: Wolfsmilch (Ironweed, Associate Producer)
  • 1991: Malko: Eye of the Widow (Executive Producer, First Assistant Director)
  • 1991: Pretty Hattie's Baby (Producer)
  • 1993: Blood in, Blood out – Verschworen auf Leben und Tod (Bound by Honor, First Assistant Director)
  • 2001: Racehoss (Producer, Regie)
  • 2010: Living the Blues (Kurzfilm, Executive Producer)
  • 2011: Cloudstreet (Miniserie, drei Folgen, Executive Producer)

Schrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sean Hepburn Ferrer: Audrey Hepburn: Melancholie und Grazie. Erinnerungen eines Sohnes. Henschel, Berlin 2004, ISBN 3-89487-475-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Note from Sean Ferrer bei audreyhepburn.com, abgerufen am 9. Februar 2016
  2. Sie hatte etwas Übermenschliches bei sueddeutsche.de, abgerufen am 9. Februar 2016
  3. Note from Luca Dotti bei audreyhepburn.com, abgerufen am 9. Februar 2016