Zum Inhalt springen

Sebastian Studnitzky

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sebastian Studnitzky (2007)

Sebastian Studnitzky (* 1972 in Neuenbürg, Schwarzwald) ist ein deutscher Jazztrompeter, Jazzpianist und Komponist.

Leben und Wirken

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studnitzky ist Sohn des Komponisten und Dirigenten Norbert Studnitzky. Ab dem vierten Lebensjahr erlernte er das Klavierspielen und ab dem achten Lebensjahr auch Trompete. Er studierte die Instrumente Trompete und Klavier in der Fachrichtung Jazz & Pop an der staatlichen Hochschule für Musik Stuttgart und wechselte dann in die Vereinigten Staaten, wo er als Stipendiat ein Filmmusik-/ Commercial-Arranging-Studium am Berklee College of Music absolvierte.

Studnitzky (links) mit Lars Danielsson (Jazz Festival San-Javier 2016)

Studnitzky arbeitete zunächst mit Markus Kössler als Funkbrüder. Er spielt zusammen mit den Jazzmusikern Nils Landgren, Wolfgang Haffner und Rebekka Bakken, aber auch mit Mezzoforte, Edo Zanki, Laith al Deen, Jazzanova und dem Gitarristen Dominic Miller. Studnitzky ist in verschiedenen Formationen mit eigenen Werken auf Tour (Triband mit Sandie Wollasch, Michael Paucker und Tommy Baldu; Studnitzky/Trio, Memento, KY – mit Paul Kleber, Tim Sarhan und Laurenz Karsten[1]). Memento stellt sein Klassik-Jazz Crossover Projekt für Streichquartett/Kammerorchester dar.[2] 2024 führte er sein Werk Memento Odessa gemeinsam mit dem Odesa Philharmonic Chamber Orchestra unter der Leitung von Volodymyr Dykyi bei 30 Konzerten in Deutschland und der Ukraine auf; 2025 veröffentlichte er in gleicher Besetzung sein Werk Ky![3][4]

Studnitzky ist Mitgründer und Miteigentümer des Independent Labels/Netzwerks Contemplate und der internationalen Booking-Agentur Xjazz Booking.[5] Seit 2014 hat er als künstlerischer Leiter mit Xjazz in Berlin „ein völlig neues Konzept für ein Jazzfestival umgesetzt“.[6] Im Rahmen des Xjazz Lab Workshop Camps während des Xjazz Festivals 2018 fungierte Sebastian Studnitzky als Workshop Director.[7] Seit 2022 ist Studnitzky künstlerischer Leiter des BlackForestJazz-Festivals im Nordschwarzwald, welches alle zwei Jahre in der zweiten September- und ersten Oktober-Hälfte stattfindet.[8]

Studnitzky ist seit 2014 als Professor für Trompete an der Hochschule für Musik in Dresden tätig.[9]

Preise und Auszeichnungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 gewann Studnitzky den ECHO Jazz in der Kategorie „Instrumentalist/in des Jahres national Blechblasinstrumente/Brass“.[10] 2020 erhielt er zusammen mit Sebastian Manz einen Opus Klassik für ihr gemeinsames Werk A Bernstein Story.[11]

Diskografische Hinweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Sebastian Studnitzky (2015)
  • 2008: Trio (Herzog Records)
  • 2010: EGIS (Herzog Records)
  • 2012: Music for Magic Places (Contemplate)
  • 2012: KY - Do Mar (Contemplate, mit Andreas Hourdakis, Paul Kleber, Tommy Baldu)
  • 2013: KY - The String Project (Contemplate)
  • 2015: Memento (Contemplate)
  • 2017: KY - Organic (Contemplate)
  • 2019: KY - Live in Berlin (XJAZZ music)
  • 2019: A Bernstein Story mit Sebastian Manz (Berlin Classics/EDEL)
  • 2021: The New Cool (ACT, mit David Helbock, Arne Jansen)
  • 2022: Nocturnal (Xjazz music)[12]
  • 2024: Memento Odesa (Live in Berlin) (Xjazz music)[3]
  • 2025: Ky! (Xjazz music)[4][3]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Studnitzky | KY. Abgerufen am 6. Februar 2018.
  2. Memento – Sebastian Studnitzky. Abgerufen am 7. Februar 2018 (amerikanisches Englisch).
  3. a b c "Es gibt eine Idee - und die wird einfach umgesetzt". In: hr2. 25. November 2025, abgerufen am 26. November 2025.
  4. a b Maxi Broecking: Sebastian Studnitzky Ky! In: Jazz thing. 24. November 2025, abgerufen am 26. November 2025.
  5. Sebastian Studnitzky Linkedin. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 7. Februar 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/de.linkedin.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Nabil Atassi im Gespräch mit Sebastian Studnitzky über das Xjazz-Festival (NDR Jazz-Talk) (Memento vom 18. Mai 2015 im Internet Archive)
  7. xjazzlab. Abgerufen am 27. Mai 2018.
  8. Die Macherinnen und Macher. In: blackforestjazz.de. Abgerufen am 21. September 2025.
  9. Info – Sebastian Studnitzky. Abgerufen am 5. Februar 2018 (amerikanisches Englisch).
  10. Bundesverband Musikindustrie: ECHO Jazz 2015: Die Preisträger stehen fest. (echojazz.de [abgerufen am 6. Februar 2018]).
  11. OPUS KLASSIK. Abgerufen am 7. November 2020 (amerikanisches Englisch).
  12. Ralf Dombrowski: Studnitzky: Nocturnal (XJAZZ/Membran). In: Jazz thing. Nr. 143.