Ralf Dombrowski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ralf Dombrowski (* 1965) ist ein deutscher Jazzjournalist, Jazzautor und Musikfotograf.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dombrowski studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Er ist seit 1994 Musikjournalist, der unter anderem für die Süddeutsche Zeitung von 2006 bis 2008 die Jazzredaktion im Feuilleton leitete und die CD-Reihe Jazz-Edition als Herausgeber und Autor betreute. Daneben schreibt er für zahlreiche Musikmedien wie Jazzzeitung, Jazz thing oder die britischen London Jazz News[1] und arbeitet regelmäßig für den Bayerischen Rundfunk (Moderation der Sendung Jazztime bei BR Klassik). Weiterhin leitet er die Musikressorts der Fachzeitschrift Stereoplay sowie der Kulturzeitschrift Münchner Feuilleton[2].

Er arbeitet auch für diverse Online Medien; zum Beispiel baute er für das Goethe-Institut das Internetportal Jazz aus Deutschland auf.[3] Weiterhin schreibt er für Spiegel Online und verfasste zahlreiche Rezensionen oder Lexikon-Artikel zum Jazz, zum Beispiel bei Microsoft Encarta, für Reclams Jazzführer (herausgegeben von Wolf Kampmann, Ekkehard Jost), das Bertelsmann Musiklexikon und das Standardwerk Jazz Standards (herausgegeben von Hans-Jürgen Schaal). Er lebt in Unterschleißheim bei München und arbeitet hauptsächlich als freischaffender Journalist und Fotograf, aber auch als Dozent, Moderator, oder DJ.

Von 1998 bis 2014 leitete er das Jazzfestival auf Schloss Elmau (European Jazztival); er wirkte außerdem als Juror beim Echo Jazz, bei Jazz Burghausen und beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Von 2002 bis 2004 hatte er die künstlerische Leitung des Jazzfestivals Jazz au Chellah in Rabat, Marokko, inne. Seit 2011 arbeitet er auch als Musikfotograf. Im Januar 2014 wurde seine erste Fotoausstellung Faces & Traces in der Münchner Galerie Jazz & Malerei des Jazzclubs Unterfahrt eröffnet. Im März 2015 folgte eine weitere umfassende Retrospektive zur Konzertfotografie im Haus der Fotografie von Burghausen. Bei der Jazz World Photo Competition 2019 in Trutnov, Tschechien, wurde eines seiner Fotos mit Platz 4 ausgezeichnet.[4]

Dombrowski produzierte Alben (u. a. das Trio Rouge mit Vincent Courtois, Michel Godard, Lucilla Galeazzi) und spielt als Hobby-Musiker in diversen Bands, unter anderem in einer Münchner Kritikerband La Banda Gitarre und Klavier[5].

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 erhielt Dombrowski den Preis für deutschen Jazzjournalismus der Musikmesse Jazzahead. Die Jury würdigte dabei sein breit gefächertes Fachwissen und sein weites stilistisches und formales Spektrum als Musikkritiker.[6]

CD-Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Süddeutsche Zeitung Jazz Edition: Dive into Jazz, 18 CDs, 2011[7]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • John Coltrane – sein Leben, seine Musik, seine Schallplatten, Oreos Verlag 2002, ISBN 3923657633
  • Basis Diskothek Jazz, Reclam, 2005 (erweiterte Neuauflage 2011), ISBN 3150183723
  • Das Originale und das Originelle – Techniken kultureller Aneignung am Beispiel des Oriental Jazz, in: Wolfram Knauer (Hrsg.) Begegnungen – The World meets Jazz, Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, Band 10, Wolke Verlag 2008
  • Portrait Saxofon: Kultur, Praxis, Repertoire, Interpreten, Bärenreiter Verlag 2010, ISBN 978-3-7618-1840-4
  • 111 Gründe, Jazz zu lieben: Eine Liebeserklärung, Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2019, ISBN 978-3-86265-804-6[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Search Results for “ralf dombrowski” – News, reviews, features and comment from the London jazz scene and beyond. Abgerufen am 4. November 2019 (englisch).
  2. Münchner Feuilleton - Kultur. Kritik. Kontroversen. Abgerufen am 4. November 2019 (deutsch).
  3. Jazz aus Deutschland, Goethe-Institut
  4. Gallery 2019 – Jazz World Photo. Abgerufen am 4. November 2019 (amerikanisches Englisch).
  5. Jazzzeitung 2009
  6. Neue Musikzeitung, 25. April 2013
  7. Jazzzeitung 2012/01: rezensionen, Ralf Dombrowskis Kompilations-Box „Dive into Jazz“. Abgerufen am 4. November 2019.
  8. Michael Rüsenberg: Ralf Dombrowski 111 Gründe, Jazz zu lieben. In: jazzcity.de. 10. Februar 2020, abgerufen am 20. Februar 2020.