Ralf Dombrowski

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Ralf Dombrowski (* 1965) ist ein deutscher Jazzjournalist, Jazzautor und Musikfotograf.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dombrowski studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Er ist seit 1994 Musikjournalist, der unter anderem für die Süddeutsche Zeitung (bei der er die CD-Reihe Jazz-Edition als Herausgeber und Autor betreut und 2006 bis 2008 die Jazzredaktion in deren Feuilleton leitete), Jazzzeitung, Jazz thing und den Bayerischen Rundfunk arbeitet (Moderation in Jazztime bei BR Klassik). Er arbeitete auch für diverse Online Medien, zum Beispiel baute er beim Goethe-Institut das Internetportal Jazz aus Deutschland auf.[1] Er schreibt für Spiegel Online und verfasste Lexikon-Artikel zum Jazz zum Beispiel bei Microsoft Encarta, für Reclams Jazzlexikon (herausgegeben von Wolf Kampmann, Ekkehard Jost), Bertelsmann Musiklexikon und das Standardwerk Jazz Standards (herausgegeben von Hans-Jürgen Schaal). Er lebt in Unterschleißheim bei München und ist zurzeit freischaffender Journalist. 2011 wurde er Chefredakteur des SONO Magazin.[2]

Er leitete von 1998 bis 2014 das Jazzfestival auf Schloss Elmau (European Jazztival) und ist Juror beim Echo Jazz, bei Jazz Burghausen und beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik. 2002 bis 2004 hatte er die künstlerische Leitung eines Jazzfestivals in Rabat (Jazz aux Oudayas). Seit 2011 arbeitet er außerdem als Musikfotograf. Im Januar 2014 wurde seine erste Fotoausstellung Faces & Traces in der Münchner Galerie Jazz & Malerei des Jazzclubs Unterfahrt eröffnet. Im März 2015 folgte eine weitere umfassende Retrospektive zur Konzertfotografie im Haus der Fotografie von Burghausen.

Dombrowski produzierte Alben (u. a. das Trio Rouge aus Vincent Courtois, Michel Godard, Lucilla Galeazzi) und spielte als Hobby-Musiker in diversen Bands, unter anderem in einer Münchner Kritikerband La Banda Gitarre und Klavier[3].

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 erhielt Dombrowski den Preis für deutschen Jazzjournalismus der Jazzahead; die Jury würdigte sein breit gefächertes Fachwissen und sein weites stilistisches und formales Spektrum.[4]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Basis Diskothek Jazz, Reclam, 2005 (erweiterte Neuauflage 2011), ISBN 3150183723
  • John Coltrane - sein Leben, seine Musik, seine Schallplatten, Oreos Verlag 2002, ISBN 3923657633
  • Portrait Saxofon: Kultur, Praxis, Repertoire, Interpreten, Bärenreiter Verlag 2010, ISBN 978-3-7618-1840-4
  • Das Originale und das Originelle- Techniken kultureller Aneignung am Beispiel des Oriental Jazz, in Wolfram Knauer (Hrsg.) Begegnungen - The World meets Jazz, Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung, Band 10, Wolke Verlag 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jazz aus Deutschland, Goethe Institut
  2. SONO Magazin- Musik für erwachsene Hörer
  3. Jazzzeitung 2009
  4. Neue Musikzeitung, 25. April 2013