Sebastian Urbanski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Sebastian Urbanski (* 1978 in Berlin[1]) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urbanski wurde in Berlin geboren und hat das Down-Syndrom. Er ist als Theaterschauspieler erfolgreich, so 2010 als Hermes in Der Frieden nach Aristophanes im Berliner Theater Ramba Zamba der Kulturwerkstatt Sonnenuhr.[2] Dort spielte er auch in dem Stück Etwas über die Heiterkeit an trüben Tagen, einer Struwwelpeter-Adaption, mit.[3] Urbanski ist im Film Me too – Wer will schon normal sein? die deutsche Synchronstimme von Pablo Pineda.[4] In So wie du bist von Wolfgang Murnberger spielt er mit Juliana Götze. 2015 verfasste er gemeinsam mit seiner Mutter, der Journalistin Bettina Urbanski, sowie einer Ghostwriterin seine Autobiographie Am liebsten bin ich Hamlet.[5]

Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 2017 las Sebastian Urbanski vor dem Deutschen Bundestag den „Opferbrief“ von Ernst Putzki vor, geschrieben im September 1943 aus der hessischen Sterbeanstalt Weilmünster an seine Mutter.[6][7] Putzki wurde im Januar 1945 in der NS-Tötungsanstalt Hadamar ermordet.[8]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am liebsten bin ich Hamlet. Mit dem Downsyndrom mitten im Leben. Mit Marion Appelt und Bettina Urbanski. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-596-03165-8 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. @1@2Vorlage:Toter Link/www.zdf.de Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven: ZDF nachtstudio vom 10. November 2010
  2. Stefan Otto: Das Geschwätz der Götter. In: Neues Deutschland, 1. September 2010
  3. Theater Ramba Zamba
  4. Ina Pachmann: Die besondere Stimme. In: Berliner Zeitung, 14. August 2010
  5. "Ich bin ganz normal" Mit Down-Syndrom auf der Bühne. stern.de, 22. April 2015, abgerufen am 29. November 2017
  6. Bundestag gedenkt am 27. Januar der Opfer des Nationalsozialismus
  7. "Ich fühl mich ganz normal". deutschlandfunkkultur.de, 19. Oktober 2017, abgerufen am 29. November 2017
  8. «Wir haben nicht ins Schema gepasst» unserekirche.de, 26. Januar 2017, abgerufen am 29. November 2017