Seewiesen (Pöcking)

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Seewiesen
Gemeinde Pöcking
Koordinaten: 47° 58′ 16″ N, 11° 14′ 10″ O
Postleitzahl: 82319
Seewiesen (Bayern)
Seewiesen

Lage von Seewiesen in Bayern

Eingang zum Campus des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen
Der zu Seewiesen gehörende 8 ha große Eßsee im Winter

Seewiesen ist der Sitz des Max-Planck-Instituts für Ornithologie am Eßsee, Gemarkung Aschering, heute Teil der Gemeinde Pöcking in Oberbayern; gelegen zwischen Starnberger See und Ammersee, rund 40 Kilometer südwestlich von München.

Den Namen Seewiesen wählten die Gründungsdirektoren Erich von Holst und Konrad Lorenz für das ab 1955 auf freiem Feld errichtete Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie auf Anregung von Wolfgang Schleidt[1] nach der Struktur des umgebenden Geländes. Später bedauerten sie gelegentlich diese Wahl, da der Ortsname immer wieder zu Verwechslungen mit anderen, gleichnamigen Orten führte. Die offizielle Einweihung der Anlagen wurde im Jahr 1958 durch den Nobelpreisträger Otto Hahn vorgenommen. Das Institutsgelände ist 30 ha groß, davon sind 8 ha See (Eßsee).

Das MPI für Verhaltensphysiologie wurde im Jahr 1999 geschlossen, die Anlage wurde danach zunächst als Max-Planck Forschungsstelle für Ornithologie weitergeführt. Im Jahr 2004 wurde die Forschungsstelle mit der Berufung zweier Direktoren, Bart Kempenaers und Manfred Gahr wieder zum Institut, dem Max-Planck-Institut für Ornithologie. Die Vogelwarte Radolfzell in Radolfzell-Möggingen war bis 2019 Teilinstitut und ist seither eigenständiges Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie.

Diverses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das MPI für Ornithologie beschäftigt 150 Mitarbeiter. Forschungsschwerpunkte sind Organismische Biologie, Zoologie, Ornithologie, Neurobiologie, Verhaltensökologie, Evolutionsbiologie und Evolutionäre Genetik.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Seewiesen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alwin Schönberger: Wolfgang Schleidt – Der Tonmeister. In: Alwin Schönberger: Grenzgänger. Österreichische Pioniere zwischen Triumph und Tragik. Brandstätter Verlag, 2015, ISBN 978-3850338974