Seibu Tetsudō

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Seibu Tetsudō K.K.
engl. Seibu Railway Co., Ltd.
Logo
Rechtsform Kabushiki-gaisha
Gründung 7. Mai 1912[1]
Sitz Tokorozawa, Präfektur Saitama[1]
Leitung
Mitarbeiter 3.646[1]
Branche Verkehr
Website www.seibu-group.co.jp
Stand: 1. April 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Die Seibu Tetsudō K.K. (jap. 西武鉄道株式会社, Seibu tetsudō kabushiki-gaisha, dt. etwa Eisenbahn von West-Musashi, engl. Seibu Railway Co., Ltd.) ist eine japanische Eisenbahngesellschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge der „Seibu Tetsudō“ reichen bis in das Jahr 1894 zurück. In diesem Jahr nahm die „Kawagoe Tetsudō“ den Betrieb zwischen Kokubunji und Kawagoe auf. Diese erwarb 1921 eine Eisenbahngesellschaft namens „Seibu Tetsudō“ und erweiterte das Streckennetz nach Takadanobaba. Heute bildet diese Strecke die Seibu Shinjuku-Linie.

Die heutige „Seibu Tetsudō“ wurde am 7. Mai 1912 als „Musashino Tetsudō“ gegründet. Dieses betrieb das Streckennetz der heutigen Seibu Ikebukuro-Linie und fusionierte 1945 mit der alten „Seibu Tetsudō“, die zwischen Shinjuku und Ogikubo operierte. Der Name „Seibu“ wurde weiterhin verwendet und das Streckennetz in die westlichen Vororte Tokios ausgedehnt. Auch heute noch werden Shinjuku- und Ikebukuro-Linie getrennt betrieben; lediglich am Bahnhof Tokorozawa kreuzen sie sich.

Im Laufe der Jahre entstand mit der Einführung der Hotelkette Prince Hotels die Seibu Holdings, welche auch als Titelsponsor der Baseball-Profimannschaft Saitama Seibu Lions bekannt ist, weshalb mit dem Namen „Seibu“ außerhalb der Metropolregion Tokio oft die Baseball-Mannschaft oder der Seibu Dome assoziiert wird.

In den 1990ern geriet das Unternehmen in die Schlagzeilen, als Inhaber Yoshiaki Tsutsumi in den Verdacht geriet, die Bilanzen gefälscht zu haben. Der Sohn von Yasujirō Tsutsumi, welcher dessen Vorgänger und davor Inhaber der „Kawagoe Tetsudō“ war, schaffte es zuvor als Mehrheitsaktionär der „Seibu Tetsudō“ an die Spitze der Liste The World’s Billionaires.

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptstrecken der Seibu Tetsudō führen von Shinjuku und Ikebukuro in die westlichen Vororte Tokios

Seibu Railway betreibt westlich von Tokio ein 176,6 Kilometer langes Eisenbahnnetz.[1] Die zwölf von ihr betriebenen Linien sind mit S-Bahnen vergleichbar. Die betriebenen Linien sind:

Züge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S-Bahn-Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Klasse 10000 bildet das Flaggschiff der Seibu Tetsudō, welches unter der Marke „New Red Arrow“ als Schnellzug eingesetzt wird. Dieser bietet in der Hauptverkehrszeit eine komfortable Alternative zu den üblichen Zügen mit garantierten Sitzplätzen und einer 2+2-Bestuhlung.

Leo-Liner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Leo-Liner am Seibu Dome

Zudem betreibt Seibu Tetsudō zwischen den Bahnstationen Seibu-Kyūjo-mae (Seibu-Stadion) und Seibu-Yūenchi (Seibu-Vergnügungspark) den Peoplemover Yamaguchi-Linie. Die Züge tragen die Bezeichnung Leo-Liner, was darauf zurückzuführen ist, dass ein weißer Löwe, der auf die Figur Kimba, der weiße Löwe zurückgeht, das Logo der Seibu Lions ist. Verwendet wird das Automated Guided Transport System, kurz AGT-System. Die Züge werden dabei durch seitlich angeordnete Leitschienen auf der Fahrbahn gehalten. Die Fahrbahn selbst besteht aus Beton und die Züge sind gummibereift.

Die Strecke wurde am 25. April 1985 eröffnet und ersetzte einen dampfbetriebenen Zug. Sie ist insgesamt 2,8 Kilometer lang und verbindet die Endhaltestellen zweier anderen Strecken der Seibu Railway Company mit nur einem Zwischenhalt. In der Mitte der einspurigen Strecke befindet sich eine Ausweiche. Von den 2,8 Kilometern liegen 355 m in insgesamt fünf Tunnelabschnitten.

Entlang der Strecke befinden sich zahlreiche Attraktionen, die Besucher aus dem nahen Tokio und der Umgebung anziehen.

Die auf der Strecke verkehrenden Züge sind 34 Meter lang und bestehen aus je vier 8.500 mm langen und 2.900 mm breiten Wagen. Der Zug verfügt über insgesamt 302 (71-80-80-71) Sitzplätze. Betrieben werden sie mit 750 Volt Gleichstrom. Damit erreichen sie eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.

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Das Logo der Seibu Tetsudō bildet aus dem Initial „西“ (dt. Westen) einen stilisierten Apfel. Die beiden Ringe sollen dabei Räder und somit die Eisenbahn darstellen, während der Apfel Fruchtbarkeit und damit Entwicklung im Einklang mit der Natur symbolisieren soll.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seibu Tetsudō – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g www.seibu-group.co.jp – 会社要覧 (japanisch), abgerufen am 4. Juli 2016