Semele androgyna

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Semele androgyna
Semele androgyna var. androgyna

Semele androgyna var. androgyna

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Nolinoideae
Gattung: Semele
Art: Semele androgyna
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Semele
Kunth
Wissenschaftlicher Name der Art
Semele androgyna
(L.) Kunth

Semele androgyna, Klettermäusedorn genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Semele und gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Die Gattung ist nach Semele, der Mutter des Dionysos benannt [1].

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Semele androgyna ist ein immergrüner Strauch, der bis in die Wipfel der Bäume klettert und hierbei eine Länge bis zu 10 Meter erreicht. Junge Zweige werden zwischen 15 und 30 Zentimeter lang und tragen die zweizeilig angeordneten, blattartigen Phyllokladien. Die Form ist eiförmig oder länglich-lanzettlich, zum Teil gelappt. Die Oberfläche ist glänzend und die Konsistenz ledrig.

Phyllokladien von Semele androgyna

Semele androgyna ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Zwei bis sechs creme-gelbe Blüten stehen in Knäueln zusammen. Die Blüten wie auch die rötlichen Beeren stehen bei Exemplaren der westlichen Kanarischen Inseln am Rand der Phyllokladien. Bei der Varietät Semele androgyna var. gayae, die auf Gran Canaria vorkommt, entwickeln sich die Blüten vorwiegend auf der Fläche der Phyllokladien. Die Blütezeit reicht von November bis April.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.[2]

Klettermäusedorn (links) im Habitat

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Semele androgyna ist nur auf den Kanarischen Inseln mit Ausnahme von Lanzarote und Fuerteventura, außerdem auf Madeira verbreitet und wächst in Lorbeerwäldern in Höhenlagen zwischen 300 und 1000 Metern.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Semele umfasst drei Arten[3]:

Man kann bei Semele androgyna zwei Unterarten unterscheiden[3]:

  • Semele androgyna subsp. androgyna: Sie kommt auf den Kanaren und auf Madeira vor.
  • Semele androgyna subsp. pterygophora (J.G.Costa) M.Â.Carvalho: Sie kommt nur auf Madeira vor.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. Über 1600 Pflanzenarten. 2. Auflage. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2002, ISBN 3-440-09361-1.
  • Adalbert Hohenester, Walter Welss: Exkursionsflora für die Kanarischen Inseln. Mit Ausblicken auf ganz Makaronesien. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1993, ISBN 3-8001-3466-7 (PDF-Datei; 23,2 MB [abgerufen am 30. November 2016]).
  • Miguel Ângelo Almeida Pinheiro De Carvalho, Christopher Charles Wilcock, Teresa Maria Marques Dos Santos, Iolanda Catarina Vale Lucas, José Filipe Teixeira Ganana, Emanuel Franco, Devarajan Thangadurai, Doulathabad Muralidhara Rao, Nélia Freitas Sousa: A review of the genus Semele (Ruscaceae) systematics in Madeira. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 146, Nr. 4, ISSN 0024-4074, S. 483–497, doi:10.1111/j.1095-8339.2004.00351.x (dort sind es zwei Arten in der Gattung).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steckbrief zur Art vom Botanischen Garten Tübingen.
  2. Tropicos. [1]
  3. a b c d Rafaël Govaerts (Hrsg.): Semele - Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 18. September 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Semele androgyna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien