Sender Ehndorf

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Sender Ehndorf
Sender Ehndorf im September 2012
Sender Ehndorf im September 2012
Basisdaten
Ort: Arpsdorf
Land: Schleswig-Holstein
Staat: Deutschland
Höhenlage: 13 m ü. NN
Verwendung: Rundfunksender
Besitzer: Media Broadcast
Daten des Mastes
Bauzeit: 1967
Baustoff: Stahl
Betriebszeit: seit 1967
Gesamthöhe: 65 m
Daten der Sendeanlage
Anzahl der Türme/Masten: 2
Wellenbereich: MW-Sender
Rundfunk: MW-Rundfunk
Positionskarte
Sender Ehndorf (Schleswig-Holstein)
Sender Ehndorf
Sender Ehndorf
54.0416849.847784Koordinaten: 54° 2′ 30,1″ N, 9° 50′ 52″ O

Der Sender Ehndorf, auch bekannt als Sender Neumünster ist ein Mittelwellensender der Media Broadcast GmbH. Standort ist Arpsdorf in Schleswig-Holstein.

Aufbau[Bearbeiten]

Als Sendeantenne kommt eine Richtantenne, bestehend aus zwei 65 Meter hohen Stahlgittermasten mit dreieckigem Querschnitt zum Einsatz. Die Richtstrahlung ist notwendig, um gegenseitige Störungen mit einem auf der gleichen Frequenz sendenden Mittelwellensender im über 1360 Kilometer entfernten Novi Sad (Serbien) zu vermeiden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Sendeanlage ging im November 1967 zunächst mit 600 Kilowatt Leistung auf der Frequenz in Betrieb. Hierfür kamen zwei 300 Kilowatt starke Röhrensender zum Einsatz, die zu 600 Kilowatt zusammengeschaltet wurden. Mit Inkrafttreten des Genfer Wellenplans im Jahr 1978 wurde die Frequenz leicht auf 1269 kHz geändert.

Der Sender wurde 1986 für 6,5 Millionen Deutsche Mark erneuert,[1] was heute ungefähr 5.559.198 Euro entsprechen würden.

Von 1967 bis 1994 wurde in den Tagstunden das deutschsprachige Programm des Deutschlandfunks für Hörer in Ostdeutschland in der damaligen DDR und in den Abendstunden fremdsprachige Programme in Dänisch, Niederländisch, Englisch, Norwegisch und Schwedisch für Hörer in Nordwesteuropa ausgestrahlt. Am 1. Juni 1993 wurden die fremdsprachigen Programme des Deutschlandfunks von der Deutschen Welle übernommen, die die Sendungen aus Ehndorf enorm reduzierte. Am 1. Januar 1994 entfielen die fremdsprachigen Sendungen komplett und es wird seitdem rund um die Uhr das Programm des Deutschlandfunks übertragen.

1995 wurde die Leistung von 600 Kilowatt auf 300 Kilowatt reduziert. 2005 installierte Transradio einen neuen 800 kW Sender (TRAM 800)[2], die Sendeleistung wurde jedoch nie über 300 kW erhöht.

Der Sender Ehndorf soll zum 31. Dezember 2014 nach einer Forderung der KEF, die die Abschaltung sämtlicher Mittelwellen- und Langwellensender der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vorsieht, abgeschaltet werden. Als alternativen Empfangsweg für die von hier aus ausgestrahlten Seewetterberichte wird DAB sowie das Internet angesehen.[3]

Sonstiges[Bearbeiten]

Aufgrund der guten Ausbreitungsbedingungen auf dem Nordsee und auf der Ostsee wird der Sender Ehndorf auch zur Ausstrahlung von Seewetterberichten benutzt. Hierfür werden täglich um 1:05 Uhr, 6:40 Uhr, 11:05 Uhr, während der Sommerzeit auch um 21:05 Uhr Seewetterberichte anstelle des Deutschlandfunks ausgestrahlt.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. dradio.de: 300-Kilowatt-Sender mit siedegekühlten Senderöhren
  2. Installierte Leistung, siehe auch GB 2005 von Transradio
  3. Deutschlandradio: Zukunft des Seewetterberichts gesichert. 2. Juli 2013, abgerufen am 25. Oktober 2014.
  4. Seewetterbericht im DLF