Sepp Forcher

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Sepp Forcher bei Dreharbeiten für Klingendes Österreich an der niederösterreichisch-burgenländischen Grenze in Kaisersteinbruch (2001)

Sepp Forcher (* 17. Dezember 1930 als Giuseppe Forcher in Rom) ist ein österreichischer Radio- und Fernsehmoderator. Bekanntheit erlangte Forcher durch die Volksmusik- und Brauchtumssendung Klingendes Österreich, welche er seit 1986 moderiert.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sepp Forcher kam am 17. Dezember 1930 als Sohn von Südtiroler Eltern in Rom als Giuseppe Forcher zur Welt. Er wuchs in Sexten in bescheidenen Verhältnissen auf. Der Vater war Hüttenwirt. Seine Eltern entschieden sich nach dem Südtirol-Abkommen zwischen Hitler und Mussolini für die Option, das heißt Italien den Rücken zu kehren und ihren ursprünglichen Heimatort Sexten zu verlassen. Seine spätere Kindheit und Jugend verbrachte Forcher ab 1940 in Werfenweng im Pongau (Salzburg). Bis 1955 arbeitete er als Baraber beim Kraftwerksbau in Kaprun, als Träger am Heinrich-Schwaiger-Haus in Kaprun und der Oberwalder Hütte am Großglockner. Während dieser Zeit bestieg er zahlreiche Berge: das Matterhorn, den Mont Blanc und Gipfel in den Pyrenäen.

Ab 1955 war Forcher Hüttenwirt mit Helli (die er am 9. Juni 1956 heiratete) am Berglandhaus in Großarl und seit 1959 Hüttenwirt am Zeppezauerhaus am Untersberg in Salzburg. Ab 1966 verwaltete er Berghäuser in Krippenbrunn am Dachstein. Seit 1971 war Forcher Stadtwirt im Platzlkeller im Herzen Salzburgs und 1976 begann seine Mitarbeit beim Österreichischen Rundfunk (Ins Land einischaun, Mit’m Sepp ins Wochenende). Seither moderierte er mehr als 1000 Mal die Radiosendung Mit Musik ins Wochenende und wurde durch seine Volkskultur-, Museums- und Landfunksendungen zum Publikumsliebling. Seit 1986 war Sepp Forcher auch mit einer wöchentlichen Kolumne in der Salzburg Krone vertreten. Ebenfalls seit 1986 ist Forcher Moderator der Fernsehsendung Klingendes Österreich, in der er in bisher mehr als 180 Folgen die musikalischen Traditionen und landschaftlichen Schönheiten österreichischer und grenznaher Gegenden vorführt und authentische Volksmusik präsentiert.

1999 wurde Sepp Forcher der René-Marcic-Preis für publizistische Leistungen verliehen. 1993 gewann er eine Goldene Romy. 2014 wurde er in die Bruderschaft „Santa Maria dell’Anima“ in Rom aufgenommen.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996 − Sepp Forcher, Franz Meixner, Ilse Simbrunner: Klingendes Österreich, ISBN 3-70250-349-8
  • 2004 − Sepp Forcher, Caroline Kleibel: Nimm dir Zeit. Gedanken von Sepp Forcher, ISBN 3-90240-413-2
  • 2005 − Sepp Forcher: Ins Herz einig’schaut − Betrachtungen von Tag zu Tag, ISBN 3-85326-374-7
  • 2012 − Sepp Forcher: Einfach glücklich − Was im Leben wirklich zählt, ISBN 3-85033-600-X
  • 2014 − Sepp Forcher: Das Glück liegt so nah − Warum wir auf Österreich stolz sein können, ISBN 3-85033-810-X

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edgar Breuss, Wolfgang Weber: Sepp Forcher − I mog die Leut’. Vom Hüttenwirt zum Fernsehstar. NP-Buchverlag, St. Pölten-Wien-Linz 2000, ISBN 3-85326-149-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]