Severin Fiala

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Severin Fiala (* 1985 in Horn)[1] ist ein österreichischer Filmregisseur und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Severin Fiala studierte an der Filmakademie Wien Drehbuch. Sein Onkel ist der Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent Ulrich Seidl.[2][3][4]

Seine Filme entstehen meistens in künstlerischen Kooperationen. So hat er 2009 seinen ersten Kurzfilm Elefantenhaut gemeinsam mit Ulrike Putzer realisiert.[2] Der Film feierte bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen 2009 seine Premiere und gewann mehrere Preise.

2003 gründete er gemeinsam mit Valentin Fiala, Nikolaus Eckhard und Klaus Haidl die Ölfilm Productions, ein Kollektiv, welches diverse sogenannte Ölfilme realisierte, darunter The End of Walnut Grove, der 2013 seine Premiere bei den Filmfestspielen in Locarno hatte.[5]

Seit Jahren arbeitet Severin Fiala vor allem gemeinsam mit Veronika Franz. Mit ihr zusammen drehte er 2012 sein Langfilmdebüt Kern, eine Dokumentation über Peter Kern.[6] Darauf folgte Ich seh Ich seh, ihr erster gemeinsamer Spielfilm. Der Film hatte bei den Filmfestspielen Venedig Premiere und gewann in der Folge 26 Auszeichnungen, darunter der „Melies d'or“ für den besten europäischen Genrefilm des Jahres 2015. Beim Österreichischen Filmpreis 2016 wurde Fiala gemeinsam mit Franz in den Kategorien Beste Regie und Bester Spielfilm ausgezeichnet.[7]

The Lodge, eine britisch-amerikanische Koproduktion, ist der dritte Langfilm, den Severin Fiala und Veronika Franz gemeinsam realisierten.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Severin Fiala arbeitet seit 2004 ehrenamtlich als Notfallsanitäter, außerdem ist er Ortsstellenleiter-Stellvertreter beim Roten Kreuz Horn.[8]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Elefantenhaut (Regie und Drehbuch)
  • 2012: Kern (Regie und Drehbuch)
  • 2013: The End of Walnut Grove (Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Schauspiel)
  • 2014: Ich seh Ich seh (Regie und Drehbuch)
  • 2018: Die Sünderinnen vom Höllfall (Kurzfilm aus der Anthologie The Field Guide to Evil, auch Die Trud; Regie und Drehbuch)[11]
  • 2019: The Lodge (Regie und Drehbuch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Severin Fiala in der Internet Movie Database (englisch)
  2. a b Marschall Clemens: Filmemacher Severin Fiala über seine Arbeit, die Filmakademie und «Onkel» Ulrich Seidl. In: augustin.or.at. 1. Juni 2011, abgerufen am 14. Februar 2020.
  3. Matthias Greuling: Die Hollywood das Fürchten lehren. In: Wiener Zeitung. 4. Februar 2020, abgerufen am 14. Februar 2020.
  4. Alexandra Seibel: Veronika Franz, Severin Fiala: Austro-Horror, made in Hollywood. In: Kurier.at. 16. April 2016, abgerufen am 14. Februar 2020.
  5. The End of Walnut Grove in der Internet Movie Database (englisch)
  6. Kern – Ein Film von Veronika Franz und Severin Fiala. Ulrich Seidl Filmproduktion, abgerufen am 15. Februar 2020.
  7. Dominik Kamalzadeh: Österreichischer Filmpreis: "Ich seh, ich seh" großer Gewinner. In: Der Standard. 21. Januar 2016, abgerufen am 15. Februar 2020.
  8. Severin Fiala. Österreichisches Rotes Kreuz Bezirksstelle Horn, abgerufen am 15. Februar 2020.
  9. Viennale: Filmpreis an "Ich seh Ich seh". In: Der Standard. 5. November 2015, abgerufen am 16. Februar 2020.
  10. Großer Diagonale-Spielfilm-Preis an "Ich seh Ich seh". In: Der Standard. 21. März 2015, abgerufen am 16. Februar 2020.
  11. Diagonale 2019 - „Die Sünderinnen vom Höllfall“ - Drückende Moral. In: Tiroler Tageszeitung . 21. März 2019, abgerufen am 16. Februar 2020.