Sibylle Kynast

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Sibylle Kynast

Sibylle Kynast (* 31. Januar 1945 in Gangkofen) ist eine deutsche Sängerin und Gitarristin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sibylle Kynast erlernte das Gitarrespielen und begleitete sich bei ihren ersten Soloauftritten selbst auf der Gitarre. 1964 bis 1965 spielte sie an der Hamburger Studentenbühne der Universität Hamburg in dem Stück „Liebe ist besser als Krieg, Liebeslyrik aus drei Jahrtausenden“ und sang dort freche Liebeslieder. 1965 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der Hamburger Folk-Rock Gruppe Die City Preachers. Kynast sang in dieser Gruppe vor allen Dingen jiddische, spanische, israelische und osteuropäische Lieder. Bis in die 1970er Jahre sang sie mit Inga Rumpf und Dagmar Krause.

Zunächst war das Singen und Spielen bei den City Preachers ein Hobby. Nachdem sie mit den City Preachers ihre erste Schallplatte mit dem Titel Folklore bei der Teldec [1] veröffentlicht hatte, folgten Bühnenauftritte, Rundfunkproduktionen, Fernsehauftritte und weitere LP´s. Sie entschloss sich, das Singen berufsmäßig zu ergreifen und beendete 1966 ihre Töpferlehre.

Als sich die City Preachers 1969 immer mehr von der Folk-Musik entfernten, begann sie eine Solokarriere und arbeitete zusammen mit Eckart Kahlhofer für den NDR- Kinderfunk. Sie gestaltete eine eigene Sendereihe und schrieb den Rahmen für diese Sendungen, die sie auch selbst moderierte. Eckart Kahlhofer vertonte Kindergedichte, u.a. von James Krüss, die gemeinsam von ihnen gesungen wurden.

Nachdem sie als Solistin nicht den gewünschten Erfolg hatte, begann sie 1973 ein vierjähriges Studium in Kunstpädagogik und Kunsttherapie an der Fachhochschule Ottersberg. Das Studium verdiente sie sich unter anderem mit Gesangsauftritten in verschiedenen Folkloreclubs, zum Beispiel im Kleinen Olymp in Bremen. Zwei Jahre sang und spielte sie als Gitarristin bei der Bremer Band Rademaker, Packeiser und Co englische und irische Volksmusik.

Nach Abschluss des Studiums arbeitete sie 25 Jahre als Lehrerin für Kunst und Handwerk an den Waldorfschulen Freie Rudolf Steiner Schule Ottersberg, Freie Waldorfschule Graz Österreich, Freie Waldorfschule Frankfurt am Main und Freie Waldorfschule Berlin Kreuzberg. Auch während ihrer Lehrtätigkeit veranstaltete sie Konzerte mit Musikgruppen oder erteilte Musikunterricht.

2009, nach Beendigung ihrer Lehrtätigkeit, gründete sie die Weltmusik-Gruppe Sibylle Kynast & Freunde. Mit folkloristischen Liedern auf Jiddisch, Ladino, Spanisch, Hebräisch, Russisch und Deutsch veranstaltet sie Konzerte und veröffentlichte zwei Alben.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soloalben, CDs
  • 1964: Lieder von Anderswo (Thorofon)
  • 2010: Amol is gewen (Indepent)
  • 2012: Scha still (Eigenverlag)
mit der Hamburger Studentenbühne
  • 1965: Liebe ist besser als Krieg, erotische Lyrik und lose Lieder (Fontana Records)
mit den City Preachers
  • 1965: Folklore (Teldec)
  • 1966: Die City Preachers (Decca)
  • 1966: Gypsy Swing (Emi)
  • 1966: Warum? (Philips)
  • 1967: Cool Water – Internationale Folk Hits (Decca)
  • 1968: Der Kürbis, die Traumtänzer und das Transportproblem (Decca)
  • 1971: Back to the City (Hörzu/Metronome)
  • 1998: Folklore (CD, Teldec)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1], City Preachers Folklore LP