Gangkofen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Gangkofen
Gangkofen
Deutschlandkarte, Position des Marktes Gangkofen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 26′ N, 12° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Höhe: 439 m ü. NHN
Fläche: 108,75 km2
Einwohner: 6433 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84140
Vorwahlen: 08722, 08735
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 121
Marktgliederung: 171 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 21/23
84140 Gangkofen
Webpräsenz: www.gangkofen.de
Bürgermeister: Matthäus Mandl (CSU)
Lage des Marktes Gangkofen im Landkreis Rottal-Inn
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Bürgerhäuser am Marktplatz

Gangkofen ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gangkofen liegt im sanften Tal der Bina an der B 388, etwa 17 km westlich von Eggenfelden, 26 km südlich von Dingolfing, 40 km südöstlich von Landshut, 25 km nördlich von Mühldorf und 32 km von der Kreisstadt Pfarrkirchen entfernt.

Gangkofen ist die westlichste Gemeinde des Landkreises Rottal-Inn und grenzt im Norden an den Landkreis Dingolfing-Landau, im Süden an den Landkreis Mühldorf und im Westen an den Landkreis Landshut. Gangkofen wird insgesamt der Region Rottal zugerechnet, da der Markt zum Altlandkreis Eggenfelden (im Rottal) gehörte und wirtschaftlich und kulturell eher nach Osten orientiert ist. Die westlicheren Teile der Gemeinde - die ehemaligen Landgemeinden Dirnaich und Hölsbrunn - gehörten ursprünglich zum Altlandkreis Vilsbiburg (im Vilstal), sodass sich deren Einwohner bis heute in diese (westliche) Richtung orientieren.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 171 Ortsteile[2]:

Markt Gangkofen nach einem Stich von Michael Wening von 1721

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gangkofen wurde 889 erstmals urkundlich erwähnt. Es soll 1007 bei der Gründung des Bistums Bamberg zu dessen Ausstattungsgut gehört haben. 1279 schenkte Graf Wenhard II. von Leonberg dem Deutschen Orden das Patronatsrecht über die Pfarrei und gründete damit die Deutschordenskommende in Gangkofen. Dies führte dazu, dass das Ordensgebiet ein Teil der Deutschordensballei Franken war und somit auch ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis gehörte. Der Rest Gangkofens gehörte zum Bayerischen Reichskreis. Bis zu ihrer Auflösung 1805/06 war diese Kommende die einzige Niederlassung des Deutschen Ordens im heutigen Niederbayern.

Im Jahr 1379 erhielt Gangkofen das Marktrecht. Das Wappen wurde 1450 von Herzog Ludwig IX. von Bayern-Landshut verliehen. Der Aufschwung wurde jedoch von verheerenden Feuersbrünsten (so etwa 1590 und 1666) und Kriegswirren (Einmarsch der Schweden 1632 und 1648), sowie Pestepidemien (1357 und 1649) immer wieder zunichtegemacht.

Der Markt Gangkofen war vor 1803 Pflegamt und gehörte zum Rentamt Landshut des Kurfürstentums Bayern. Die Kommende des Deutschen Ordens, die mit der Edelmannsfreiheit (Hofmarksrecht) begabt war und die Vogtei über ihre einschichtigen (behausten) Güter ausübte, wurde 1806 durch das Königreich Bayern aufgelöst. Gangkofen besaß darüber hinaus ein magistratisches Marktgericht. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die politische Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Oktober 1875 erhielt Gangkofen mit Eröffnung der Bahnstrecke Mühldorf–Pilsting Anschluss an das Eisenbahnnetz. Seit dem 27. September 1970 wird diese Verbindung jedoch nur mehr im Güterverkehr genutzt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Kollbach, Obertrennbach, Panzing, Reicheneibach und Teile von Malling eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 kamen Dirnaich, Hölsbrunn sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Sallach und Thambach, die dem Landkreis Mühldorf am Inn angehörte, hinzu.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 kam es bei einer Wahlbeteiligung von 53,73 Prozent zu folgendem Ergebnis (in Klammern der Stimmenanteil):[5]

  • CSU: 9 Sitze (45,84 %)
  • FWG: 5 Sitze (24,11 %)
  • UWG: 4 Sitze (18,16 %)
  • WG Kollbach: 2 Sitze (11,89 %)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2008 Matthäus Mandl (CSU). Er wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 93,19 % der abgegebenen Stimmen wiedergewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 210 Metern Länge und 18 Metern Breite besitzt der 0,6 Hektar große Marktplatz ein annähernd typisches Verhältnis von 1:8. Die Häuser haben teilweise noch die alten Schweifgiebel. Die Pfarrkirche wurde nach dem großen Brand von 1666 bis 1670 neu errichtet, der Kirchturm kam 1695 bis 1697 dazu. Nordwestlich der Kirche liegt die 1691 neu erbaute dreiflügelige Spätbarockanlage der Deutschordens-Kommende.

Im Ortsteil Malling befand sich das abgegangene Schloss Malling, im Ortsteil Panzing lag das ebenfalls abgegangene Schloss Panzing.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei lokale Tageszeitungen zählen Gangkofen zu ihrem Verbreitungsgebiet: Der „Rottaler Anzeiger“ (Regionalausgabe der Passauer Neuen Presse, PNP) hat seinen Redaktionssitz knapp 20 km östlich in Eggenfelden, die Vilsbiburger Zeitung (der Zeitungsgruppe Landshuter Zeitung/Straubinger Tagblatt zugehörig) im etwa 17 km westlich gelegenen Vilsbiburg. Jahrelang entzündete sich dann und wann ein Konkurrenzkampf zwischen den Blättern um die Leserschaft der Marktgemeinde, nun scheinen die Linien abgesteckt und es herrscht Frieden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111129/222449&attr=OBJ&val=801
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 455.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens- Grenz-, und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 629.
  5. wahl.info

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gangkofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien