Sichtzeichen

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Sichtzeichen dienen der Informationsweitergabe in Situationen, in denen die Verständigung auf anderem Wege nur eingeschränkt möglich oder z. B. aus einsatztaktischen Gründen unzweckmäßig ist. Sie finden insbesondere bei Spezialeinheiten der Polizei oder beim Militär Verwendung. Sie dienen u. a. der Weitergabe von Befehlen, Richtungsangaben oder der Einweisung von Kraftfahrern z. B. beim Rückwärtsfahren.

Sichtzeichen können als Armzeichen/Handzeichen oder – bei eingeschränkter Sicht – als Lichtzeichen gegeben werden. Sofern die jeweilige Lage es erlaubt, können auch Geräuschzeichen (z. B. unter Zuhilfenahme einer Signalpfeife) eingesetzt werden, um die Gabe von Sichtzeichen anzukündigen.

Der Signalgebende zeigt durch die Geschwindigkeit des Gebens von Sichtzeichen an, wie schnell oder wie langsam der oder die jeweiligen Befehle ausgeführt werden sollen. Kombiniert er mehrere Sichtzeichen, lässt er zwischen zwei Sichtzeichen eine kurze Pause. Durch Wiederholung bestätigt der Empfänger, dass er den jeweiligen Befehl verstanden hat. Bei Armzeichen/Handzeichen erfolgt die Bestätigung durch Weitergabe an die anderen Gruppenmitglieder; bei Lichtzeichen wird zunächst in Richtung des Signalgebenden bestätigt und das Zeichen anschließend weitergegeben. Militärische Verkehrsregelungszeichen wie z. B. von Feldjägern oder bei der Einweisung von Kraftfahrern werden vom Empfänger nicht wiederholt.

Armzeichen/Handzeichen werden mit der bloßen Hand, einem oder beiden Armen oder mit einem Hilfsgegenstand (z. B. Winkerkelle) gegeben. Lichtzeichen werden in der Regel in unterschiedlichen Signalfarben (Weiß, Grün, Rot) gegeben. Auf Eisenbahnanlagen oder in deren unmittelbarer Umgebung sind Lichtzeichen nur zulässig, sofern der Bahnbetrieb hierdurch nicht gefährdet wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]