Siebold-Museum

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Siebold-Museum

Das Siebold-Museum (japanisch シーボルト·博物館) ist ein Museum in Würzburg-Zellerau, das dem Arzt, Japan- und Naturforscher, Ethnologen, Botaniker und Sammler Philipp Franz von Siebold gewidmet ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Siebold-Museum ist in der Frankfurter Straße 87 in der ehemaligen Direktorenvilla des Würzburger Bürgerbräus aus der Gründerzeit untergebracht und wurde am 3. Juli 1995 durch die Siebold-Gesellschaft eröffnet. Unterstützt wurde sie dabei von der Stadt Würzburg sowie von Sponsoren aus Deutschland und Japan.[1]

Die Villa ist Teil des denkmalgeschützten Komplexes "Würzburger Bürgerbräu". Der Komplex ist in der bayerischen Baudenkmalliste unter der Denkmalnummer D-6-63-000-136 aufgeführt.[2] Neben zwei Museumsgeschossen sind in der ehemaligen Direktionsvilla auch eine deutsch-japanische Begegnungsstätte und ein Bibliotheksraum untergebracht. Daneben gibt Räumlichkeiten zur Ausrichtung verschiedener Veranstaltungen wie Konzerte, Symposien, Versammlungen und anderer Festlichkeiten.[1][3]

Mit dem Sieboldhuis in Leiden und dem Siebold Memorial Museum in Nagasaki besteht eine langjährige Partnerschaft. Seit dem 1. November 2004 besteht daneben eine Museumspartnerschaft mit dem Mogami-Tokunai Memorial Museum in Murayama.[1]

Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Japan-Bibliothek des Siebold-Museums befindet sich noch im Aufbau und umfasst ca. 18 000 Bände bestehend aus Büchern, Zeitschriften, Aufsätzen verfasst in deutscher, englischer, französischer und japanischer Sprache. Ziel ist es diese Bestände der Forschung zugänglich zu machen und damit einen Ersatz für die durch die Verlagerung der Japanologie der Universität Würzburg nach Erlangen entstandene Lücke zu bieten.[4]

Ausstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dauerausstellung zeigt Exponate zum Leben und Wirken der Würzburger Ärzte und Gelehrtenfamilie Siebold sowie Objekte aus dem deutschen und japanischen Lebensabschnitt von Philipp Franz von Siebold.[3] Außerdem gibt es regelmäßig Sonderausstellungen.[5][6]

Sonder- und Wechselausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf den Spuren Siebolds in Würzburg und Japan (03.07.1995 – 02.10.1995)
  • Leben im Kimono 1868 – 1968 (11.11.1995 – 14.01.1996)
  • Philipp Franz von Siebold, seine Familie – seine Zeit (17.02.1996 – 20.03.1996)
  • Handel und Handwerk im alten Japan (17.08.1996 – 22.09.1996)
  • Alexander von Siebold 1846 – 1911. Diplomat in japanischen Diensten (06.10.1996 – 24.11.1996)
  • Hiroshima – Nagasaki. Für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen (15.02.1997 – 20.03.1997)
  • Flora Japonica (02.08.1997 – 07.09.1997)
  • Das alte Japan – Spuren und Objekte der Siebold-Reisen (27.03.1999 – 27.06.1999)
  • Otto Gottlieb Mohnike und die erfolgreiche landesweite Pockenschutzimpfung in Japan 1849 (18.03.2000 – 30.06.2000)
  • Japanische Schwerter und Zierat (16.02.2001 – 01.05.2001)
  • Academia Sieboldiana - Eine Würzburger Familie schreibt Medizingeschichte (21.11.2002 – 21.04.2003)
  • Weltkulturerbe in Japan (04.12.2003 – 18.04.2004)
  • Hiroshima-Nagasaki 1945-2005. Für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen (26.07.2008 – 10.08.2008)
  • Textiles aus Japan - Eine Reise durch die prächtige japanische Webe- und Färbewelt (18.10.2009 – 18.04.2010)
  • Japans Philosophie der Wissenschaft zu Zeiten Philipp Franz von Siebolds ( 03.07.2010 – 26.09.2010)
  • 1000 Jahre Genji Monogatari. Die Geschichte vom Prinzen Genji (10.10.2010 – 20.02.2011)
  • Siebolds Blumengarten (19.03.2011 – 01.05.2011)
  • Philipp Franz von Siebold Jugend in Würzburg 1796-1822 (07.10.2012 – 17.2.2013)
  • Nô-Masken - Mystische Symbole Japans (20.07.2013 – 20.10.2013)
  • Japans Rolle zu Beginn des 1. Weltkriegs (01.08.2014 – 26.10.2014)
  • Schrift-Sprache-Zeichen (11.02.2017 – 31.03.2017)
  • Berühmte Stätten Japans: Engelbert Kaempfers Album mit Bildern japanischer Tempel und Gebäude (03.06.2017 – 27.08.2017)
  • Von der Kraft des Feuers und der Macht der Form – Japanische Keramik von Jan Kollwitz (09.12.2017 – 27.08.2017)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Geschichte des Siebold-Museums. In: Website des Siebold-Museums. Abgerufen am 10. Dezember 2017.
  2. Denkmalliste für Würzburg beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Denkmalnummer D-6-63-000-136
  3. a b Dauerausstellung. In: Website des Siebold-Museums. Abgerufen am 10. Dezember 2017.
  4. Die Japan-Bibliothek des Siebold-Museums Würzburg. In: Website des Siebold-Museums. Abgerufen am 10. Dezember 2017.
  5. Sonderausstellung. In: Website des Siebold-Museums. Abgerufen am 10. Dezember 2017.
  6. Ausstellungen Retroperspektive. In: Website des Siebold-Museums. Abgerufen am 10. Dezember 2017.

Koordinaten: 49° 47′ 37,4″ N, 9° 53′ 39,9″ O