Siegfried und das sagenhafte Liebesleben der Nibelungen

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Filmdaten
OriginaltitelSiegfried und das sagenhafte Liebesleben der Nibelungen
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1971
Länge95 Minuten
AltersfreigabeFSK 18
Stab
RegieAdrian Hoven
DrehbuchFred Denger
Brigitte Parnitzke
ProduktionIngo Hermes
MusikDaniele Patucchi
KameraHannes Staudinger
SchnittIngeborg Hoffmann
Besetzung

Siegfried und das sagenhafte Liebesleben der Nibelungen ist ein komödiantischer Sex- und Abenteuerfilm aus dem Jahre 1970 von Adrian Hoven mit Raimund Harmstorf in der Titelrolle.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film hält sich in seinem Handlungsgerüst, von einer wichtigen Ausnahme abgesehen, weitgehend an die bekannte Nibelungensage, garniert die Geschichte aber mit zahlreichen Nackt- und Sex- aber auch mehreren Actionszenen.

Im mittelalterlichen Worms kehrt der als Drachentöter zu frischem Ruhm gekommene Jung-Siegfried ein. Der kraftstrotzende und mit einem enormen Selbstbewusstsein wie notorischer Dauerfröhlichkeit gesegnete Held bricht rasch die Herzen aller junger Maiden in der Stadt und am Hofe König Gunthers. Diesem ist nicht nur Siegfrieds Heldentat zu Ohren bekommen, sondern auch, dass der Drachentöter zwischen den Beinen außerordentlich gut bestückt sein soll. Gunther befindet, dass der „Beste“ gerade gut genug für seine Schwester Kriemhild ist, und verspricht ihm, die blonde Prinzessin zur Frau geben zu wollen. Doch zuvor möchte Siegfried erst einmal die weibliche Damenwelt vor Ort erforschen, und zwar von Kopf bis Fuß, im Heu, auf der Wiese und im Lotterbett. Infolge einer ausufernden Sexorgie entjungfert Siegfried nahezu die gesamte weibliche Dienerschaft sowie einen Knappen, der sich als Mädchen herausstellen soll.

Anschließend machen sich Gunther und Kriemhild nach Island auf, um dort mit Siegfrieds Hilfe um die Gunst der sagenhaften Königin Brunhild zu werben. Mit Siegfrieds „bestem Stück“ im Einsatz, so hofft Gunther, könne ihm Brunhild keinen Korb geben. Siegfried zieht kurz die Tarnkappe über, und während die brünette Königin Gunther bei und in sich wähnt, ist es gerade Jung-Siegfried, der sie beglückt. Brunhild willigt daraufhin ein, Gunthers Eheweib zu werden, ist aber außer sich vor Zorn, als sie von dem schändlichen Sexualbetrug durch die beiden Männer erfährt. Die Spannungen bei Hof enden in Mord und Totschlag, doch als Gunthers finsterer Vertrauter Hagen von Tronje beauftragt wird, mit einer Lanze Siegfried rücklings zu töten, ist es Siegfrieds blonde Maid, die von hinten Hagen anspringt und damit den feigen Mordanschlag verhindert.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegfried und das sagenhafte Liebesleben der Nibelungen entstand im Herbst 1970 und wurde am 8. April 1971 uraufgeführt. Aufgrund der zahlreichen Sexszenen und mannigfaltigen Zurschaustellung nicht nur weiblicher Brüste, sondern auch männlicher wie weiblicher Geschlechtsteile wurde der Streifen erst für Zuschauer ab 18 Jahren freigegeben.

Für Hauptdarsteller Harmstorf, der in der Interpretation des „potenzprotzigen Titelhelden“[1] Siegfried ganz auf seine Körperlichkeit baut, bedeutete der Streifen seine erste Kinohauptrolle. Unmittelbar im Anschluss daran begann er mit den Dreharbeiten zu dem Jack-London-Fernsehvierteiler Der Seewolf, mit dem Harmstorf zur Vorweihnachtszeit 1971 als kartoffelquetschender Titelheld über Nacht berühmt werden sollte.

Regisseur Hoven hatte auch die Herstellungsleitung. Die Bauten stammen von Max Mellin.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Lexikon des internationalen Films heißt es: „Motive aus der Nibelungensage dienen als Aufhänger für eine Aneinanderreihung mieser Sexszenen.“[2]

Das große Personenlexikon des Films nannte Hovens Film eine „dümmlich-platte(n) Sexplotte“[3]

„Motive aus der Nibelungensage dienen als Aufhänger für eine Aneinanderreihung textilfreier Sexszenen: In der Atmosphäre der alten Zeiten und nordischen Mystik, trifft der Held Siegfried (Raimund Harmstorf) immer wieder auf reizende Schönheiten. Er lässt seiner Leidenschaft freien Lauf. Mit seinem Charme, seiner Männlichkeit und seinem enormen “Schwert” meistert er jede Gefahr.“

Moviepilot.de

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films, Band 3, S. 540. Berlin 2001
  2. Siegfried und das sagenhafte Liebesleben der Nibelungen. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins; abgerufen am 2. März 2017.
  3. Das große Personenlexikon des Films, S. 540

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]