Silja Graupe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Silja Graupe, 2014

Silja Graupe (* 1975) ist eine deutsche Ökonomin. Sie ist seit Mai 2015 Professorin für Ökonomie und Philosophie sowie Leiterin des Instituts für Ökonomie an der Cusanus Hochschule. [1] Nach dem Ausscheiden von Präsident Martin Thomé wurde sie am 20. November 2017 zur Übergangspräsidentin dieser Hochschule gewählt.[2] Ihr voriges Amt als Vizepräsidentin ruht derzeit.[3]

Akademischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Silja Graupe promovierte 2005 zum Thema „Der Ort ökonomischen Denkens. Die Methodologie der Wirtschaftswissenschaften im Licht japanischer Philosophie“. Von 2009 bis 2014 lehrte sie, zunächst als Juniorprofessorin im Fachbereich Bildungswissenschaften, später als Professorin im Fachbereich Wirtschaft, an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn. Seit Februar 2014 ist sie Mitglied des Präsidiums der Cusanus Hochschule. Ferner ist sie Gründungsmitglied und stellvertretende Vorstandssprecherin der Gesellschaft für sozioökonomische Bildung und Wissenschaft.

Kritik des ökonomischen Mainstreamdenkens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graupe vertritt in Forschung und Lehre den Standpunkt, dass gegenwärtig die Ökonomie von einer geistigen Monokultur, d. h. einem dogmatischen Mainstreamdenken (insbesondere der Neoklassik) durchsetzt ist und dabei bewusst oder unbewusst unsere Lebenswelt gestaltet. Diese geistige Monokultur fuße dabei auf Annahmen, die allerdings in hohem Maße aus wissenschaftstheoretischer, empirischer oder normativer Perspektive infrage zu stellen seien, wie dem homo oeconomicus, dem Humankapital und Ähnlichem. Selbstkritik und Multiperspektivität seien für die gegenwärtige Ökonomie daher höchst wichtig.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. Wahl von Prof. Dr. Silja Graupe zur Übergangspräsidentin. In: www.cusanus-hochschule.de. 23. November 2017, abgerufen am 4. August 2018.
  3. Präsidium. In: www.cusanus-hochschule.de. Abgerufen am 4. August 2018.