Silvesterorden

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Silvesterorden
Komturkreuz mit dem Stern
Trageweise des Ordens (v.l.n.r.) IV. bis I. Klasse

Der Silvesterorden (lateinisch Ordo Sancti Silvestri Papae, Orden des heiligen Papstes Silvester) ist eine Auszeichnung für Verdienste um die römisch-katholische Kirche und der katholischen Werke. Er wird mittelbar vom Papst an Laien verliehen.

Stiftung und Verleihung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Silvesterorden wurde vermutlich von Papst Paul IV. im Jahre 1559 auf Grundlage des Ordens vom Goldenen Sporn gegründet. Die ernannten Equites auratae militiae führten den Titel „lateranische Hofpfalzgrafen“. Diesen Titel durften die Nuntien bis 1815 verleihen.[1] Die Auszeichnung wurde von Papst Pius VII. 1815 umgestaltet und am 31. Oktober 1841 von Papst Gregor XVI. umbenannt in St. Silvester-Orden. Papst Pius X. erneuerte den Orden mit dem Motu proprio Multum ad excitandos am 7. Februar 1905 wieder in Silvesterorden und führte die Verleihung auch an Frauen ein. Der St. Silvester-Orden wurde als eigenständiger, nicht-päpstlicher Orden weitergeführt.[1]

Papst Johannes Paul II. führte am 2. Juni 1993 die heutigen Ordensklassen ein:[2]

  • Großkreuz-Ritter (Cavaliere di Gran Croce) und Großkreuz-Dame (Dama di Gran Croce)
  • Komtur mit Stern (Commendatore con Placca) und Komtur-Dame mit Stern (Dama di Commenda con Placca)
  • Komtur (Commendatore)
  • Ritter (Cavaliere) und Dame (Dama)

Der Orden des Papstes wird für besonderes Engagement in katholischen Institutionen und aufgrund persönlicher Verdienste verliehen. Er ist die höchste Auszeichnung des Heiligen Vaters, die dieser in alleiniger Entscheidung an katholische Laien vergibt.

Die Insignien des Silvesterordens beruhen im Wesentlichen auf denen des Ordens vom Goldenen Sporn.[2] Das Abzeichen zeigt auf einem achtzackigen, golden-weiß emaillierten Kreuz das Bild des heiligen Papstes Silvester I. Der Orden wird an einem schwarzen, dreifach rot geränderten Band getragen. Ursprünglich gab es den Orden in den drei Klassen Ritter, Komtur und Großkreuz-Ritter. Seit der Reform von 1905 wurde die Stufe Komtur mit Stern mit dunkelblauem Hintergrund im Mittelschild hinzugefügt.

Stellung innerhalb der Rangordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Rangfolge der päpstlichen Verdienstorden und Ehrenzeichen nimmt der Silvesterorden auf die fünfte Stelle ein, zu den weiteren Orden zählen:

  1. Christusorden (1319 bestätigt von Johannes XXII., 1905 erneuert von Pius X.) (nur eine Klasse, im Regelfall nur an Staatsoberhäupter)
  2. Orden vom Goldenen Sporn (Stifter und Stiftungsjahr unbekannt, 1905 erneuert von Pius X.) (nur eine Klasse)
  3. Piusorden (1847 gestiftet von Pius IX.) (vier Klassen)
  4. Gregoriusorden (1831 gestiftet von Gregor XVI.) (vier Klassen)
  5. Pro Ecclesia et Pontifice (1888 gestiftet von Leo XIII.; Verdienstkreuz, nur eine Klasse)
  6. Benemerenti (1832 gestiftet von Gregor XVI.; Verdienstmedaille, nur eine Klasse)
  7. Jerusalem-Pilgerkreuz (1901 gestiftet von Leo XIII.) (drei Klassen)

Privilegien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Träger des Silvesterordens genießen folgende Privilegien: Sie haben das Recht,

  • sich die Silvesteruniform schneidern zu lassen und sie zu tragen.
  • sich das Silvesterschwert schmieden zu lassen und es zu tragen.
  • auf einem Pferd die Treppen zum Petersdom hinaufzureiten.

Träger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großkreuz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Komtur mit Stern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Komtur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ritter/Dame[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Adolf Bach: „Goethes "Dechant Dumeiz"“, Quelle & Meyer 1964, Seite 122
  2. a b ORDINE di SAN SILVESTRO PAPA, abgerufen am 5. April 2012