Skigebiete der Rhön

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Die Skigebiete der Rhön bezeichnen die für den Skisport eingerichteten Gebiete des Mittelgebirges.

Durch die klimatischen Bedingungen kann in der gesamten Rhön Ski als Wintersport betrieben werden. Es existieren neben den Pisten, die sich vor allem um Bischofsheim an der Rhön und Gersfeld befinden, auch Loipen, die teilweise an touristischen Orten wie dem Schwarzen Moor entlangführen. Um den Skisport zu komplettieren, muss hinzugefügt werden, dass die Kreuzbergschanze am gleichnamigen Berg betrieben wird.

Pisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie oben genannt, ist dieser Sportbereich um Bischofsheim (Skigebiet Kreuzberg) und Gersfeld (in der Nähe die Ski- und Rodelarena Wasserkuppe) anzutreffen.

Bayerische Seite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die großen Gebiete um den Kreuzberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf bayerischer Seite fällt auf, dass die großen Skigebiete vor allem um den Kreuzberg zu finden sind. Dies tritt vor allem durch die Lage und dem dadurch verbundenen Mikro-Klima auf.

Arnsberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Skigebiet umfasst den Nordhang des Berges und liegt bei dem Bischofheimer Ortsteil Oberweißenbrunn. Zum Erreichen der Pisten existieren zwei Lifte und für die kleinen Anfänger ein Kinderlift. Die Pisten bestehen aus vier blauen und zwei roten Pisten und links des A II ist jeden Winter eine Halfpipe aufgebaut. Dazu kommt das die rote Piste „Scheesgrüble“ für DSV Punkterennen zugelassen ist und der Berg besitzt laut Angabe die erste Profi-Ski-Schule der gesamten Rhön.

  • Arnsberglift I (Länge: 1200 Meter, Höhenunterschied: 248 Meter)
Kehlwald: Länge: 1500 Meter, Schwierigkeit: mittel
Schneesgrübe: Länge: 1400 Meter, Schwierigkeit: mittel
Riesehägle: Länge: 2200 Meter, Schwierigkeit: leicht
  • Arnsberglift II (Doppellift) (Länge: 850 Meter, Höhenunterschied: 142 Meter)
Ziegelberg links: Länge: 0950 Meter, Schwierigkeit: mittel
Ziegelberg rechts: Länge: 1000 Meter, Schwierigkeit: mittel
Kreuzberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Skigebiet ist das größte in der Rhön und aufgrund der Länge und Steilheit der Pisten eines der anspruchsvollsten. Das Skigebiet umfasst vier Lifte, wobei einer mit einer Länge von 1408 Meter der längste in der Rhön ist. Die Abfahrten der Skilifte haben Längen von 250 bis 3000 Meter und erstrecken sich insgesamt auf etwa 15 Pistenkilometer.

  • Dreitannenlift (Länge: 1408 Meter, Höhenunterschied: 318 Meter)
Fischzucht: Länge: 1700 Meter, Schwierigkeit: mittel bis schwer
Wieslich: Länge: 1460 Meter, Schwierigkeit: schwer
Kanonenrohr und Käuling: Länge: 1800 Meter, Schwierigkeit: mittel
Große Familienabfahrt: Länge: 2600 Meter, Schwierigkeit: leicht
Steilkäuling: Länge: 3000 Meter, Schwierigkeit: mittel bis schwer
  • Blicklift (Länge: 540 Meter, Höhenunterschied: 110 Meter)
Blick Haflinger Alm: Länge: 620 Meter, Schwierigkeit: mittel
Blick II: Länge: 630 Meter, Schwierigkeit: mittel
Blick Familienabfahrt: Länge: 940 Meter, Schwierigkeit: leicht
  • Rothanglift (Länge: 470 Meter, Höhenunterschied: 100 Meter)
Rothang I: Länge: 580 Meter, Schwierigkeit: mittel
Rothang II: Länge: 580 Meter, Schwierigkeit: mittel
Rothang Familienabfahrt: Länge: 890 Meter, Schwierigkeit: leicht
Feuerberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anzufinden sind die Lifte in Sandberg/Langenleiten in Richtung Wildflecken am Nordhang des gleichnamigen Berges. Auch wenn etwas abseits, war dies ein beliebter Berg für Profis aus der Gegend. Die Pisten erinnern stark an alpine Pisten, was besonders die leidenschaftlichen Alpinskifahrer erfreut. Der Berg besitzt als einziger Berg der Rhön einen Sessellift. Dazu kommen noch ein gleich langer Schlepplift und einer, der auf halber Höhe beginnt, zudem noch ein Übungslift. Die Anlagen sind seit 2016 wegen mangelnder Rentabilität stillgelegt.[1]

  • Sessellift (Länge: 900 Meter, Höhenunterschied: 250 Meter)
Hauptabfahrt: Länge: 1500 Meter, Schwierigkeit: mittel

Die Kleinen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den großen gibt es auch kleinere Skigebiete mit nur wenigen Liften aber oft auch nur kurzen Wartezeiten.

Ilmenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Skilift befindet sich bei der Thüringer Hütte auf 720 bis 785 Meter nahe dem Ostheimer Stadtteil Urspringen und ist damit im Gegensatz zu den anderen sehr abseits gelegen. Wie die meisten Lifte der Rhön besitzt er Nordlage. Vor allem Familien und Anfänger nutzen den Lift. Der Lift bedient vier Abfahrten von leicht bis mittelschwer. Zudem besitzt die Anlage neben dem Rothanglift am Kreuzberg als einzige auf bayerischer Seite Flutlicht.

Farnsberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Farnsberg befinden sich zwei Lifte. Das Gebiet ist trotz der exponierten Lage vor allem für die im Sinntal Wohnenden wegen der Nähe interessant. Der eine Bügelumlauflift befindet sich oberhalb des Berghaus Rhön im Gipfelbereich des Farnsberges, der zweite Bügelumlauflift befindet sich am Erlenbrunnen. Beide Skilifte bedienen leichte Abfahrten, die für Anfänger geeignet sind.

Schwedenwall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am sogenannten Schwedenwall, von Bischofsheim Richtung Rotes Moor, findet sich noch ein Schlepplift, der im Winter privat betrieben wird.

Hessische Seite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simmelsberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pisten vom Simmelsberg liegen bei dem Gersfelder Ortsteil Rodenbach nahe der bayerischen Grenze. Als einer von vier Liften wird er nur von Vereinen betrieben. Die Abfahrtsstrecke sei die steilste Strecke in Deutschland nördlich der Alpen und demnach steiler als eine Weltcup-Abfahrt. Zur Schwedenschanze hin, Südwestseite, befindet sich ein im Jahre 2007 neu errichteter Skilift, der vom SC Fulda betrieben wird.

  • Schlepplift Simmelsberg (Länge: 600 Meter, Höhenunterschied: 175 Meter)
Rennstrecke: Länge: 1100 Meter, Schwierigkeit: sehr schwer
Waldabfahrt: Länge: 1400 Meter, Schwierigkeit: mittel bis schwer
Slalomhang: Länge: 1400 Meter, Schwierigkeit: mittel
Familienabfahrt: Länge: 1600 Meter, Schwierigkeit: leicht

Um die Wasserkuppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet um die Wasserkuppe umfasst die meisten Liftanlagen der Rhön. Auch kann man hier recht lange dank der Flutlichtanlage Ski fahren (bis 22:00Uhr).

Wasserkuppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Rhönlift Abtsroda (Länge: 750 Meter, Höhenunterschied: 180 Meter)
Rennstrecke: Länge: 0900 Meter, Schwierigkeit: schwer
Familienabfahrt: Länge: 1200 Meter, Schwierigkeit: mittel
Zuckerfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pisten am Zuckerfeld sind eine der wenigen mit Südlage. Zudem gibt es eine Flutlichtanlage und den größten Snowboard Funpark der Rhön.

  • Zuckerfeld (Länge: 540 Meter, Höhenunterschied: 60 Meter)
Abfahrt 1: Länge: 0600 Meter, Schwierigkeit: mittel
Abfahrt 2: Länge: 0700 Meter, Schwierigkeit: mittel
Abfahrt 3: Länge: 0800 Meter, Schwierigkeit: mittel
Abfahrt 4: Länge: 1000 Meter, Schwierigkeit: leicht

Kesselrain[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Nordseite des Heidelsteins, am Kesselrain, befinden sich zwei hintereinanderliegende Bügelumlauflifte die von einem Verein betrieben werden. Sie liegen nahe der bayerischen Grenze.

Skilifte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skigebiet/(Berg) Land
Skilift Verein/Betreiber Art des
Liftes
Bau-
jahr
Länge
(m)
HU
(m)
Tal
(m)
Berg
(m)
Hang-
lage
Flut-
licht
Arnsberg BY BY Arnsberglift 1 Skilifte am Arnsberg Schlepplift 1966 1200 248 595 843 N nein
Arnsberg BY BY Arnsberglift 2 (links) Skilifte am Arnsberg Schlepplift 1972 850 142 698 840 NO nein
Arnsberg BY BY Arnsberglift 2 (rechts) Skilifte am Arnsberg Schlepplift 1972 850 142 698 840 NO nein
Arnsberg BY BY Kinderlift Skilifte am Arnsberg Bügelumlauflift 70 10 595 605 N nein
Buchschirm HE HE Buchschirmlift Tellerlift 250 45 545 590 NW nein
Ski- und Rodelpark Ellenbogen TH TH Snow-Tubing-Anlage Bügelumlauflift 290 20 780 800 NO nein
Farnsberg BY BY Farnsberglift Reinhard Gros Bügelumlauflift 240 35 715 750 NW nein
Farnsberg BY BY Skilift Erlenbrunnen Horst Becker Bügelumlauflift 1971 230 45 525 570 N nein
Kesselrain (Heidelstein) HE HE Skilift Heidelstein TSV-Skiclub Ehrenberg Bügelumlauflift 210 45 805 850 N nein
Kesselrain (Heidelstein) HE HE Skilift Heidelstein TSV-Skiclub Ehrenberg Bügelumlauflift 90 10 800 810 N nein
Hohe Geba TH TH Schlepplift Träbes FVV Geba e. V. Bügelumlauflift 270 70 650 720 O nein
Schwedenwall (Hohe Hölle) BY BY Skilift Schwedenwall WSC Privatlift Schlepplift 1965 220 53 775 830 NO nein
Ilmenberg BY BY Ilmenberglift Familie Schleicher Schlepplift 1971 340 65 720 785 NO ja
Kreuzberg BY BY Blicklift Skilifte Kreuzberg Schlepplift 1958 540 110 780 890 N nein
Kreuzberg BY BY Rothanglift Skilifte Kreuzberg Schlepplift 1963 470 100 775 875 NW ja
Kreuzberg BY BY Dreitannenlift Skilifte Kreuzberg Schlepplift 1964 1408 315 575 890 NO nein
Kreuzberg BY BY Fischzuchtlift Familienbetrieb Bügelumlauflift 1970 190 40 600 640 NO nein
Simmelsberg HE HE Schlepplift Simmelsberg Ski-Club Hanau Schlepplift 1965 600 175 668 843 NO nein
Simmelsberg HE HE Eberhard Rother-Übungslift Ski-Club Hanau Bügelumlauflift 2008 100 15 675 690 NO nein
Simmelsberg HE HE Tellerlift Rothenbergen Skigemeinschaft-Kinzigtal Tellerlift 1968 450 85 695 780 NO nein
Simmelsberg HE HE Schlepplift Ski-Club „Rhön“ Fulda Tellerlift 2007 454 84 725 810 SW ja
Simmelsberg HE HE Kinderlift Ski-Club „Rhön“ Fulda Seillift 1993 40 10 760 770 SW nein
Wasserkuppe HE HE Panoramalift Josef Wiegand Skiliftbetrieb Schlepplift 1963 516 115 805 920 NO ja
Wasserkuppe HE HE Märchenwiesenlift Josef Wiegand Skiliftbetrieb Schlepplift 1969 613 110 820 930 NO ja
Wasserkuppe HE HE Paradisolift Josef Wiegand Skiliftbetrieb Schlepplift 1971 570 90 830 920 NO ja
Wasserkuppe HE HE Schlittenlift WieLi Josef Wiegand Skiliftbetrieb Schlittenlift 2006 550 NO nein
Wasserkuppe HE HE „Zauberteppich“ Josef Wiegand Skiliftbetrieb Förderband 2006 100 NO nein
Wasserkuppe (Abtsroda) HE HE Rhönlift Josef Wiegand Skiliftbetrieb Schlepplift 1972 750 180 720 900 NW nein
Wasserkuppe HE HE Verbindungslift Abtsrodalift Josef Wiegand Skiliftbetrieb Bügelumlauflift 2005 N nein
Zuckerfeld (Wasserkuppe) HE HE Skilift Spielberg Skiclub Eiterfeld 1980 Schlepplift 1954 250 50 695 745 SO nein
Zuckerfeld (Wasserkuppe) HE HE Skilift Zuckerfeld Jörges & Schneemann GbR Schlepplift 1970 540 90 715 805 SO ja

Stillgelegte Skilifte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berg/Skigebiet Land
Skilift Verein/Betreiber Art des
Liftes
Bau-
jahr
Länge
(m)
HU
(m)
Tal
(m)
Berg
(m)
Hang-
lage
Flut-
licht
Eube HE HE Skilift „Guckaisee“ Seit 1992 stillgelegt Schlepplift 1968 500 110 700 810 N nein
Feuerberg BY BY Osthanglift Stillgelegt, abgebaut 170 10 810 820 O nein
Feuerberg BY BY Sesselbahn 2016 stillgelegt Sessellift 1967 900 250 580 830 NO nein
Feuerberg BY BY Kreuzhanglift 2016 stillgelegt Schlepplift 1969 470 100 730 830 NO nein
Feuerberg BY BY Wurzelbrunnenlinft 2016 stillgelegt Schlepplift 1981 900 225 590 815 NO nein
Feuerberg BY BY Tallift 2016 stillgelegt Bügelumlauflift 90 20 590 610 NO nein
Kreuzberg BY BY Klosterlift Stillgelegt, abgebaut 230 25 830 855 NW nein
Romerserberg HE HE Skilift Kippelbach Seit etwa 2002 stillgelegt, abgebaut Schlepplift 1989 804 160 695 855 N nein
Romerserberg HE HE Skilift Kippelbach 2? Stillgelegt, abgebaut 310 65 705 770 N nein
Simmelsberg HE HE Schlepplift Ersetzt, abgebaut, jetzt SC Hanau Bügelumlauflift 1970 350 60 730 790 SW nein

Skischanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.feuerberglifte.de/_rubric/index.php?rubric=Startseite